Niedersachsen: Schon wieder Pferd von Wölfen gerissen

BEITRAG AKTUALISIERT. Wenige Tage, nachdem Wölfe ein Fohlen bei Rethem gerissen haben (JAWINA berichtete), ist auf einem Reiterhof im Cuxland vermutlich erneut ein Pferd von Wölfen gerissen worden. Nach Recherchen von JAWINA handelt es sich um einen 23 Jahre alten Islandpferde-Wallach. Das Pferd stand auf einer ca. vier Hektar großen Weide zusammen mit sieben weiteren Isis. Das Pferd war gesund und fit und hatte keine Handicaps. “Was ihm zum Verhängnis wurde war wohl, dass er eher einzelgängerisch war und sich vom Rest der kleinen Herde meist abseits hielt”, berichtet ein mit der Situation auf dem Reiterhof Vertrauter gegenüber JAWINA. Das ausgewachsene Pferd sei von den Wölfen in einen Graben getrieben und dort praktisch bei lebendigem Leib aufgefressen worden. Tierarzt und Wolfsbeauftragter haben DNA-Proben genommen. Die “Spurenlage” sei jedoch sehr schlecht, weil der Kadaver schon längere Zeit in dem Wassergraben lag und daher keine Bissverletzungen (mehr) nachgewiesen werden konnten. Insofern bleibt abzuwarten, ob die DNA-Untersuchung diesmal ein eindeutiges Ergebnis liefert. Zwei Tage vor dem Wolfsriss sollen in der Gegend Wölfe im Bereich einer Straße gesehen worden sein. SE

Beitragsbild: Wolfsfutter? Islandpferd mit Fohlen. Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leserin JC für den Hinweis!

42 Gedanken zu „Niedersachsen: Schon wieder Pferd von Wölfen gerissen

  1. Kerstin Bochynek

    Langsam reicht es mit den Wölfen.
    Jetzt muss endlich gehandelt werden .
    Ich selber habe Tiere und man sieht sie aufwachsen ,Sie gehören zur Familie .Ständig werden irgendwelche Ausreden gefunden ,immer sind die Halter Schuld . Was für Steuergelder für den Schutz dieser Tiere verschwendet werden .Was wird für die Geschädigten getan .

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  2. A.Wolf

    Dann sollte man seine Tiere nachts im Stall halten.Der Wolf gehört genauso hierher wie alle anderen Tiere auch.Und Hunger hat er nun mal auch.Wir Menschen essen auch Fleisch und töten grausam,wo ist der Unterschied ? Außer das wir ohne Fleisch leben können,der Wolf nicht.

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    1. Christoph Gohde

      Leider beschränken sich die Wölfe nicht auf die Nachtzeit sondern jagen auch bei Tageslicht. Um Weidetiere die wir denke ich alle in unserer Landschaft haben möchten sicher zu schützen reichen in den meisten Fällen auch die so genannten Wolfssicheren Zäune nicht aus… Wenn wir nicht wollen das unsere Landschaft durch Zaunanlagen ähnlich der ehemaligen Zonengrenze zerschnitten wird und sich niemand mehr frei in der Landschaft bewegen kann, MUSS der wolf bejagd und reguliert werden. Einen anderen Weg gibt es nicht! Alle! Unsere Nachbarländer machen uns das vor… Teils unter vorgehaltener Hand teils offiziell gegen den Willen der EU.
      Ich persönlich könnte nicht ohne Fleisch leben wie viele andere Menschen auch…. Und die Wölfe verletzen viel Wild ohne es zu töten, hetzen und töten langsam und grausam. … Der Mensch hingehen schnell und nach Tierschutzgedanken…

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      1. Inga

        Wenn du denkst, dass der Mensch schnell und nach Tierschutzgedanken tötet, dann gehst du mit geschlossenen Augen durch die Welt. Die Tiere sind oft unzureichend betäubt, abgesehen von dem Transport quer durch die EU.
        Die Jäger sind auch nicht gerade für schnelles Töten bekannt. Tiere werden angeschossen und verenden elendig usw, usw.
        Der Mensch ist in meinen Augen das schlimmere Raubtier.

