NRW: Jagdgegner demolieren Auto

Vandalismus auch bei Peine (Niedersachsen) und Moschheim (RLP)

Jagdgegner haben am Samstag das Auto einer Treiberin demoliert, die bei Hünxe (Kreis Wesel) an einer Schwarzwild-Drückjagd zur Eindämmung der ASP-Gefahr teilgenommen hatte. Ein Unbekannter soll der NRZ zufolge dabei beobachtet worden sein, wie er mit einem Holzklotz die Frontscheibe des PKW einschlug, sowie Seitenspiegel und Motorhaube demolierte. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung. Die Drückjagd war Medienberichten zufolge im Vorfeld Landwirten, der Polizei und Anwohnern angekündigt worden. Daraufhin wurde der Jagdpächter, der CDU-Ratsherr Michael Helmich bedroht: Man habe angekündigt, die Fenster seines Hauses einzuschlagen, so RP online. Helmich, der auch Nabu-Mitglied und Wolfspate ist, erklärte gegenüber RP online, dass er “gerne das Gespräch mit den Jagdgegnern gesucht und dabei auch erklärt hätte, warum derzeit gejagt werden muss und warum der Abschuss von Wildschweinen so wichtig ist.” Aber das sei mit solchen Personen wohl nicht möglich.”

Bei Peine versuchten Jagdgegner eine Drückjagd zu stören oder zu verhindern, indem sie Waldwege mit Baumstämmen blockierten. Außerdem wurde eine Jagdhütte und die Sitzbänke davor beschmiert. Die Polizei traf eine verdächtige Personengruppe auf der Autobahnraststätte Zweidorfer Holz an. Die von den Jägern beschriebenen Personen frühstückten dort. Es wurden die Personalien festgestellt und Beweismittel sichergestellt.

Zeugen gesucht

Zwischen Samstag, dem 23.01.2016, 18:00 Uhr und Sonntag, dem 24.01.2016, 08:00 Uhr wurden im Jagdbezirk Wirges II, dessen Gebiet östlich Richtung Moschheim (Westerwaldkreis, RLP) liegt, insgesamt sechs niedrige Hochsitze (Ansitzleitern und Drückjagdböcke) aus imprägniertem Holz mit einer Säge umgeschnitten und am Boden weiter zerschlagen. Der entstandene Sachschaden wird mit 1.800,- Euro beziffert. Seitens des zuständigen Jagdpächters wurde eine Belohnung, die zur Ermittlung des oder der Täter führt, von 500 Euro ausgelobt. Bereits vor einigen Wochen wurden im angrenzenden Jagdrevier Moschheim ebenfalls mehrere Hochsitze und jagdliche Einrichtungen beschädigt und zerstört. Eventuell sind militante Jagdgegner hierfür verantwortlich. Zeugen wenden sich bitte an die Polizeiinspektion Montabaur: Telefon 02602/9226-0, E-Mail: pimontabaur@polizei.rlp.de SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der NRZ. (Screenshot)

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