Niedersachsen: Neue Wolfsrudel nachgewiesen

Neue Wolfsrudel bei Meppen (Landkreis Emsland) und im Naturschutzgebiet „Die Lucie“ (Landkreis Lüchow-Dannenberg) nachgewiesen/ Nachweis von zwei Wölfen bei Burgdorf (Region Hannover)

In der Nähe von Meppen im Landkreis Emsland wurde ein neues Wolfsrudel nachgewiesen: Mindestens 6 Welpen wurden Mitte Juli durch eine Videosequenz bestätigt. Ein weiteres Rudel kann im Naturschutzgebiet „Die Lucie“ bestätigt werden: Nachdem es dort im August 2017 Hinweise auf vier Wolfswelpen gab – die jedoch nicht verifiziert werden konnten – wurde das Monitoring vor Ort intensiviert. Durch Fotofallenaufnahmen konnten im März 2018 mind. 6 Wölfe nachgewiesen werden – allerdings blieb unklar, ob es sich hierbei um ein neues Rudel oder um das benachbarte Gartower-Rudel handelt. Nun belegen aktuelle Untersuchungsergebnisse von genetischem Material, dass es sich bei den Wölfen im Naturschutzgebiet „Die Lucie“ um ein neues Rudel handelt. Diese Nachweise und Ergebnisse sind gemäß den nationalen Monitoringstandards ebenfalls ausreichen m dieses Territorium nachträglich für das vergangene Monitoringjahr als Wolfsrudel einzustufen.

Zudem wurden im Bereich Burgdorf zwei Wölfe durch Fotofallenaufnahmen nachgewiesen. Bei einem der beiden Tiere handelt es sich um einen in seinem Herkunftsterritorium bei Kaliß (Mecklenburg-Vorpommern) durch die TU Dresden besenderten Wolf. Dank der guten Zusammenarbeit mit der TU Dresden konnte ein effizientes Monitoring im Streifgebiet um Burgdorf eingerichtet werden, welches schließlich nun zu dem Nachweis der beiden Wölfe führte. Das Gebiet bleibt im Rahmen des intensivierten Monitoring unter Beobachtung, um hier weitere Erkenntnisse zu gewinnen. „In Niedersachsen sind damit aktuell 16 Wolfsrudel nachgewiesen. Zusammen mit den 4 bekannten Wolfspaaren und einem residenten Einzelwolf, sind damit aktuell insgesamt 21 Wolfterritorien bestätigt“, so Raoul Reding, Wolfsbeauftragter der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN).

Aktuelle und detaillierte Informationen zum Wolfsmonitoring in Niedersachsen finden Sie auf unserer Internetseite https://www.wolfsmonitoring.com/

Die Ausbreitung der Wölfe in Niedersachsen wird wissenschaftlich dokumentiert. Das Umweltministerium hat mit dem Wolfsmonitoring die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. beauftragt, die diese Aufgabe in enger Zusammenarbeit mit dem NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz) und den ehrenamtlichen Wolfsberatern wahrnimmt.

Wer Spuren, Losungen oder Risse findet, die auf einen Wolf hinweisen, oder einen Wolf sieht, sollte seinen Fund dem örtlichen Wolfsberater oder der Landesjägerschaft Niedersachsen (wolf@ljn.de) melden.

Beitragsbild: Porträt eines Wolfs. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Ein Gedanke zu „Niedersachsen: Neue Wolfsrudel nachgewiesen

  1. Herr Westmann

    Schön, dass die Zusammenarbeit zwischen TU Dresden und den Niedersäschischen Behörden so gut ist. Jetzt ist der Wolf wohl schon mehrer Jahre im Burgdorfer Holz (per Wildkamera belegt) und nun wird die Öffentlichkeit informiert. Mittlerweile werden viele Wolfssichtungen von Mitbürgern inkl. Wolfswelpen gemeldet und keine Information wird hierzu veröffentlicht. Jetzt könnten noch fehlende Schutzmaßnahmen für Nutzvieh errichtet bzw. gezogen werden, aber die Halter werden ins finanzielle „offene Messer“ laufen gelassen.

    Weiter so!

    Wer glaubt den schon noch den Behörden? Bevor die Wölfe kamen, wurde doch nur wenig Nutzvieh und Wild gerissen, wer kann sich erinnern, dass früher Kälber, Rinder oder Pferde gerissen wurden. Aber von allen Pferde-/Fohlenrissen der letzten Jahte wurden nie ein Wolf als Verursacher festgestellt – wer soll das denn glauben.

    Hier wird aus meiner Sicht der Verursacher verschwiegen, damit das niedersächsische Wahlklientel nicht beunruhigt wird und vielleicht ihr Kreuz bei der nächsten Wahl woanders macht. Aber im Endeffekt läuft die Wolfsgeschichte genauso ab, wie bei der Flüchtlings- und Wirtschaftsimmigration ab. Nationalität bei Straftaten verschweigen, alles verharmlosen und runterspielen und die Augen vor den Auswirkungen verschließen.

    Weiter so!

    Wer wählt so was!

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.