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        1. Keule

          Jäger sind auch nicht gerade für schnelles Töten bekannt? Keine Ahnung, aber davon viel. Die meisten von Jägern erlegten Tiere hören den Knall nicht. Einen schnelleren Tod gibt es nicht.

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          1. Titus von Unhold

            Solange auf das Blatt geschossen wird um die Kammer zu treffen statt das ZNS mit dem Küchenschuss zu erlegen, tritt der Tod zwar innerhalb weniger Sekunden bis Minuten ein, aber eben nicht unverzüglich. So ehrlich sollte man sich schon machen.

      2. Brettschneider

        Schauen Sie sich doch im Internet ein paar Jagd Videos an. Sie werden staunen wie viele angeschlossene Tiere jämmerlich sterben.
        Was der Wolf einmal hat Tötet er so schnell wie möglich um nicht selbst verletzt zu werden.

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      3. Hennig

        Guten Abend,
        ich möchte mich hier nicht zum Wolf, sondern zu Ihrem letzten Satz äußern. “Der Mensch hingegen schnell und nach Tierschutz Gedanken…”
        Wollen Sie uns hier veräppeln???
        Der Mensch als angeblich zivilisierte, intelligente und weit entwickelte Spezies ist ganz sicher die Grausamste aller Arten! Wir Menschen hätten, im Gegensatz zu einem triebgesteuerten Tier die Möglichkeit human zu töten. Aber es interessiert quasi keinen. Profit und was auch immer ist der Menschlichkeit nahezu immer übergeordnet!
        Warum sonst gibt es Schlachthäuser in Deutschland, wo Kühe bei Bewusstsein aufgeschlitzt werden; warum müssen diese “halal” geschlachteten Tiere so furchtbar leiden (Augen ausstechen, Bein brechen beim Transport,…), warum werden Hunde und Pelztiete so grauenvoll gequält bis sie totgeschlagen werden, wenn sie denn nicht lebendig gehäutet werden……
        So viel zum Menschen mit Tierschutz Gedanken!

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    2. Ewe

      So einen Kommentar kann nur jemand schreiben, der von Tieren keine Ahnung hat. Wenn Fuchs oder Wolf Hunger haben, halten die sich nicht an irgendwelche Zeiten. Genauso wie jetzt ach mehrfach bewiesen wurde, dass 1,60 Zäune selbst mit Untergrabschutz nix bringen. Wenn er Hunger hat, springt der Wolf eben doch.

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    3. Tim van Acken

      Du hast doch so [Kommentar gekürzt, Netiquette beachten, admin.]. Er gehört nicht in diesen Biotop.
      Zu eng, zuviel Bevölkerung auf zu wenig Raum.
      Er fressen was er will, [s.o., admin…].
      Aber in den Karpaten oder Sibirien.

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    4. Andra Winter

      Ach ja….die Tiere nachts in den Stall. Offenstall- und Weidehaltung ist aber die natürlichste Form der Tierhaltung und viele Besitzer haben keine geschlossenen Ställe mehr. Sollen die jetzt alle ihre Tiere nachts einsperren, nur damit Wölfe ungehindert ihr Unwesen treiben können? Mit welchem Recht?
      Früher….klar, da gab es auch freilebende Wölfe….und die wurden erlegt, sobald sie sich in die Nähe von Menschen, ihren Wohnorten und ihren Tieren begeben haben. Heute darf man ja nicht mal mit Steinen werfen, um seine Tiere zu verteidigen.
      Abgesehen davon:
      Wölfe jagen und reißen auch bei Tag…..also einfach keine Weidetiere mehr und freie Fahrt für Wölfe?
      Ganz sicher nicht.

      Wo soll denn dann die Biomilch, das Biofleisch etc. herkommen? Bio bedeutet, die Tiere leben artgerecht und das ist für Weidetiere eben draußen.

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    5. Andrea Seiler

      Wie DU tötest bzw wie grausam DU tötest, kann ich schwerlich einschätzen. Aber Du wirst es ja wissen.
      In Zeiten von Tierwohl darf man von ordentlicher Betäubung beim Schlachthof ausgehen. An Tierwohl-Vorschriften halten die Wölfe sich nicht. Kommt ein Tier zu Fall oder kann aus anderen Gründen nicht weiter, wird gefressen. Da werden ungeborene Jungtiere aus lebenden Müttern herausgezerrt. Mitsamt den Innereien. Aber DU kannst es noch grausamer?

