Niedersachsen: Wölfe verfolgen Radfahrerin

Eine Frau, die mit ihrem Labrador eine Fahrradtour in Altluneberg (Landkreis Cuxhaven) unternahm, ist von zwei Wölfen verfolgt worden. Einem Bericht auf nord24 zufolge machte die Frau eine Pause in der Nähe einer Weide. Als sie sich wieder auf ihr Fahrrad setzte, entdeckte sie die Wölfe im Wald. Die Wölfe erhoben sich in dem Moment, als sie wieder auf das Rad stieg. Laut fluchend und ihren Hund anfeuernd habe sie die Straße bis zum nächsten Gehöft im Renntempo zurückgelegt. Sie habe sich Sorgen um ihren Hund gemacht und große Angst gehabt, hinzufallen. Die Wölfe seien etwa 25 Meter neben ihr im Wald mitgelaufen. Nachdem die Frau sich auf dem Bauernhof in Sicherheit gebracht hatte, traute sie sich nicht mehr allein durch Wald und Wiesen nach Hause, so nord24. Die Bäuerin musste sie begleiten. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags auf nord24. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

19 Gedanken zu „Niedersachsen: Wölfe verfolgen Radfahrerin

  1. Stefan

    nebenher im Wald ist nicht verfolgen. wenn man panisch entgegen allen Ratschlägen vor einem Räuber davonrennt, kein Wunder.

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    1. K.J.

      Das Verhalten der Wölfe dürfte doch auffällig sein, wenn sie neben Menschen in einem so kurzen Anbstand von 25 m laufen. Die natürliche Scheu geht bei den uns in Deutschland lebenden Wölfen doch verloren. Oder etwa nicht, wenn solche Fälle geschieldert werden? Oder sollen die Menschen die das schildern etwa als Lügner dargestellt werden, ggf. noch beschimpf oder bedroht werden – sowie man es etwa mit den Nutztierhaltern in Freilandhaltung schon oftmals macht? Wenn dann die Presse oder Blogs darüber berichten werden diese dann auch noch als Lügenpresse bezeichnet? Auch gute Ratschläge kann man immer geben, wenn man selbst nicht betroffen ist. ARMES DEUTSCHLAND!

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      1. Lars

        Welche natürliche Scheu? Gibt es dafür wissenschaftliche Belege oder gar eine wissenschaftliche Definition? Sind es 5 Meter oder gar 504,03 Meter? Der Wolf ist genauso ein Kulturfolger wie Fuchs, Waschbär und Marder. Und er besiedelt die urbanen Räume ebenso wie den Wald und die Feldflur. In anderen Ländern akzeptiert man das und geht entsprechend suverän damit um. Nur in Deutschland will man wieder alles geregelt wissen und vor allem Sicherheit. Welch eine Illusion… ARMER STAMMTISCH!

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        1. Ralf K.

          @Lars:
          Der Wolf Kulturfolger? Ja klar. Wunschdenken oder Naivität? Ich würde es mir allerdings doch wünschen, dass Wölfe ausschließlich durch Ihren Vorgarten marschieren und Ihren Pfiffi verspeisen. Sie wollen ja sowieso keine Sicherheit. Ihre Haustür ist bestimmt auch nicht abgeschlossen und Ihre Wertgegenstände sind sicherlich an der Tür zugriffsbereit ausgebreitet, damit man nicht bei Ihnen ins Haus muss. Und an der Tür steht: “Alle willkommen- Treten Sie einfach ein”
          Könnte wetten, dass Sie im Mehrfamilienhaus oder Hochhaus wohnen.
          Verarschen kann ich mich alleine. Dafür brauche ich Sie nicht!

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          1. Lars

            Dass der Wolf ein Kulturfolger ist, ist wissenschaftlich unumstritten. Nicht einmal der DJV zweifelt das an. Wie bereits schon früher an dieser Stelle mehrfach erwähnt haben wir den Wolf keine fünf Kilometer weiter in einem Nachbarrevier nachgewiesen. Und tatsächlich wohne ich in einem Mehrfamilienhaus (zwei Familien, wahnsinn…) in einem kleinen Kaff mit ~310 Einwohnern in einem Dorf zwischen Rhein und Nürburgring. Hier muss man die Tür tatsächlich nicht abschließen.

  2. Ralf K.

    Ob das normales oder unnormales Verhalten bei Wölfen ist, ist unwesentlich. Es stellt aber in jedem Fall eine Gefahr dar, oder nicht!?

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    1. Lars

      Ja, und? Das ist doch wohl nicht schlimm? Es gibt weder ein Recht auf (absolute) Sicherheit, noch ein Recht auf einen (natürlichen) Tod durch Altersschwäche. Mir kommt es vor als ob 60 Prozent der deutschen Bevölkerung vollkommen Paranoid ist. Egal ob Wolf, Einbrüche, U-Bahn-Schläger, Anschläge, Flüchtlinge, illegale Zuwanderung, oder sonstiger Schwachfug. Lebt doch einfach und habt Spaß. Wenn es vorbei ist, ist es halt vorbei.

