Norwegen: Elchstrecke bricht ein – mehr Wolfsabschüsse bewilligt

Im Jahr 2010 wurden noch 1200 Elche in der Elchjagdregion im Südosten Norwegens geschossen, letztes Jahr waren es noch 570. Norwegische Jäger erwarten, dass die Strecke dieses Jahr “mikroskopisch” ausfallen wird. Es werde eine reine Management-Jagd werden, prophezeit ein Gemeindevertreter gegenüber dem Nachrichtenportal nrk. Hauptverantwortlich seien die Wölfe: Es seien mehrere in der Region gesehen worden, auch Elchkadaver wurden gefunden. Barbara Zimmermann, eine Wildbiologin an der Inland University Norway, führt weitere mögliche Gründe an: So könne die Klimaerwärmung dem Elch weniger zuträgliche Bedingungen schaffen. Auch seien auf beiden Seiten der norwegisch-schwedischen Grenze in den vergangenen Jahren verstärkt Elche geschossen worden, um Wildschäden zu minimieren. Der Wolf sei aber definitiv mitverantwortlich am Rückgang der Elche.

Im vergangenen Jahr hat sich die norwegische Wolfspopulation fast verdoppelt. Norwegische Behörden gehen davon aus, dass sich 90 bis 93 Wölfe im Winter teilweise oder ständig in Norwegen (323.8021 Quadratkilometer, zum Vergleich Brandenburg: 29.654 Quadratkilometer) aufhalten. Das norwegische Umweltministerium hat die Abschussquote für Wölfe erhöht: In der kommenden Saison können 26 Wölfe erlegt werden, im Vorjahr waren es 20. In Norwegen wurden, wie die Zeit berichtet, 379 Schafe von Wölfen gerissen, ein Wolf alleine soll 225 Schafe getötet haben. Die Nutztierrisse durch Wölfe nehmen zu. SE

Beitragsbild: Erlegter Elch. (Archivbild) Foto: SE

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