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  3. Kr.-Itisch

    Herr oder Frau Wolf,
    Wer sagt dass der Wolf hierher gehört, außer einige ziemlich verbrämte, selbst ernannte Tierschützer. Der Wolf hat in unserer Kulturlandschaft nichts verloren. Das ist nicht seine Natur, er schadet sich nur selbst. Hier in Deutschland gibt es überhaupt nicht genug unbewohnte Fläche die der Wolf zum Leben braucht. Was sagen Sie, wenn es zum ersten ernsthaften Konflikt zwischen Wolf und Mensch kommt. Und bitte erzählen Sie nicht dass dies nicht vorkommen wird, weil der Wolf einen natürlichen Abstand zum Menschen hat. Dass dies nicht der Fall ist sieht man deutlich bei entsprechenden Konflikten in Kanada oder in anderen Ländern. Hier ist es, bei dem jetzigen Umgang mit dem Wolf, nur noch eine Frage der Zeit.

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  4. J. Brütt

    Wölfe sind Raubtiere und gehören nicht in dicht besiedelte Gebiete…. genauso wenig wie Haie oder Krokodile ins Steinhuder Meer.
    Wenn eine Wildschweinrotte einen Spieplatz o. ein Fußballfeld umpflügt, ist der Bürgerprotest weitaus größer, als bei einem Wolfsriss.

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  5. A. Kleinschmidt

    Wo ist der Unterschied, ob ein Schaf……vom Wolf gerissen wird oder der Wolf evtl. entnommen werden muss, da er nicht nur ein Tier tötet, um satt zu werden! Ist der Wolf etwas Besseres?? Muss erst ein Mensch ums Leben kommen, bevor ein Umdenken passiert? Ich selbe (wohne in NRW) würde nicht mehr entspannt mit meinem Hund durch den Wald gehen, wenn dort Wolfsrudel ansässig wären.

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    1. Brettschneider

      Ich bin set Jahren mit meinem Hund beinahe Täglich im Wolfsrevier unterwegs und bekomme vielleicht ein bis zwei mal im Jahr mit dem Fernglas einen Wolf für ein paar Sekunden zu sehen.
      Freuen Sie sich einen Wolf zu sehen, es könnte das erste und letzte mal sein.

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      1. Andrea Seiler

        @ Brettschneider- wenn ich hier einen bei unseren Tieren sehen sollte, wird es das erste und dessen letztes Mal sein. Mit Freude hat das nicht zu tun. Was gibt’s denn da zu freuen? Wenn der nicht abzwitschert, wenn einer von uns mit Knüppel oder Mistforke hinzukommt, dann kriegt er das Licht aus.

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  6. Catherine von Heeren

    ich lebe in Portugal – hier in der Extremadura und auch im Alentejo gibt es seit Jahrhunderten Wölfe … und Nutztiere – wobei Pferd heutzutage Hobby und Freizeit ist denn ihr nutzt es nicht zum Pflügen euerer Felder, spannt es nicht vor euere Lastwagen und reitet weder täglich darauf zur Arbeit noch in den Urlaub – soviel zum NUTZEN – WOLF ist also genau so nützlich oder unnütz wie PFERD – Wir hatten 2 davon und ein Fohlen, Schafe Ziegen Kaninchen Hühner Enten und ein Paar Pfauen dazu 5 Katzen eine Border Collie – also kein sehr großer Hund – einen Irish Wolfhound und einen HSH Serra Estrela Mountain Dog- wir haben kein einziges unserer Tiere am Wölfe verloren und meine Nachbarn , Schäfer und Bauern, haben auch kaum Verluste – unsere Tiere sind das ganze Jahr über draußen denn Winter gibt’s kaum … ABER !!! unsere Herden wandern und werden IMMER von Hirten und Hunden begleitet. hier gibt’s keine Zuschüsse für Zäune – und wer wollte die auch abends auf – und morgens ständig wieder abbauen? – es gibt auch keine Entschädigung denn wer sein Eigentum nicht schützen kann wird dafür nicht noch vom Staat bezahlt … und es gibt nach all den Jahrhunderten auch keine Berichte über gefressene Kinder oder Großmütter ! kommt mir ein Wolf zu nahe mache ich einen Riesen Lärm – reicht das nicht geht bei uns der erste Schuß in die Luft , der zweite wird gezielt gesetzt –
    ich agm bin froh dass ich diese Hysterie in D nicht miterleben muss und auch nicht das gegenseitige beleidigen, bedrohen und alle weiteren nicht mehr normalen Aktionen –
    Wolf ist wieder da – genauso wie Luchs , Wisent und eventuell auch in Zukunft irgendwann der Bär- ihr könnt nicht alles abknallen und müsst euch damit arrangieren und damit leben – genauso wie es die Menschen hier seit Hunderten von Jahren machen

