Niedersachsen: Waldarbeiter gebissen – Verdacht auf Wolf

Update: Meldung aktualisiert

In Steinfeld, einem Ortsteil der Gemeinde Tarmstedt im niedersächsischen Landkreis Rotenburg ist ein Waldarbeiter von einem “Tier” gebissen worden. Es besteht der Verdacht, dass es sich um einen Wolf handelt. Ein Sprecher der Polizei bestätigte den Vorfall gegenüber JAWINA. Demnach hat der Gemeindemitarbeiter am Friedhof bestimmte Arbeiten ausgeführt. Er kniete, als er hinter sich eine Bewegung bemerkte. Der Mann gab an, vier Wölfe gesehen zu haben, einer habe ihn gebissen und leicht an Arm oder Hand verletzt. Die anderen drei beobachteten die Szene. Es gelang ihm, die Tiere zu verscheuchen. Daraufhin fuhr er zum Arzt und ließ die Wunde behandeln. Es wurde ein Abstrich für eine DNA-Untersuchung genommen, deren Ergebnis noch nicht feststeht. SE

Inzwischen ist einer Polizeimeldung zu dem Vorfall erschienen, die wir im Wortlaut wiedergeben:

Gemeindearbeiter durch Wolf verletzt

Steinfeld/Tarmstedt. Am Dienstagvormittag ist ein 55-jähriger Arbeiter der Gemeinde Bülstedt im Landkreis Rotenburg während der Pflege der Grünanlage am Friedhof in Steinfeld von einem Wolf gebissen worden. Der Mann habe während seiner Arbeiten am Zaun gekniet und mit seiner Hand nach hinten gefasst. Plötzlich stellte er fest, dass sie scheinbar von hinten gehalten wurde. Er blickte sich um und erkannte einen Wolf, der nach seiner Hand geschnappt hatte. Drei weitere Wölfe eines Rudels hätten die Aktion mit etwas Abstand beobachtet. Der 55-Jährige habe sich befreien und die Wölfe vertreiben können. Später habe sich der Mann mit leichten Verletzungen an seiner Hand in ärztliche Behandlung begeben.

Beitragsbild: Schlafender Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Die Red. dankt JAWINA-Leser NoS für den Hinweis!

10 Gedanken zu „Niedersachsen: Waldarbeiter gebissen – Verdacht auf Wolf

  1. mikka

    Ergebnis der DNA-Analyse: es handelte sich eindeutig um menschliches Blut, was den Verdacht der Menschattacke verhärtet und somit ein Übergriff auf den Wolf nicht auszuschließen ist. In so weit er alle nötigen Schutzvorrichtungen gegen menschliche Übergriffe erfüllt hat (mind. hüfthohes Warnband, eine Ampel an jedem Waldzugang sowie Einsatz von mindestens zwei Rudelschutzschafen), wird geprüft ob der geschädigte Wolf nun Schadensersatz geltend machen kann.

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  2. JB

    Hallo mikka,
    habe noch nie einen solchen Scheiß gelesen.
    Die Sache ist viel zu ernst als das man sich darüber lustig macht. Erst mal abwarten dann kann man sich äußern.

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  3. UT

    Hey, JB! Und ich hätte mir gewünscht, dass der Beitrag erst dann veröffentlcht wird, wenn der Nachweis erbracht ist, WER gebissen hat. Eine weitere Panikmache vor dem “Ungeheuer Wolf” ist doch volllkommen kontraproduktiv.

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    1. Ralf

      Nüchtern betrachtet:
      ein Tier hat einen Menschen Gebissen. Drei weitere Tiere schauten zu. Das könnte einen Lerneffekt auf diese drei und natürlich auf das beißende Tier gehabt haben.
      Man kann es drehen und wenden, wie man will:
      egal ob Hund, Wolf oder Wolf-Hund-Hybrid- das Tier/die Tiere sind ohne “wenn und aber” zu töten. Alleine aufgrund der Rechtssicherheit und zu Vermeidung von unnötigem Bürokratismus und Vermeidung von Strafklageverbrauch sollten Wölfe deshalb ins Jagdrecht.

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    1. Anko

      Die vier Wölfe sind gerade dabei, genau das zu erkunden. Nächstes mal stellen sie sich cleverer an, sie sind ja lernwillig und lernfähig.

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  4. Anko

    An anderer Stelle (Focus) war zu lesen, der attackierte Gemeindearbeiter habe dem von ihm so genannten Wolf mit dem Hammer eins übergezogen und diesen auch verletzt:

    Wurde schon routinemäßig ein Strafverfahren eingeleitet? Die Verletzungshandlung gegenüber dem als mutmaßlichem Wolf streng-stens geschützen Tier hat er ja offenbar selbst eingeraumt, ebenso den Verletzungserfolg. Dass es sich dabei um eine Verteidigungshandlung gehandelt haben soll, ist zwar von ihm behauptet, aber mangels Zeugen unbewiesen und to-tal unwahrscheinlich aufgrund der sprichwörtlichen Scheue des Wolfs, der doch ganzganzgewiss nur Menschen fasst, wenn er von diesen in höchste Not gebracht wird. Oder so …

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  5. mikka

    Herrlich! Es hat 15 Sunden und 9 Minuten gedauert, bis auch hier die Frage aufgeworfen wird, ob nicht vielleicht doch der Mensch der Aggressor war… w.z.b.w. (siehe ersten Kommentar).
    Wer mit jungen Hunden Umgang hat, kennt die Szenerie: macht man sich kleiner als sie, nehmen sie die Spielaufforderung an… Wenn es der Wolf ernst gemeint hätte, wäre nicht nur ein Arm betroffen, und die anderen “Jungwölfe” hätten auch nicht nur zugeschaut.

    Ernst ist die Scheulosigkeit !!! Aber wie sollen es die Wölfe auch lernen (bitte nicht antworten, IRONIE!)

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