Nochmal Schweden: Hunderte protestieren gegen Gerichtsurteil, das Wolfsjagd einschränkt

Hunderte Schweden haben sich einem Protestzug angeschlossen der von Torsby nach Karlstad vor den Sitz des Verwaltungsgerichts in der schwedischen Provinz Värmland führte. Gerichte hatte die vom schwedischen Parlament beschlossenen Wolfsjagden in zwei Provinzen des Landes untersagt, nur in einer dritten wurde sie genehmigt. Geklagt hatten Medienberichten zufolge drei Organisationen, darunter der schwedische Ableger des WWF. Geplant war der Abschuss von 46 Tieren, nun können nur 14 erlegt werden.

Enttäuscht äußerte sich der Journalist Olle Olsson im schwedischen Jagdmagazin Svensk Jakt: Er schäme sich für Politiker, die lange Jahre die Regulierung der Wölfe versprochen hätten, nun aber abtauchen würden. Es habe unzählige Untersuchungen internationaler Forscherteams gegeben, die die Richtigkeit des schwedischen Wolfsmanagements bestätigten und betont hätten, wie wichtig die Bejagung für den ländlichen Raum sei. Der “günstige Erhaltungszustand” der schwedischen Wolfspopulation sei bewiesen.

Olsson fragt, wie es sein könne, dass Gerichte unter dem Druck von “Fundamentalisten” demokratisch getroffene Entscheidungen des Parlaments, der höchsten Instanz in einer Demokratie, nach Belieben revidieren könnten. Das Spektakel werde sich fortsetzen, behauptet Olsson, weil die Anwälte der Naturschutzorganisationen jedes Jahr Millionen von der Schwedischen Umweltamt beziehen würden, um die Rechtmäßigkeit der Wolfsjagd juristisch zu überprüfen.

Der für den Wolf zuständige Minister Sven-Erik Bucht äußere sich zu dem Chaos nicht und ziehe es vor, auf seiner Facebook-Seite Ratschläge zur Winterfütterung von Vögeln zu erteilen… SE

Beitragsbild: Headline des zitierten Berichts über die Proteste in Schweden.

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