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      1. Ralf K.

        Lars, ich finde beängstigend, dass es Menschen wie Sie gibt! Sie wollen uns ernsthaft erklären, dass es kein Recht auf Sicherheit gibt? Weshalb ist der Staat dann zur Gefahrenabwehr VERPFLICHTET?

        Dann können wir uns z.B. §1 Abs. 1 Nds.SOG ja streichen!
        (Aufgaben der Verwaltungsbehörden und der Polizei
        (1) 1 Die Verwaltungsbehörden und die Polizei haben gemeinsam die Aufgabe der Gefahrenabwehr. 2 Sie treffen hierbei auch Vorbereitungen, um künftige Gefahren abwehren zu können. ….)

        Ich hoffe nur, dass Sie nie Verantwortung für andere Menschen übertragen bekommen!

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        1. A.K.

          Da kann man Ralf K. nur zustimmen. Aber es macht uns doch in Deutschland deutlich, mit was für Vögeln wir es hier auch oftmals zu tun haben.
          Da möchten sich diese doch den Menschen gegenüber als hochgebildet hinstellen und auch noch mit ihren dummen Sprüchen diese belehren.
          Die Leser der Kommentare merken es hoffentlicht auch immer!

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        2. Lars

          Ich hatte an derer Stelle bereits auf einen Interview mit Sabine Leutheusser-Schnarrenberger aufmerksam gemacht, das sich u. a. mit unserem Grundgesetz beschäftigt, welches Verfassungsrechtlich ein Abwehrrecht des Bürgers gegen den Staat und seine Gewalten ist. Und dort findet sich eben kein Recht auf Sicherheit. Im Gegenteil: Sie sagt “Wer ein Grundrecht auf Sicherheit fordert, leistet einem autoritären Schutzstaat Vorschub” – und das mache ich mir voll zu eigen.
          Leider gibt man unsere Freiheit der Sicherheit hin und befindet sich mit Deutschland gerade auf dem Weg hin zu einer “Systemisch demokratischen Grundordnung” bzw. einer “Sicherheitsfanatischen demokratischen Grundordnung” in der niemandem niemals etwas passieren kann. Adenauers wohl berühmtester Ausspruch lautete “Wir wählen die Freiheit!” und NICHT “Wir wählen die Sicherheit!”. Und Freiheit bedeutet nun einmal dass jemand anderes immer die Möglichkeit hat mir selbst Schaden zuzufügen. Die Konservative Bedrohungsparanoia ist für mich mittlerweile schlimmer zu ertragen als das linke Candylandgejammer.

          Liberale Grüße!

          Interview mit Sabine Leutheusser-Schnarrenberger:
          https://www.novo-argumente.com/artikel/wer_ein_grundrecht_auf_sicherheit_fordert_leistet_einem_autoritaeren_schutz

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          1. Ralf K.

            Na, wenn Sie so “liberal” sind, dann dürften Sie doch nichts gegen den Abschuss der Wölfe haben, oder!? Der Staat sorgt sicher demnächst für diese “Freiheit”!
            Dann ist endlich schluss mit diesem rot-grün-Politik-Mist!

          2. Lars

            Warum sollte ich etwas gegen den Abschuss der Wölfe haben? Das habe ich nie behauptet. Ich habe lediglich ein nicht unerhebliches Problem damit wenn Meinungen auf Bauchgefühl, Glauben und Vermutungen beruhen – und eben nicht auf wissenschaftlich fundierten Tatsachen. Und wenn es zwei Dinge gibt die zumindest in der deutschen Jägerschaft mehr emotional als sachlich geführt werden, dann ist die Diskussion um den Wolf. Und um bleifreie Munition.
            Es ist für Gesamtheit aller in der Öffentlichkeit kritisch gesehenen Fachleute (Jäger) einfach schlecht wenn ein gutes Drittel einfach nur emotional verklärtes Mimimi verbreitet, statt einfach nur faktenbasiert, nüchtern und sachlich zu diskutieren. Vor allem aber ergebnisoffen und zum Wohle aller auch Nachteile für sich in kauf zu nehmen. Im Jagdfunk gab es die Anregung (von wissenschaftlicher Seite!) die Diskussion um den Wolf mit dem Rotwild zu verbinden. Wer den Wolf bundesweit will muss auch dessen Hauptnahrungsquelle – nämlich das Rotwild – bundesweit nehmen. Die Viehwirte würden sich freuen.

  3. Paul

    die Wölfe sind ;vermutlich, nicht ihr sondern ihrem Hund hinterhergelaufen. Trotzdem sehe ich eine Gefahr für den Menschen in solchen Situationen . Wenn werden die Verantwortlichen endlich(etwas) klüger) und erlauben es, dem Wolf zu “teigen”, das Menschennähe auch für ihn t ö d l i c h sein Kann. Es wäre soooo.. einfach u n d w i r k u n g s v o l l

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  4. Ralf K.

