Niedersachsen: Wölfe töten 23 Stück Damwild in Gatter

Landesbauernverband Brandenburg: Wolf “Existenzbedrohung für Weidehalter”

In Brockhimbergen (Landkreis Uelzen) sind Wölfe in ein Damwildgatter “gleich neben den Wohnhäusern” eingedrungen und haben 20 Tiere getötet. Drei weitere wurden so schwer verletzt, dass sie später erschossen werden mussten. “Bestürzt” zeigten sich Nachbarn, Jäger und andere Weidetierhalter, schreibt die az-online (siehe Link). Ein Alptraum sei wahr geworden, sagte der Leiter des Hegerings Himbergen der Zeitung. Anscheinend haben die Wölfe sich unter dem “mannshohen Zaun” durchgegraben. Der NDR hat derweil den wahren Schuldigen ermittelt: Die Haltungsbedingungen hätten “die blutige Attacke ermöglicht”, das Damwild habe “verzweifelt zu fliehen versucht, konnte aber wegen der Umzäunung nicht entkommen.” Der zuständige Wolfsberater hat den Schaden aufgenommen und DNA-Proben entnommen, die zur Zeit untersucht werden. Er geht dem NDR zufolge aufgrund des Schadensbilds von einem Wolfsangriff aus.

Wurden 2015 in Brandenburg noch 97 Wolfsangriffe offiziell gemeldet, so liegt die Zahl in 2016 bereits bei 174 getöteten Nutztieren. Angesichtes dieser Entwicklung, die Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbands Brandenburg (LBV) auf den “jährlichen Anstieg der Wolfspopulation in Brandenburg um 30 %” zurückführt, forderte Wendorff von der Landesregierung “vollständige Kostenübernahme für den Schutz der Tiere und die Begleichung aller wolfsbedingten Schäden”, wie raiffeisen.com berichtet.

Wenn nur jeder zweite an die Landesverwaltung gemeldete Schadensfall entschädigt werde und dann auch nur zu 80 % des Wertes, entziehe man den Tierhaltern langsam aber sicher die Existenzgrundlage, erklärte der LBV-Präsident.

Beitragsbild: Damwild, tot. (Symbolbild). Foto: SE

3 Gedanken zu „Niedersachsen: Wölfe töten 23 Stück Damwild in Gatter

  1. Joachim Orbach

    Wenn den Tierhaltern in der Freilandhaltung die Existensgrundlage entzogen wird, sollte sich doch jeder vernüftige Bürger einmal fragen: Wie soll das so weitergehen? Die Politik ist gefordert!

    Antworten
  2. Paul

    so makaber es klingt; die Jäger brauchen sich (eigentlich) in punkto “Wolfsabschuß ( BestandsREGELUNG ) nur zurücklehnen und a b z u w a r t e n . Es ist so sicher wie das AMEN in der Kirche, das man sie in absehbarer Zeit ( offiziell) dazu a u f f o r d e r n wird, in Fragen der Bestandsregelung zu HANDELN !! HEISS sind die Jäger darauf bestimmt NICHT >> aber die NOTWENDIGKEIT ist u n ü b e r s e h b a r : JEDE WETTE, das es so kommt …. !!!

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.