Niedersachsen: Wolf mit Schussverletzung aus Kanal geborgen

Am Sonntagabend gegen 21 Uhr wurde im Elbe-Seitenkanal in Wittingen eine getötete Wölfin geborgen. Erste Ermittlungen der Polizei Wittingen ergaben, dass das Tier mit einer Schusswaffe getötet wurde. Danach sei versucht worden, das Tier mittels einer Metallschlinge und einem beschwerenden Gegenstand im Elbe-Seitenkanal zu versenken. Die Tötung eines Wolfes stellt eine Straftat nach dem BNatSchG dar und wird derzeitig von der Polizei Wittingen verfolgt. Das Tier wird zwecks weiterer Untersuchung ins Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) nach Berlin verbracht. Für Hinweise steht die Polizei in Wittingen unter 05831-25288-0 zur Verfügung. PM

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

11 Gedanken zu „Niedersachsen: Wolf mit Schussverletzung aus Kanal geborgen

  1. Carpe Diem.. jetzt erst recht

    Hierzu gibt es eine Definition: Selbsthilfe ist die Durchsetzung oder Sicherung des (vermeintlichen) Rechts “auf eigene Faust”. Weiter bei WIKI:
    “Für eine Selbsthilfe spricht, wenn es keine übergeordnete Instanz gibt, diese ungerecht, parteiisch oder ineffektiv, insbesondere zu langsam ist oder die zugrunde liegende Rechtsordnung als rechtswidrig erscheint. Der Rechtsstaat versucht, Forderungen nach Selbsthilfe erst gar nicht aufkommen zu lassen oder sie zumindest , als um des Rechtsfriedens willen hinzunehmen, abzuwenden. ” Dann sollte die Legislative effektiv werden und in die Pötte kommen.

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  2. Ronbi

    Die Legislative sitzt aber in ihren Puschen im Schaukelstuhl und schnarcht gemütlich.
    Oder will sie gar nicht.
    Der Bürger wird schon Ruhe geben.
    Und Ruhe ist doch die erste Bürgerpflicht.

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    1. Standrecht

      §20 GG sagt aber auch: “Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.”

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  3. Zündelnerlaubt

    Wer illegal Wölfe schiesst bringt Jäger und legale Waffenbesitzer ebenso in Verruf wie die Irren die wahlos auf Leute schießen (egal welche Hautfarbe oder Herkunft)
    Die Leute im Rothaargebirge knallen auch nicht einfach so Wisente ab, zB.
    Eine verdammt bescheurte Idee.
    Hoffentlich wird der / die Schuldige/en erwischt

    (Für die bescheurte Entsorgungsmethode sollte es einen Extrastrafe geben)

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    1. Standrecht

      Wir spielen damit den Gegner der Jagd in die Hände, ohne Frage.
      Das “rechtlich richtige” ist nichts tun, auch klar. Was wird die Folge davon? Können wir mit (in letzter Konsequenz) Personenschäden leben?

      Wir sind doch schon so weit, das in einigen Gebieten kein Waschbär und Fuchs mehr bejagt wird, das “hoffentlich” Staupe und Räude sich um Großprädatoren kümmern.
      Auch nicht richtig und nur schwerlich Waidgerecht?!

      So stehen wir hier, die Waisen vom Fachwissen und Waidgerechtigkeit …

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    2. Carpe Diem.. jetzt erst recht

      Dieser Vergleich ist abwegig und unzulässig, den Wolf und den Mensch auf gleiche Stufe zu stellen. Die Unfähigkeit der Regierenden in den wolfsverseuchten Gebieten zwingt die alleingelassenen Tierhalter zum Handeln. Die in ständiger Angst lebenden Tierhalter sind demoralisiert, auch weil die vollmundigen Empfehlungen von NABU und Co. und Landessteuermittel für vermeintliche Schutzmaßnahmen wirkungslos bleiben. Ebenso unfähig ist die Frau Schulze, weil ihr jeglicher Mut fehlt, den von wem auch immer herbeigeführten höchsten Schutzstatus des Wolfes abzusenken. Also – welche Perspektive haben die Tierhalter? Bremsen Sie nicht wenn Sie mit dem Auto auf einen Baum zufahren – Zündelerlaubt?

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      1. Zündelnerlaubt

        Ich ziehe den Vergleich nicht sondern die Öffentlichkeit, insbesondere die Jagdgegner und deren Lobby, tun dies. Die unterscheiden in der Wertigkeit nicht zwischen Spatz und Kleinkind. Wenn wir spitzfindig werden wollen, verseuchen Krankheiten oder der Mensch mit Giften die Gebiete, aber ein Tier verseucht nix. Ich kann den Tierhaltern nichts raten, da ich der Materie zu fern bin, Herden bewachen o.ä. bedeutet einen Riesenaufwand das it mir klar. Über die Politik brauch man nicht reden, aber der deutsche Michel nutzt seine Möglichkeiten des legalen Handels nicht aus, oder glauben Sie, Carpe Diem… , dass eine solche Situation in Frankreich von den Tierhaltern unbeantwortet bliebe?
        Ich bleibe dabei, militante, radikale und illegale Mittel sind der Weg der Jagdgegner. Wer Tiere illegal eliminiert handelt verantwortungslos, in diesem Fall wohl auch noch grausam. Somit habe ich null Verständnis für Ihre Akzeptanz gegenüber solchen Straftaten.
        Der Wolf tut was er tun muss, er jagt, er frisst, er zeugt Nachwuchs und das ist sein Recht. Die bestände gehören reguliert und wichtiger die Tierhalter darf man nicht alleine lassen. Bleibt nur der Aufruf an die Tierhalter mal den französischen Weg zu gehen. Die sog. Tierechtler machen auch mit direkten und auch mal spektakulären Aktionen auf sich aufmerksam.
        Und unsere lieben Regierenden sind endlich aufgefordert zu agieren bevor dieses Land endgültig den Polemikern anheim fällt.

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  4. Ralf

    Wie weit soll das Ganze noch gehen oder ausgesessen werden?
    Die Kassiererin der Tankstelle meines Dorfes berichtete mir davon, dass ihr Mann vor einiger Zeit kreidebleich nach kurzer Zeit ins Haus zurückgekommen sei. Auf die Frage, was denn los gewesen sei, habe ihr Mann geantwortet, dass er soeben vor der Haustür auf einen Wolf gestoßen sei. Dieser habe seine Zähne gezeigt und geknurrt. Sie berichtete weiter, dass die Putzfrau der hiesigen Grundschule eines Morgens eine Begegnung mit einem Wolf gehabt habe.
    Auf meine Frage, warum das jeweils nicht gemeldet worden sei, antwortete sie mir, dass es ja nichts bringen würde. Keiner, auch nicht Jäger, würde es ernst nehmen.

    Na dann warten wir die erste Schädigung an einem Menschen halt ab. Ich hoffe nur, dass es keines meiner Kinder erwischt!
    In was für einer Welt leben wir eigentlich?

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    1. Zündelnerlaubt

      Aus Notstand, Nothilfe und Notwehr bzw. behördlich angeordnet, ist ein Wolf nicht zu töten und fertig. Selbstjustiz ist ein Weg in die Gesetzlosigkeit der unserer angekratzten Demokratie nur schadet, natürlich schadet das auch uns Jägern, weil unser Image ist ungerechtfertigter Weise auch nicht das Beste.
      So ein Faß Gülle hilft vielleicht, oder Kadaver an der richtigen Stelle? Leute seid kreativ und nehmt Abstand vor illegalen Aktionen!!!!

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