    OK. Die Zeit für den nachfolgenden Text nehme ich mir! Es erscheint mir wesentlich, mich für die Jagd einzusetzen, weil sie für mich Teil unserer Kultur ist, die es zu erhalten gilt. Ich bin für vieles offen. Einige Dinge aber laufen derzeit “quer”. Darüber gilt es auszuführen.

    Wir wollen, meine ich, nicht so tief in die Psychologie einsteigen, oder? Aber: Bauchgefühl beruht auf bisher gemachten Erfahrungen und auch auf Logik. Wenn man 1 und 1 nach bisher gemachten Erfahrungen (alles, was man erfahren hat) zusammenzählen kann, dann kommt man auch zu der logischen Entscheidung, dass lernfähige Wölfe aufgrund ihrer Klassischen Konditionierung durchaus auch für uns Menschen (zunächst alte Menschen und Kinder- der Wolf kann bei potenzieller Beute genau sondieren, sagt die Wissenschaft) definitiv zur Gefahr werden. Ich persönlich möchte keines meiner Kinder opfern. Ich möchte aber genausowenig, dass irgendein anderes Menschenkind in der Zukunft vom Wolf gerissen wird. Das wird sich aber so zutragen, wenn Politiker aus dem Lager von BUND und NABU (z.B. ex-NABU-Vorsitzender Flabarth, jetzt Umweltstaatssekretär Flasbarth, der “umsetzt, was er füher nur fordern konnte”) die Politik diesbezüglich in die eingeschlagene Richtung weiterlaufen lassen.
    Ich finde diese Politik unverantwortlich.
    Bei allem Respekt: ich finde mich NICHT mit einem “Restrisiko” ab!

    Bezogen auf sauteure, bleifreie Munition sehe ich ebenso ein gewisses Politikum. Meine Waffen sind auf bleifrei umgestellt. Allerdings muss man doch deutlich längere Fluchtstrecken feststellen, als bei der konventionellen Munition. Stücke, die mit guten Schüssen bislang mit bleihaltiger Munition im Feuer lagen, laufen nun weiter, als tierschutzrechtlich (für mich ist weidgerecht gleich tierschutzgerecht) und eigentlich auch im Sinne der beabsichtigten nachfolgenden Verwertung des Fleisches, eigentlich vertretbar. Und machen wir uns nichts vor: Gewebe des Schusskanals kam nicht in díe Verwertung. Somit war für den Verzehr bestimmtes Wildfleisch auch mit nicht mehr Blei kontaminiert als es ein Apfel war. Aber gut- ich habe mich diesbezüglich angepasst.

    Zusammengefasst drängt sich mir der Gedanke auf, dass die Jagd erschwert oder nach Möglichkeit unattraktiv, am Besten abgeschafft werden soll. Weshalb sonst versuchen gewisse linkspolitische Richtungen (hierzu zähle ich auch Teile der Grünen, Stichwort “Verbotsmentalität”), legalen Waffenbesitzern das Leben immer noch ein Stückchen schwerer zu machen, als es so schon ist. Nach objektiven Gesichtspunkten erschließt sich mir das nicht. Unser Waffengesetz sucht seinesgleichen. Die Welt wundert sich und fragt sich, ob die Deutschen wirklich so gefährlich sind, dass man solch drastische Regelungen treffen muss. Hierzu auch
    https://www.jawina.de/waffenrecht-symbol-des-vertrauens-zwischen-staat-und-buergern/

    Ich frage mich, warum wird den Jägern in Deutschland ein Knüppel nach dem Anderen zwischen die Beine geworfen? Das ist nicht normal!

    Folgende Behauptung stelle ich auf:
    Jäger in Deutschland passen sich gut der Natur an. In der Jagd der Gegenwart in Deutschland wird kein Tier ausgerottet. Auch bezogen auf die Wölfe und die damit aufgekommene Diskussion bezüglich der Abschüsse behaupte ich, dass Jäger selbst nach der Bestandesdichte entscheiden könnten, ob und wieviel Wild (auch der Wolf ist für mich Wild) erlegt werden kann. Sind nicht genügend Hasen oder Rebhühner da, dann wird der verbliebene Rest nicht geschossen und mehr auf die Entnahme der Prädatoren geachtet. Das können Jäger sehrwohl selbst feststellen und entscheiden.

    Wolfbezug: Aktion-Reaktion. Geht ein Wolf zu Schaden bei Weidetieren, so kann ein Jäger reagieren und Vergrämungsabschüsse durchführen. Auch ohne spezielle “Entscheider”. Wie lange noch soll dieses Politikum bezogen auf die Wölfe noch aufrechterhalten bleiben?

    @Politik: Geben Sie den Jägern mehr Verantwortung und Entscheidungsfreiheit!

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  5. A. K.

    Da kann ich Ralf K. nur zustimmen. Wie wir in in Deutschland mit dem Thema Bestandsdichte von Wölfen gerade umgehen, kann man in den Kommentaren zu dem Artikel “ONLINE – PETITION gegen Wölfe” lesen. Ach was haben wir da doch in Deutschland für “Fachleute” und “Menschenkenner” !

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