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    1. Ralf

      Auch wenn Sie es nicht wahrhaben wollen oder können- die Menschen wissen sich, egal ob legal oder illegal, zu helfen. Das ist in ALLEN Wolfländern so. Nur weil sie es nicht mitbekommen muss es nicht heißen, dass die Menschen sich alles gefallen lassen. Wenn Ihnen ein Schaf nach dem anderen weggefressen wird, würden auch Sie reagieren! Für blöd können Sie andere verkaufen!
      Aber leben Sie ruhig weiter in ihrer Traumwelt (wenn’s überhaupt so ist, wie sie schildern…).

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    2. Michaela

      In Portugal dürft ihr somit “auffällige” Wölfe, die zu nahe kommen, auch schießen. In Deutschland muss man praktisch dabei zuschauen, wie die Wölfe dem Menschen und den Höfen nahe kommen. DAS ist das Problem. Der Wolf lernt, dass er gefahrlos jagen kann – wo und wann er will. Auch Wildtiere lernen mit Erfolg und Misserfolg…

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  7. Ronbi

    Wie wäre es mit dem Waffengesetz von Alaska oder Texas.
    Oder eben nur einem großen Kännchen Pfefferspray.
    Oder Multicoptern mit Wärmebildkamera, damit man einmal genauer weiß, welches Wild wo und wieviel.

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  8. Ulrike THiel

    Es wurde der Text des Artikels verändert und vermeldet das Pferd habe zu lange für brauchbare Spuren im Wasser gelegen. Auch wurde herasugenmmen dass vom Monitoring die RIscharakteristik dem Wolf zuordenbar wäre. Was ist der genaue Grund für diese Anpassung?

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    1. admin Beitragsautor

      Der nach den Aussagen einer “mit der Situation auf dem Reiterhof vertrauten” Person verfasste Beitrag wurde präzisiert, nachdem es uns am frühen Nachmittag nach zahlreichen Versuchen endlich gelungen war, eine Sprecherin des NLWKN zu erreichen, die Zugriff auf die Akte hat.

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        1. admin Beitragsautor

          Tierärzte dürfen nichts sagen (ohne vom Besitzer autorisiert worden zu sein), die Besitzer wollen – trotz aller Empörung und Betroffenheit – sehr oft nichts sagen und keine Bilder herausgeben, weil sie massiv bedroht und eingeschüchtert werden. Deshalb warnen die Wolfsbeauftragten mittlerweile davor, mit der Presse zu sprechen, was dann als weitere Drohung aufgefasst/missverstanden wird. Traurig, aber wahr. Mehr dazu demnächst.

