NRW: Damwild darf im Brachter Wald bleiben

Der Kreis Viersen hat sich erfolgreich der Forderung des ehemaligen NRW-Umweltministers Johannes Remmel (Grüne) widersetzt, den Zaun um das ehemalige Munitionsdepot im Brachter Wald bis 2013 zu entfernen. Dabei hätte alles so schon werden können, wenn es nach Remmel gegangen wäre: Der Zaun wäre abgebaut worden. Vorher hätte man wahrscheinlich, um Wildschäden in der Umgebung zu vermeiden, das dort heimische Damwild abgeschossen. Um zu verhindern, dass infolgedessen die wertvollen Offenlandflächen zuwuchern, hätte man das Areal dann einer Spendensammel- und Naturschutzorganisation übertragen, von dieser wären dann im Rahmen von Beweidungsprojekten Heckrinder oder Przewalski-Pferde dort angesiedelt worden, anstelle des Damwilds, das da nicht hingehört…

Doch es kam anders:

Der Kreis hat das vom britischen Militär bis 1996 genutzte, 1120 Hektar große Areal unter Naturschutz gestellt. Auch dem Plan, einen Ferienpark in dem Gebiet zu errichten, erteilten die Verantwortlichen eine Absage. Die Hegegenehmigung für das Damwild in dem Areal soll jetzt um weitere fünf Jahre verlängert, das Damwild, dessen Bestand auf über 1000 Stück angewachsen ist, nachhaltig bejagt werden. Im Winter 2008/2009 waren Tiere in dem umzäunten Gebiet verhungert, da die Nahrungsgrundlage für die anwachsende Population erschöpft war.

Die mit dem Wildmonitoring im Brachter Wald betraute Arbeitsgruppe “Wildbestand im Brachter Wald” kam seinerzeit zu der Einschätzung, dass der Zaun um das Areal “ökologisch und ökonomisch sinnvoll” sei, wie rp-online berichtet: Das Damwild helfe, die offenen Flächen zu beweiden, die für viele seltene Tier- und Pflanzenarten wertvoller Lebensraum seien. Sollte der Zaun entfernt und, das Damwild abgeschossen werden, so müsse in Wald- und Offenlandpflege investiert werden.

Das Wildmonitoring werde nun bis mindestens 2021 fortgesetzt, schreibt rp-online. Und danach wahrscheinlich so lange, wie der Zaun besteht und Damwildhege betrieben wird. SE

Beitragsbild: Damwild. Foto: SE

Ein Gedanke zu „NRW: Damwild darf im Brachter Wald bleiben

  1. A. K.

    Das Wild, Land und Leute können sich freuen, dass dieser Herr Remmel aus der Regierungsverantwortung in NRW verschunden ist. Evtl. kann er sich ja jetzt als Autotester betätigen, denn es wurde ja zuvor noch E. – Auto im Wert von 110.000,- € für das von ihm geführte Ministerium angeschaft -angeblich nicht als Dienstwagen für ihn, sodern ein Testfahrzeug. Hoffenlich betättigt sich Frau Schulz Föcking ( CDU ) als Nachfolgerin des Herrn Remmel ( Grüne ) nicht weiterhin an diesem Schwachsinn und überläßt diese Aufgabe den tatsächlichen Fachleuten. Mit Frau Schulz Föcking hat das Ministerium auch endlich ein Ministerin mit abgeschlossener Berufsausbild.

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