NRW: Nabu fordert Beschränkung der Jagdzeit auf September bis Dezember

+++ “Zahlenpfusch” beim Hamburger Nabu +++ Österreich: Vorarlberg behält Rotwildfütterung bei +++ Mecklenburg-Vorpommern: “Überall Gliedmaßen” – Jagdreste unsachgemäß entsorgt +++ Saarland: Brutplatz von Rotmilan zerstört +++ Bayern: “Blut und Eingeweide” – Aufregung um Aufbruch +++

Gäbe es noch Zweifel an der ideologischen Verbohrtheit und prinzipiellen Jagdfeindlichkeit des Nabu – mit den Statements des Nabu NRW zur geplanten Überarbeitung des nordrhein-westfälischen Landesjagdgesetzes wären sie ausgeräumt. Die angekündigte Novellierung des umstrittenen und in Teilen verfassungswidrigen Gesetzes dürfe “ökologische Standards nicht aufweichen”, fordert der Nabu. “Die aktuelle Jagdstrecke belege eindrücklich, dass trotz gestiegener Jagdstrecken bei Schalenwild und Wildschweinen die Überpopulationen mit den herkömmlichen Jagdmethoden nicht in den Griff zu bekommen seien”, so der Nabu. Der Nabu plädiere schon seit langem dafür die Jagdzeiten auf die Wintermonate September bis Dezember zu beschränken und in diesem Zeitraum auf die effektivere Drückjagd umzusteigen, so der Nabu-NRW-Vorsitzende Josef Tumbrinck.

Darüber hinaus fordere der Nabu erneut, “künftig deutlich zwischen der Jagd als einer Form der Landnutzung und dem Wildtiermanagement als geeignetem Instrument für Konfliktlösungen im Bereich von wirtschaftlichen Schäden sowie bei Artenschutzmaßnahmen zu unterscheiden.” Neozoen wie Marderhund, Mink und Waschbär seien “aufgrund der nicht vorhandenen Verwertung keine jagdbaren Arten. “Für diese Tiere ist unter Umständen ein Wildtiermanagement zum Schutz anderer gefährdeter Arten erforderlich. Auch wenn dabei jagdliche Methoden zur gezielten Regulierung von Beständen angewendet werden können, sollte das Wildtiermanagement dem Naturschutzrecht unterliegen“, erklärte Tumbrinck. Ähnliches gelte für die Bejagung von Prädatoren wie dem Fuchs. Wolle man Fuchs und Waschbär gezielt bekämpfen, so sei ein darauf abgestimmtes und flächendeckendes Wildtiermanagment wesentlich erfolgversprechender. Seit Jahren gefährdete Tierarten wie das Rebhuhn und der Feldhase müssten “endlich aus dem Jagdrecht gestrichen werden.” PM/SE

Beitragsbild: Jäger auf Drückjagd (Archivbild). Foto: SE

2 Gedanken zu „NRW: Nabu fordert Beschränkung der Jagdzeit auf September bis Dezember

  1. Ralf K.

    Wehret den Anfängen!
    Laut Nabu soll der Jagd offensichtlich die Grundlage entzogen werden. Nicht mehr Jagdrecht, sondern Naturschutzrecht? Stellt der Nabu dann hauptamtliche “Manager” ein, die für ihn eine weitere Einnahmequelle darstellen? Geht’s eigentlich nur um Machtgewinn zur Abschaffung unserer Jagd?
    Als Grundvoraussetzung müsste dann das Revierjagdsystem abgeschafft werden. Habe ich einen Denkfehler?

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  2. J.Körner

    Die Landeigentümer und besonders auch die Jäger gönnen sich gegenseitig nichts. Anstatt gemeinsam gegen die Abschaffung des grundgesetzlich geschützten Eigentumsrechts vorzugehen schwächen wir unsere Position durch gegenseitiges Mißtrauen und Jagdneid. Solche Diskrepanzen gibt es auf der Gegenseite nicht, die ziehen an einem Strang(an dessen anderen Ende die Landnutzer hängen).
    Das erinnert an die Konkurrenz der beiden Jagdverbände während der Weimarer Republik, die sich gegenseitig blockierten beim Entwerfen eines vernünftigen Jagdgesetzes. Erst als es (fast) zu spät war konnten sie sich einigen.
    Wir brauchen eine gemeinsame starke Lobby die entsprechendes Gehör in der Politik findet und nicht diese momentan herrschende Konkurrenz von Kleinstvereinen der verschiedensten Gruppierungen die nur sich und nicht das große Ganze sehen.

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