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          1. Ulrike THiel

            Ich persönlich würde es begrüssen wenn man sowohl beim Besitzer, dem herzugezogenen Tierarzt und dem Wolfsberater recherchiert hatte. So wird mehr oder weniger suggeriert dass der Besitzer schuld ist ohne dass er sich rechtfertigen kann. Ausserdem gibt es einen interessanten Erlass was Wolfsberater betrifft……….lautend: ……..Vor allem bei den von den Raubtieren verursachten Schäden sollen die ehrenamtlichen Helfer tunlichst schweigen. Eine „Vorwegnahme der Verursacherschaft sowie deren Wahrscheinlichkeit“ sei zu unterlassen. „Im Fall eines Nutztierrisses beschränken Sie Ihre Aussagen gegenüber Dritten und Medien auf die aufgenommenen Fakten und vermeiden persönliche Meinungen und Interpretationen.“……. Es wurde jetzt in der Presse lanziert dass der Wolfsberater gesagt hätte “Mit R:ucksicht auf den Besitzer wolle er sich zwar nicht äussern, aber er sähe keinen Grund für eine Wolfsattacke” Alles sehr eigenartig. Korrekte Recherche und Journalistmus wäre beide Seiten zu dem Vorfall zu befragen. Damit meine ich nicht nur Jawina sondern auch die nun in der Regionalpresse erschienene Nachricht. Es schient nämlch schon mehrfach vogekommen zu sein, dass beim Tod von Pferden etwa der Fuchs dafür verantwortlich gemacht wurde, weil er “Nachnutzer”war, allerdings hätte es zig Füchse bedurft um das damals getötete Fohlen soweit auf zu fressen, wie das damals geschehen war. Und da gibt es noch mehr Berichte von Besitzern, die sich darüber beklagen, dass Wolfsbeauftragte gerade im Fall von toten Pferden zu nicht nachvolllziehbare Schlussfolgerungen kommen und es schwer überprüfbar ist, da keine Second Opinon eingefordert werden kann. Egal ob Eolf tatsächlich Verursacher oder nicht, es wäre schon in jedem Fall fair die Gechichte des Besitzers zu hören da es sonst Spekulationen in beie Rchtungen berechtigterweise geben kann. Entweder es würde etwas verschwiegen ode nter den Teppich gekehrt seitens des Wolfsmanagements oder der Besitzer hätte den Wolf für eigenes Versagen verantwortlich machen wollen. VIelleicht liegt die Lösung ja irgendwo dazwischen.

          2. admin Beitragsautor

            Frau Thiel, noch einmal: Sie können schon glauben, dass wir versuchen, mit den Betroffenen nach Möglichkeit zu sprechen, wir können sie aber nicht zwingen, mit uns zu sprechen oder Bilder herauszugeben. So wie die Dinge liegen, können wir dies nicht einmal guten Gewissens empfehlen, da die Leute offenbar massiv bedroht werden. Das Hauptproblem ist die unangebrachte und viel kritisierte Intransparenz, die vom Senckenberg-Institut, den Landesämtern für Umwelt als dessen Auftraggebern, den Wolfsbüros, Wolfsbeauftragten etc. z.B. im Umgang mit DNA-Untersuchungen (deren Ergebnisse zwar verkündet, deren Zustandekommen aber im Dunkel belassen wird), den Rissgutachten usw. gepflegt wird.

            Siehe dazu z.B.: https://www.jawina.de/niedersachsen-politischer-filter-dammann-tamke-kritisiert-senckenberg-institut/

            Das leistet Spekulationen und Verschwörungstheorien Vorschub. In dem oben verlinkten Artikel äußert Dammann-Tamke Zweifel an den Ergebnissen der DNA-Untersuchungen bei mutmaßlichen Wolfsrissen an PFerden: “Obwohl etliche Vorfälle gemeldet worden seien, habe es nur ein Fall in die offizielle Statistik geschafft. Dies mache ihn stutzig, so Dammann-Tamke: “Es stelle sich die Frage, ob möglicherweise verhindert werden solle, Angriffe auf Pferde mit dem Wolf in Zusammenhang zu bringen.”

            Genau das ist das Ergebnis dieser unseligen – und, da der Steuerzahler für die DNA-Untersuchungen zahlt, völlig ungerechtfertigten – Geheimniskrämerei. Wenn ein Kadaver, egal ob Schaf, Kalb oder Pferd, eine Nacht und einen halben Tag auf einer abgelegenen Weide liegt, bevor er entdeckt wird, dann ist es normal, dass Füchse, Wildschweine, streunende Hunde und diverse andere Kreaturen zur Verwertung schreiten – folglich ist es wenig verwunderlich, dass regelmäßig deren DNA anzutreffen ist. Aber, und da stimme ich Ihnen zu, dass ganze Kälber oder Fohlen restlos aufgefressen werden – das hat es vor der Rückkehr der Wölfe doch eher nicht gegeben. SE

