NRW: Landesregierung plant Verordnung für den Fall eines ASP-Ausbruchs

Die nordrhein-westfälische Landesregierung plant eine Verordnung über die Anwendung besonderer jagdlicher Maßnahmen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Der Verordnungsentwurf wurde Ende Dezember an die Mitglieder des Umweltausschusses im NRW-Landtag überwiesen. Zwischenzeitlich liegt der Entwurf auch dem Landesjagdverband NRW als Volltext vor. Nach einem Bericht des Westfalenblatts soll im Fall eines ASP-Ausbruchs die Schwarzwildbejagung erleichtert werden, indem etwa das Verbot von Bleimunition aufgehoben wird. Zudem sollen Schrotschüsse auf Sauen, Abschüsse von führenden Bachen und Saufänge im Seuchenfall gestattet werden. Jagdliche Restriktionen wie das Verbot von Abschüssen im Umkreis von Fütterungen oder Wildbrücken sollen aufgehoben werden.

Unabhängig von einer weiteren inhaltlichen Stellungnahme weist der Landesjagdverband NRW vorab darauf hin, dass die Neuregelungen der geplanten Verordnung nur bei Ausbruch der ASP und dann auch nur in den ausgewiesenen „gefährdeten Gebieten“ vorgesehen sind. PM LJV NRW/red.

Beitragsbild: Wildschwein (Symbolbild) Foto: SE

4 Gedanken zu „NRW: Landesregierung plant Verordnung für den Fall eines ASP-Ausbruchs

  1. kilalli

    Welchen Sinn hat die Erlaubnis zum Schrotschuss? In Drilling und BBF stecken FLGe. Beim Angang zum Entenstand im Schilf stecken sie auch in der Flinte. Wieviel zusätzliche Sauen werden mit 2,7mm – 3,5 mm Schrot wohl (waidgerecht) erlegt, weil bei einer Treibjagd auf Hasen nicht umgestopft werden muss?

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    1. Anko

      Der Schrotschuss wird wohl eher den Frillies gelten und jeder Schuss und Einsatz von Schrot in eigener (ethisch tragbarer) Verantwortung erfolgen. Wenn schon Elterntierschutz in einem ASP-Zentrum ausfallen soll, wovon ich ausgehe, erscheint mir auch das sinnvoll.

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      1. kilalli

        …das sollte man dann, vergleichbar mit der Erlaubnis von .222 Rem auf Frischlinge, auch so deutlich formulieren.

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  2. Carpe Diem.. jetzt erst recht

    Das ist ja keine allgemeingültige Regelung, sondern es handelt sich um ausgewiesene „gefährdete Gebiete“ (wird dort die ASP nur vermutet?) D.h. für mich, dass die Sauen aus diesen eh nicht mehr verkauft werden können/dürfen. Bei uns in BW darf lt. JWMG heute schon der Fangschuss mit bleihaltiger Munition oder der Schrotschuss abgegeben werden, auch ohne ASP. Bleibt die Frage, welche Jagdart denn in den “gefährdeten Gebieten” auf Schwarzwild noch zulässig sein wird?

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