NRW: Land bestätigt einen weiteren Wolfs-Nachweis

Am 23.02.2017 wurde auf dem gesperrten Truppenübungsplatz Senne, Kreis Lippe, ein weibliches Stück Damwild gefunden, welches mit einem Biss in die Kehle getötet und dann angefressen worden war. Hubertus Kaiser, Bundesforstbetrieb Rhein-Weser, landesweit zuständiger Wolfsberater auf den Liegenschaften des Bundesforstes, hat das Tier untersucht und einen Speichelabstrich für die genetische Untersuchung genommen. Die Probe wurde vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) an das Senckenberg Forschungsinstitut in Gelnhausen geschickt. Das Ergebnis liegt jetzt vor: Das Damtier wurde von einem Wolf getötet. Der Wolf mit der Kennung GW666m stammt aus dem Rudel bei Cuxhaven in Niedersachsen. Es handelt sich um ein männliches Tier, das erstmals am 13.01.2017 in seinem Herkunftsterritorium über eine Kotprobe nachgewiesen wurde.

Es ist gut möglich, dass die Wolfsnachweise am 20.02.2017 in Bad-Oeynhausen (Kreis Minden Lübbecke) und am 21.02.2017 in Lemgo (Kreis Lippe) ebenfalls von diesem Tier stammen, so das LANUV. Junge Wölfe verlassen das elterliche Territorium im Alter von ein bis zwei Jahren. Auf der Suche nach einem eigenen Territorium legen sie oft weite Entfernungen von mehreren hundert Kilometern zurück.

Im vergangenen Jahr war ein junger männlicher Wolf, der ebenfalls aus dem Rudel bei Cuxhaven stammte, zwischen Februar und Mai nachweislich quer durch Nordrhein-Westfalen bis nach Rheinland-Pfalz und dann wieder zurück nach Niedersachsen gelaufen. Dieser Wolf mit der Kennung GW477m hat auf diesem Weg mindestens 700 km zurückgelegt. Nach Auskunft des Wolfsbüros des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz  lebt dieser Wolf seit Mai 2016 im Raum Ebstorf in der Lüneburger Heide. Gemäß den nationalen Monitoringstandards kann der Wolfsrüde inzwischen als residenter Einzelwolf eingestuft werden. PM

Beitragsbild: Internetseite des LANUV mit der Pressemitteilung zum Wolfsnachweis. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

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