  9. Wiezke

    Catherine, es ist nicht auszudenken was hier los wäre, wenn gute Herdenschutzhunde die Wölfe nicht anbellen, sondern töten würden!
    Fantasie an: es lägen ein oder mehrere tote Wölfe in der Koppel, sie und die Hunde hätten Kampfspuren, da wäre der Teufel los!
    Gefährlicher Hund, Wesenstest, Maulkorbzwang, Halter braucht Sachkundenachweis den gefährlichen Hund halten zu dürfen, und ist der Hund dann noch als Arbeitshund steuerfrei?!
    Das wäre das mindeste, vermutlich würde aber die Tötung der Hunde gefordert. Und wenn der Halter wüßte, daß seine Hunde effektiv arbeiten, würde er sich doch vorsätzlich schuldig machen, streng geschützte Tiere zu gefährden?

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  10. Niemand Sonst

    @ A. Wolf, Inga, Brettschneider, Hennig, Diana Vollrath,

    woher kommt bei Euch dieser Selbsthass?
    Hass auf den “Menschen”.

    Und gleichzeitig die Glorifizierung eines Tieres das nichts anderes als ein Tier ist, so wie alle anderen Tiere auch.
    Er ist nicht besser oder schlechter als eine Ameise, Specht, Waschbär oder was auch immer.
    Der Unterschied besteht allerdings darin, dass man mit dem “Heiligen Wolf” Unsummen an Spendengeldern generiert. Mit den anderen nicht.
    Und deswegen darf er MEHR als andere. VIEL MEHR.
    Meistens gespendet und unterstützt von Couchtierschützern oder Couchnaturschützern die zwischen Eiche und Buche nicht unterscheiden können. DIe stolz ihre an der Haustüre ausgestellte 5 € Spendenquittung herzeigen um damit nachzuweisen dass sie jetzt auch zu den “Experten” gehören. Man “tut” ja was. Im Gegensatz zu den “Anderen”, “Bösen Menschen” oder “Menschlichen Raubtiere”.
    Nachgeplappert werden dann auch die in den Blättchen (Broschüren) abgedruckten Weisheiten.
    Die Broschüren gibts kostenlos zu den 5 € dazu.
    Vor lauter Überlegenheit und genährt aus diesem “Weisheitsbrunnen” (Broschüren) fühlt man sich nun endlich in der Lage “Abtrünnige” (Fleischesser, Jäger, Landwirte, Viehzüchter ) zu belehren, zu beschimpfen, zu beleidigen.
    Sie blamieren sich allerdings nur.
    Denn es ist nicht einmal Halbwissen.
    Da liess schon mal ein Naturschutzverein ein Bild anfertigen mit einem brütenden Kiebitz während der Maisernte. Dramatik pur!!!!
    Immer die bösen Landwirte!
    Und der ganzen “Armada” an “Experten”, Couchnaturschützern usw. fiel es gar nicht auf.
    Denn Kiebitze brüten nicht während der Maisernte. 🙂
    Zum totlachen.
    Armselig.
    Frage mich nur wann der erste Antrag beim Papst auf Heiligsprechung des Wolfes gestellt wird.

    @ Catherine von Heeren

    “kommt mir ein Wolf zu nahe mache ich einen Riesen Lärm – reicht das nicht geht bei uns der erste Schuß in die Luft , der zweite wird gezielt gesetzt –”

    wieviele Einwohner pro Quadratkilometer gibt es in der Extremadura oder im Alentejo?
    Und in Deutschland?
    Was vergleichen Sie jetzt? Äpfel mit Eisschollen?
    Und in Deutschland den ersten Schuss in die Luft?
    Und der zweite gezielt?
    In Deutschland?
    Machen Sie Witze?
    Wusste nicht dass jeder Spaziergänger in Deutschland bewaffnet sein darf.
    Und dass Sie sich anscheinend hervorragend in Portugal auskennen ist löblich, aber vollkommen vergessen haben wie es da ist wo Sie herkommen (vermute mal aus D), ist naja, seltsam.

    Und nein, auch wenn es noch so toll ist in der Extremadura oder im Alentejo, wir können nicht alle dahin.
    Sonst wäre es wie in Deutschland.
    Und da wird es dann problematisch mit dem ersten Schuss.
    Und mit dem zweiten sowieso.
    Und Äpfel mit Eisschollen könnte man dann auch nicht mehr vergleichen.

