Niedersachsen: Wolfsentnahme wird etwas teurer

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150.000 statt 83.000 Euro für externen Dienstleister

Die Kosten für die geplante, aber bislang erfolglose Entnahme des “Problemwolfs” GW717m laufen aus dem Ruder. Das ergibt sich aus der Antwort der niedersächsischen Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen. Stand bisher ein Betrag in Höhe von rund 83.000 Euro als Kosten für den externen Dienstleister im Raum, der das Land Niedersachsen “bei der “Individualisierung und dem Entnahme-Verfahren unterstützt”, so ist in der Antwort der Landesregierung von 150.000 Euro die Rede. Ohne die Präventionsmaßnahmen für den Herdenschutz einzurechnen, fallen für das Wolfsmanagement Kosten in Höhe von knapp 1,4 Millionen Euro an (siehe Beitragsbild). Diese werden unter anderem für Besenderungsversuche, eine “Eingreiftruppe Herdenschutzhunde”, DNA-Analysen oder Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben. Die Kosten für die Entnahme eines Wolfs überstiegen die Kosten für”alle Schäden durch Wölfe im ganzen Land”, bemerkte der Grünen-Politiker Christian Meyer süffisant gegenüber dem NDR. SE

Beitragsbild: Aus der Antwort der Niedersächsischen Landesregierung auf die Kleine Anfrage der Grünen (Screenshot, Ausschnitt).

Die Red. dankt JAWINA-Leser GM für den Hinweis!

 

6 Gedanken zu „Niedersachsen: Wolfsentnahme wird etwas teurer

  1. Zündelnerlaubt

    Man betrachte mal genau, was die Verwaltungsakte kosten und stelle dem die Personalkosten gegenüber die angegeben werden. Da schreibt jemand unverhältnismäßige Rechnungen und kommt damit durch. Es scheint seit BER zur Gewohnheit geworden zu sein, dass Dienstleister die Länderkassen etc reichlich zur Ader lassen und damit durchkommen. Unverschämtheit

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  2. Grimbart

    150.000 für nichts, die hätte ich auch gerne. Dafür hätte ich mich auch jede Nacht auf einen Hochsitz gesetzt. Seit wann gilt die Abschussgenehmigung, Januar? Das macht dann 18.750€ pro Monat. Nicht schlecht Herr Specht.

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  3. Jäger aus Walhall

    Die Kosten haben sich ja noch nicht einmal verdoppelt, wie es eigentlich bei öffentlichen/staatlichen Projekten normal ist. Dabei ist schon fast von einem Schnäppchen zu sprechen, wenn sich die Kosten nur Verdoppeln.

    Ein richtiger Schnäppchen-Wolf, der GW717…

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  4. Carpe Diem.. jetzt erst recht

    Wenn der GW717m auf keiner Wildkamera mehr abgelichtet wurde würde ich mit Grübeln anfangen, ob der Spezialist nicht doch erfolgreich war, aber die gute Geldquelle nicht versiegen lassen möchte? Da gibt es gedanklich viele Optionen wie ein effizientes “Wolfsmanagement” funktioniert. Das ist Behördenkabaret vom Feinsten.

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    1. Zündelnerlaubt

      Das passendste und günstigste Wolfsmanagement wäre ein Abschußplan um die Rudelgrößen zu begrenzen und Isegrim zu zeigen, dass der Mensch gefährlich ist.

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    2. Ralf

      Ich würde es eher Politikkabarett nennen.
      So richtig traut man sich nicht dran, Canis Lupus in der FFH-Richtlinie herabzustufen und ins Jagdrecht mit Jagdzeit und Abschusszahlenfestsetzung aufzunehmen. Der Einfluss der die Jagd ablehnenden Naturschutzverbände scheint nach wie vor hoch zu sein. Diese haben mit Repräsentanten im Bundesumweltministerium entscheidende Einflussmöglichkeiten. Solange das so ist, wird sich vermutlich an der Zielrichtung des übertriebenen und über den gesunden Menschenverstand deutlich hinausgehenden Wolfsschutz leider nichts ändern.

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