NRW: Jagdfunktionär wegen illegaler Falle verurteilt

Ein Präsidiumsmitiglied des LJV NRW ist wegen eines illegalen Habichtfangkorbs vom Amtsgericht Ahlen zu einer Geldstrafe verurteilt worden. “Tierschützer” gaben vor, die illegale Falle in der Nähe des Wohnhauses des Jagdfunktionärs in unmittelbarer Nähe zu Hühnerställen und einer Fasanerie entdeckt zu haben. Der Verurteilte bestritt, die Falle dort aufgestellt zu haben und äußerte die Vermutung, diese sei ihm “untergejubelt” worden. Das Gericht glaubte dies nicht und verurteilte den 61jährigen wegen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz zu einer Geldstrafe in Höhe von 50 Tagessätzen zu 70 Euro (3500 Euro). Damit blieb es bewusst unter der Grenze von 60 Tagessätzen, ab der die waffenrechtliche Zuverlässigkeit in der Regel als verwirkt gilt. Dies sei bei einem Ersttäter nicht angemessen, begründete das Gericht, da der Verurteilte mit Waffen und Munition handele und der Verlust der Zuverlässigkeit somit ein Berufsverbot bedeutet hätte. Der Verteidiger des Jagdfunktionärs kündigte noch im Gerichtssaal an, das Urteil nicht hinnehmen und in Berufung gehen zu wollen.

Die als Privatermittler fungierenden “Tierschützer” gaben an, den Habichtfangkorb im August 2015 entdeckt und daraufhin die Polizei verständigt zu haben. Als die Polizisten auf dem Grundstück des Mannes auftauchten, hatte dieser den toten Fasan in der Hand, mit dem der Habichtfangkorb beködert gewesen war. Die Staatsanwaltschaft wertete dies als Versuch, eine Straftat zu verdecken. Der Angeklagte führte hingegen aus, dass er die illegale Falle nach einigen Tagen Abwesenheit auf seinem Grundtsück entdeckt und zunächst durch Entfernen des Köders hatte unfängisch stellen wollen. SE

Beitragsbild: Habicht-Porträt. Foto: SE

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