    In diesem Sinne.

    Peace

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    1. MH

      @Niemand Sonst: Toll geschrieben. So ist das nun mal.

      Ich hoffe, daß bald der Tag kommt, wo man nicht mehr jedem Stöckchen hinterherrennen muß, das die sog. Tierschützer werfen. Die Verantwortlichen lachen sich doch kaputt über die verzweifelten Versuche der Betroffenen, die Lage in den Griff zu bekommen mit Händeklatschen, Trillerpfeifen, Zäunungen, etc. Und wenn dann irgendwann in nicht so ferner Zeit Abhilfe geschaffen wird (und das wird kommen!), geht es auf Kosten der Allgemeinheit oder explizit der Jägerschaft, wohingegen die gesammelten Spenden allesamt im Umfeld der NGOs verbleiben.

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    2. Kr.-Itisch

      Das genau trifft es auf den Punkt.
      In unserer Gesellschaft äußern sich mittlerweile viele zu allerlei Themen, insbesondere dann, wenn er, oder natürlich auch sie oder irgendjemand inbetween, von der Sache keine Ahnung hat. Da werden unbewiesene Äußerungen aufgestellt oder nachgeplappert oder schlicht weg gelogen (Fake-News). Je mehr, schon mittlerweile sektenartige, Ideologie dabei ist, desto weniger kann man hier mit Argumenten beikommen. Das ist nicht nur auf der Jagd bzw. Natur- oder Umweltschutz so, Themen gibt es da viele, wie z.B. Diesel, Impfungen oder Pharmazie und Medizin generell, Veganismus, etc.
      Sich hierüber mit diesen Gruppen vernünftig auseinander zu setzen, wird immer unmöglicher. Dekadenz wird immer breiter, und darüber werden wir früher oder später stolpern.

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  11. Ulrike THiel

    Ich danke für die letzte Antwort auf meine Bemerkung was die jüngste Meldungen dieses Vorfalles (nicht nur hier) betrifft. Leider gibt es in den unterschiedlichen Medien, was diesen Casus betrifft keine nachvollziehbaren Details. Jawina hat sich ja noch bemüht Näheres über Pferd, Situation etc heraus zu finden und das auch im Konjuktiv mit Hinweis auf den Befragten berichtet. Was das Statement des eingeschalteten Monitorings betrifft, müsste da entweder auf das Ende der Untersuchung verwiesen werden oder angegeben werden aufgrund welcher Fakten bereits jetzt noch vor Ende der Untersuchung auf „kein Wolfsriss“ getippt wird oder dass wegen nicht mehr verwertbarer Spurenlage man zu keinem Ergebnis kommen kann. Im Falle einer Begutachtung wäre es wissenschaftlich korrekt erst die Hypothesenprüfung durch alle herangezogenen Untersuchungen ab zu warten oder an zu geben, warum man prinzipiell bereits bei Sichtung der Auffindungssituaton von der Wolfshypothese Abstand genommen hätte. Das müsste dann auch im Bericht stehen und nach Aussen kommuniziert werden. .Es kann ja auch rauskommen „Ursache unbekannt“ wenn nicht untersucht wurde, ob die Bissverletzungen vor oder nach dem Tod zugefügt wurden und man keine DNA des Beißers nahweisen kann. Es gibt da halt dann die ,manchmal sehr unbefriedigende Kategorien: „Wolf nachweisbar“, „Wolf aus zu schließen“ oder „Wolf nicht aus zu schließen“. Bei einem korrekten Untersuchungsprotkoll in der Forensik etwa würden Fotos von der Auffindsituation und eventueller Spuren ebenso stehen und diese und die damit fortgesetzte Vorgehensweise würden kommentiert, man würde Proben von den Verletzungen nehmen und die entsprechenden Untersuchungsverfahren dazu angeben. Dann kann man auch den gesamten Prozess der “Begutachtung ” nachvollziehen. Ein solches Protokoll zu veröffentlichen, würde sicher sehr viele Spekulationen in die eine oder andere Richtung verhindern. Leider wird das aber nicht gemacht. Das verhindert halt auch, dass Tierhalter, wenn sie etwa Bedenken haben, eine Second Opinion einberufen dürfen, und so entstand in den letzten Jahren, gerade im Falle von Pferdeverletzungen und Rissen auch häufig ein Missbehagen bei den Tierhaltern, denen darüberhinaus immer weider versichert wrden war, dass Pferde nicht zum Beuteschema es Wolfes gehörten und auch zu wehrbar wären. Das könnte man ja leicht ausräumen, wenn man das Untersuchungsprotokoll zur Second Opinion eines anderen Gutachters (anderes Analyseinstitut etc…) etwa freigeben würde. Kann man bei TA Ankaufsuntersuchung ja auch etwa machen, was auch bei gericht vewertbar ist, wenn es zu Unstmigkeiten kommt. Dort kann selbst och ein unabhängiger GUtachter berufen werden um alles zu prüfen. Gerade dieses über die Jahre gewachsene Unbehagen führt ja heute dazu, dass viele Tierhalter entweder gar nicht mehr melden und sich nicht trauen was zu sagen, oder man versucht es an die Öffentlichkeit zu bringen um “Vertuschung” zu verhindern, was dann auch häufig zu emotionsgeladenen Ausbrüchen führt. Ist eine sehr blöde Situation dadurch entstanden. Ein recherchierter Bericht über bisherige Fälle von Pferdeverletzungen uder Rissen und die entsprechenden Untersuchungen in Übersicht wäre da sicherlich interessant.

