NRW: Nabu diffamiert “Problemschäfer”

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Die  Nabu-Kreisgruppe Wesel  hat eine üble Hetzkampagne gegen einen Schäfer gestartet, der durch Wolfsangriffe inzwischen ca. 50 Schafe verloren hat. Die Nabu-Kreisgruppe sieht einem Bericht des Weseler Lokalkompass zufolge eine “verbal-ketzerische Hatz auf den Wolf in unserer Region” im Gange, der die Gruppe “ab sofort, massiv entgegentreten” werde. “Wir scheuen uns auch nicht, Stimmungsmacher und Lügner beim Namen zu nennen”, droht Kreisgruppenvorsitzender Peter Malzbender – eine öffentliche Diffamierung, die vor dem Hintergrund der massiven Anfeindungen und Drohungen, denen sich Wolfsgeschädigte regelmäßig ausgesetzt sehen (siehe Kommentare zu diesem JAWINA-Beitrag), schlicht nicht hinnehmbar ist. Dass ausgerechnet Malzbender sich nach den von ihm abgesonderten Pöbeleien noch berufen fühlt, das “unsachliche Auftreten des Schäfers und Vorsitzenden des Kreisschafzuchtvereins Maik Dünow” zu kritisieren, ist höchstens noch als Beleg für die hoffnungslose Verblendung dieser Ideologen ernst zu nehmen.

Nicht nur, dass Malzbender im Lokalkompass von einer “üblen Rufmordkampagne” gegen den Wolf spricht, wenn von Wolfsrissen betroffene Schäfer über ihre Probleme sprechen, er wirft dem Schäfer überdies vor, Fernsehbilder (!!) hätten ein “äußerst nebulöses Szenario” von den Wolfsrissen in seiner Herde und “zu niedrige Schutzzäune” vermittelt. Selbst den großen Pyrenäenschutzhunden des Schäfers wirft er “vollkommenes Versagen” vor, von “fahrlässigem Handeln”, “amateurhaftem Verhalten” und “willkürlichen Behauptungen” ist die Rede.

Ob der vorgeschriebene Mindestschutz hier erfüllt war, ob er überhaupt ausreicht, sei dahingestellt. Aber eines ist klar: Wer in offizieller Funktion öffentlich ein solches Urteil aufgrund von Fernsehbildern fällt, disqualifiziert sich selbst.

In der NRZ wehrt sich der als “Problemschäfer” diffamierte Maik Dünow gegen die Anwürfe des Nabu: Die vorgeschriebenen Herdenschutzmaßnahmen seien eingehalten worden, die Herdenschutzhunde hätten gute Arbeit geleistet, sonst wäre das Massaker unter den Schafen noch größer geworden. Dünow ist offensichtlich bemüht, den Streit nicht eskalieren zu lassen, vermutlich ist er auf sie Zusammenarbeit mit den Naturschutzverbänden angewiesen.

Die Anwürfe Malzbenders weist er dennoch entschieden zurück: “So darf der Mann nicht reden. Er ist überhaupt nicht informiert”, sagt Dünow in der NRZ. Und: Der Nabu müsse sich überlegen, ob ein solcher Kreisvorsitzender an der richtigen Stelle sei.

Viel zu überlegen gibt es da eigentlich nicht. SE

Beitragsbild: Von Wolf gerissenes Schaf. Foto: SE

Ein Gedanke zu „NRW: Nabu diffamiert “Problemschäfer”

  1. Kr.-Itisch

    Was soll man von Nabu, PETA etc. Schon erwarten. Vor einiger Zeit meldete sich ein Nabu-Mitglied aus der Ornithologen-Ecke mit der richtigen Forderung den Waschbär zum Singvogelschutz scharf zu bejagen. Nachdem er innerhalb des Nabu fast gelyncht wurde, zog er diese Forderung schnell zurück. Der Wolf wir die immer mehr zu Reinkarnatio des heiligen Geistes. Oder zum goldenen Kalb der Spendensammler.

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