Niedersachsen: “Ohne die Hilfe der Jäger geht es nicht”

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Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) bittet die Jägerschaft um Hilfe bei der Entnahme des “Problemwolfs” GW717m. Das berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ). Der Leitwolf des Rodewalder Rudels hat mehrfach als wolfssicher geltende Zäune überwunden und diverse Nutztiere von Schafen bis zu Alpakas, Ponys und Rindern gerissen. Deshalb ist eine Ausnahmegenehmigung für den Abschuss des Wolfs erteilt und mehrfach verlängert worden. Seit Januar versucht ein vom Land Niedersachsen bezahlter Dienstleister den Wolf zu “entnehmen”, dafür sind bislang Kosten in Höhe von rund 83.000 Euro angefallen. Lies müsse einräumen, dass das bisherige Verfahren erfolglos war, konstatiert die HAZ.  “Wir brauchen ganz klar die Ortskenntnis der Jagdpächter, deshalb bitte ich die Jäger um Hilfe“, sagte der Minister gegenüber der Zeitung. Dabei dürfe “nur nicht der Eindruck entstehen, als bliesen er oder die Jäger ganz generell zur Jagd auf Wölfe.” Es gehe um eine Ausnahme, betonte Lies, um die Entnahme eines Problemwolfs.

Problematisch ist dabei, wie auch Lies zu bedenken gibt, dass es bislang keine rechtliche Absicherung für Jäger gibt, die aus Versehen einen falschen Wolf erlegen. Der Umweltminister wies darauf hin, dass in der kommenden Woche im Bundeskabinett das Naturschutzgesetz dahingehend reformiert werden soll, dass eine Beteiligung der Jägerschaft bei Wolfsentnahmen ermöglicht wird.

Der Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN), Helmut Dammann-Tamke zeigte sich dem Bericht zufolge aufgeschlossen gegenüber dem Vorstoß von Lies. Es müsse jedoch ausgeschlossen sein, dass Jäger bei Fehlabschüssen sanktioniert würden. Außerdem solle es laut Dammann-Tamke Abschussfreigaben “nur für Jagdpächter oder Revierverantwortliche” geben.

Der Jägerpräsident macht sich auch Sorgen um die Sicherheit der beteiligten Jäger, da es bereits Morddrohungen gegen Jäger gegeben habe. Der erlegte Problemwolf solle daher an festgelegten Plätzen abgelegt und von Behörden abgeholt werden, um die Identität der Beteiligten geheim zu halten. red.

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Die Red. dankt JAWINA-Leser GM für den Hinweis!

6 Gedanken zu „Niedersachsen: “Ohne die Hilfe der Jäger geht es nicht”

  1. Ronbi

    Warum sollen die Jäger helfen, die doch swieso nur als trohäengeil und schießwütig diffamiert werden. Und denen teilweise iher Revierzuständigkeit genommen wurde.
    Wie wäre es mal mit einem bundesweiten, pragmatischen Wolfsmanagement.
    Klar, tatsächlich befinden wir uns auf dem Weg in die Düsternis der Öko-Diktatur.

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    1. Jaeger_hp

      Ich denke, welches sich die Problematik hinsichtlich des Wolfs weiter Zuspitzung wird. Wir Jäger müssen jetzt zusammenhalten eine Mithilfe bei der Entnahme des Wolfs oder anderer Wölfe strickt nicht mitwirken. Der Wolf unterliegt nicht (noch nicht ) dem Jagdrecht. Und wir sind mitten drin in der Ökodiktatur die sich noch höher schaukeln wird in der Zukunft. Der Wolf gehört ins Jagdrecht, dann wird mit Wirkung der Jäger Behörden alle Beteiligten richtiger Plan zur Bestandsregulierung erarbeitet um Ruhe und Ausgeglichenheit in der Natur zu gewährleisten.

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  2. Nienburger

    Ich habe auch ein Revier in der Nähe von dem besagten Rudel. Die sollen mal schön selbst ihren Wolf jagen. Wie Ronbi richtig schreibt, wir gehen in die Öko-Diktatur und dafür will ich kein Wegbereiter sein. Denn danach heißt es, weiter wie bisher und wir beherrschen die Lage.

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  3. Max Müller

    Hoffentlich sind die Jäger jetzt alle vernünftig und keiner macht bei diesem hausgemachten Blödsinn mit.Wir haben von Anfang an gesagt das dieser Schwachsinn mit dem Wolf den selbsternannte Ökofuzzies haben wollen in die Hose geht.Jetzt sollen auch ihre Suppe auslöffeln.

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  4. Zündelnerlaubt

    Im Augenblick kann man es nur falschmachen.
    Den Wolf endllich mit Jagdzeit ins Jagdrecht und Rechtsischerheit für Alle, dazu noch schnelle und adäquate Hilfe für betroffene Weidetierhalter und entsprechende Förderung von Schutzmaßnahmen.
    Dieses ganze langweilige Wolfsdiskussion hätte ein Ende

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