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  12. JS

    @ Niemand Sonst: ich schliesse mich MH an: toll geschrieben, sehr auf den Punkt!

    Beeindruckend ist hier und auf anderen Websiten die Zahl der Einträge, wenn es um den Wolf geht. Schauen wir auf den nächsten Artikel “Aktuelle Monitoringdaten: Rebhuhn weiter auf dem Rückzug”, so fällt auf, das dort bisher keine Leserbriefe zu verzeichnen sind. Selbsternannte Naturschützer, wo seid ihr? Innerhalb von acht Jahren ein Rückgang von rd. 44 % der Brutpaare und ALLE Leser sind still? Der letzte Satz gilt auch für uns Jäger!
    Danke an die Redaktion, das es aufgegriffen wurde.

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  13. Niemand Sonst

    @ MH, JS
    Danke

    @JS.

    bei vielen Jägern ist es wahrscheinlich die Hilflosigkeit die dafür sorgt dass keiner mehr darauf reagiert. Die Zustände in den Revieren kennt glaube ich jeder Jäger.

    Bei den Pseudotierschützern ist es aber (glaube ich) das Unwissen und bei den Wissenden die Scheinheiligkeit, Ignoranz und Dekadenz die sie darauf nicht reagieren lässt. Mit dem Rebhuhn gewinnt man heutzutage keinen Blumenstrauss.
    Aber mit dem Wolf!!!!!
    Besser vermarktet als so mancher Highend Turnschuh.
    Und romantisch verklärt, taucht er wahrscheinlich in jedem feuchten Traum eines Pseudotierschützers auf.

    Ich glaube allerdings nicht dass er als Selbstbefriedigungsersatz etwas taugt.

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  14. Klaus Kramer

    So lang es noch keine eindeutigen Untersuchungsergebnisse über die tatsächliche Todesursache gibt ist der Wolf noch außen vor. Offensichtlich hat das Tier bereits ein paar Tage im Graben gelegen und es ist offensichtlich niemand aufgefallen dass es auf der Weide fehlte. Seltsam ist dann allerdings die Behauptung es sei von Wölfen aufgefressen worden. Man hat das Tier tagelang nicht gesehen, weiß aber trotzdem es seien Wölfe gewesen? Wie geht das?
    Und warum kümmern sich die Halter nicht um ihre Tiere? Acht Pferde auf einer 4 ha großen Weide ist eigentlich eine überschaubare Situation.

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    1. Kr.-Itisch

      Herr Kramer, lesen Sie weiter oben und reflektieren Sie. Wildschweine, Füchse, Marderhund etc. fressen sicherlich Aas, aber sie reißen keine Tiere in dieser Größe!
      Außerdem beleuchten Sie doch mal die Schuldfrage. Mit ihrer Logik können Sie auch einen Einbrecher entschuldigen, weil Fenster oder Türen nicht richtig gesichert sind.

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