NRW: 76-jähriger durch versehentliche Schussabgabe schwer verletzt

Beim einem Jagdunfall in einem Waldgebiet bei Schleiden (Kreis Euskirchen) ist am Freitag Abend ein 76 Jahre alter Jäger schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilt, kam es zu dem Unfall, als der 82 Jahre alte Begleiter des Jagdpächters bei einem Hochsitz sein Gewehr entlud. Dabei löste sich ein Schuss und traf den 76-jährigen auf Höhe des Knies ins Bein. Der Jäger wurde schwer verletzt, befindet sich aber nicht in Lebensgefahr. Wie die Pressestelle auf Nachfrage von JAWINA mitteilte, ist nicht bekannt, um welchen Waffentyp (Bauart, Hersteller, Kaliber) es sich bei der Waffe handelt. PM/red.

Beitragsbild: Jagdwaffe (Symbolbild). Foto: SE

8 Gedanken zu „NRW: 76-jähriger durch versehentliche Schussabgabe schwer verletzt

  1. kilalli

    Der einzige echte Nachteil des alten 98ers ist die Flügelsicherung beim Entladen. Deshalb dabei immer Lauf nach oben halten. Aber wenn da oben einer sitzt, is schlecht.

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    1. admin Beitragsautor

      Das sehe ich anders: Einer der großen Vorteile des 98ers ist, dass dieses System vollkommen sicheres Entladen ermöglicht – im Gegensatz zu diversen modernen Billigkniften mit Zwei-Stellungs-Sicherung, bei denen man zum Entladen entsichern muss. SE

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      1. kilalli

        “…dass dieses System vollkommen sicheres Entladen ermöglicht.”
        Na, na, das habe ich mir doch lieber nochmal selbst angeschaut und stelle fest – jepp, das stimmt! 😉
        Ich bin als junger Jäger mit so einem alten geerbten bzw. überlassenen 98er losgezogen, bevor ich mich zum Jäger mit eigenen Waffen gemausert habe. Damals wurde ich davor gewarnt, der Sicherung beim Entladen zu trauen. Wird dann wohl eine Schwäche dieser einen Waffe gewesen sein, ist bei mir aber als allg. Hinweis hängen geblieben. Ob man den Kammerstängel bei Mittelstellung der Sicherung anheben konnte oder nicht, weiß ich nicht mehr.

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        1. admin Beitragsautor

          Freut mich! 🙂 Es lohnt sich m.E. nach wie vor, dem guten, alten 98er etwas Aufmerksamkeit zu widmen. Was Sicherheit, Schützensicherheit, Zuverlässigkeit, Reparierbarkeit und Wartungsfreundlichkeit angeht m.E. immer noch unübertroffen. Ein alter Original-Mauser aus hochwertiger Fertigung (z.B. DWM) erfreut sich als Jagdwaffe in aller Welt höchster Beliebtheit und ist hierzulande immer noch sehr günstig zu haben. Und dank eines riesigen Zubehörmarkts sind der Anpassung des Systems nach eigenen Wünschen (was Schäfte, Sicherungen, Handspannung, Läufe, Visierungen etc. pp. angeht) kaum Grenzen gesetzt.

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          1. kilalli

            Hatte ich mal vor. Ich hatte online sehr günstig einen schon auf jagdlich umgebauten 98er erworben, der von der Firma K (die es mal als echte Konkurrenz zur Firma F gab) unter eigenem Namen vertrieben wurde. War eine Ausstattungsklasse besser als der “Landsknecht und Markgraf” und stand mehrere Jahrzehnte bei einem Kölner ungenutzt im Schrank. Nach meinen damaligen Recherchen wurde sie von einem nahmhaften Büchsenmacher aus der Umgebung Aachen (Schwärzel habe ich gerade ergoogelt) zusammengesetzt und dieser verwendete die bekannt hochwertige belgische Produktion, zumindest nichts von verschlissenen Maschinen aus der Produktion der letzten Kriegsjahre (nach DWM). Ich hatte dann noch eine Dakotasicherung ersteigert (ist jetzt ja vergleichbar mit der neuen M12-Sicherung) und wollte die Stechervariante durch eine Art Billigversion des Timneyabzugs ersetzen und mir das Ganze dann vom BüMa absegnen lassen. Dann habe ich mir das alles nochmal durchgerechnet und die Teile wieder verkauft. Geblieben ist mir eine hochinteressante Reise durch die Geschichte der Mausers und der geschärfte Blick für Argentinos u.ä. Oldtimer-Highlights, soweit nicht Montagen die wunderbaren Prägungen auf dem Hülsenkopf verschandelt/überdeckt haben. Das Thema “Funktion der Flügelsicherung bei Mittelstellung” habe ich vermutlich aus Zeitgründen ausklammern müssen 😉
            Sie haben recht, die Entscheidung gegen das Waffenindividuum und für die Waffe von der Stange war vielleicht nicht die Beste.

          2. admin Beitragsautor

            Ich habe mir einen 98er aufgebaut mit Timney-Sicherung, Raetz-Visierung und Hogue-Schaft mit Alu-Vollbettung, Lauf gekürzt und alles neu brüniert – und als er fertig war, habe ich ihn für kleines Geld an eine (damalige) Freundin verscheuert, was ich heute noch bedaure…

  2. Carpe Diem.. jetzt erst recht

    ..”der Waffentyp ist nicht bekannt” aber bekannt sind die UVV Jagd und danach ist die Waffe vor Abbaumen vom Hochsitz zu entladen. Jeder JJ wäre bei der Prüfung “Waffenhandhabung” durchgefallen, wenn der Gewehrlauf beim Hantieren in Richtung eines Menschen zeigt. Der Altjäger wird wohl seine grüne Karte abgeben müssen.

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