Niedersachsen: Wolf von Bahn überfahren

Ein toter Wolf ist gestern in den frühen Morgenstunden im Gleisbett beim Bahnübergang Rechtern, Richtung Hunte in der Nähe von Barnstorf (Landkreis Diepholz) aufgefunden worden. Die Bundespolizei Bremen hatte von Anwohnern einen Hinweis auf einen toten Wolf erhalten. Der hinzugerufene Wolfsberater bestätigte, dass es sich um einen Wolf handelt. Der Rüde wurde nach Angaben der Polizei Barnstorf vermutlich in den frühen Morgenstunden angefahren. Die genaue Todesursache wird jetzt im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin ermittelt. Das Wolfsbüro des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) koordiniert den Transport des Kadavers.

Das IZW untersucht den Kadaver, stellt den Allgemeinzustand des Tieres fest und schickt außerdem Gewebeproben zur Feststellung des genetischen Fingerabdrucks an das Senckenberg-Institut in Gelnhausen bei Frankfurt. Erst wenn das Ergebnis der DNA-Analyse vorliegt, können eventuell Aussagen zum Beispiel zur Rudelzugehörigkeit getätigt werden.

Es handelt sich um den vierten in Niedersachsen tot aufgefundenen Wolf in diesem Jahr. PM

Beitragsbild: Gleisbett (Symbolbild). Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser EF für den Hinweis!

3 Gedanken zu „Niedersachsen: Wolf von Bahn überfahren

  1. Grimbart

    Kenne dort einige, die ihm keine Träne nachweinen, eher, dass nicht zwei auf einen Streich erwischt wurden. Das Rudel hat schon etliche Nutztiere auf dem Gewissen. Erst letzte Woche wurde in Aschen wieder ein Schaf gerissen. Dieses Rudel überwindet mit schöner Regelmäßigkeit auch 2m hohe Zäune und war schon auf Höfen auf Raubzug.
    Wenzel wollte eigentlich eine Besenderung durchführen, aber geschehen ist natürlich bisher nichts.

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