Niedersachsen: Ministerpräsident für Begrenzung der Wolfspopulation

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) will die Zahl der Wölfe in dem Land auf “ein vernünftiges Maß” begrenzen, wie er im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung erklärte. Er nehme die Ängste und Sorgen der Menschen ausgesprochen ernst, erklärte Weil, vor allem in den Schwerpunktregionen, wo es immer häufiger Kontakt zwischen Menschen und Wölfen gebe. Ihm gehe es dabei auch um die Interessen der Nutztierhalter, die Schäden zu beklagen hätten. Weil kündigte an, das Thema “intensiv” mit der Bundesregierung besprechen zu wollen. Problemwölfe müssten konsequenter “aus dem Bestand genommen”, Entschädigungen unbürokratisch und in angemessener Höhe geleistet werden, forderte Weil. Auch der Herdenschutz solle weiter gefördert werden. SE

Beitragsbild: Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Quelle: SPD Niedersachsen.

3 Gedanken zu „Niedersachsen: Ministerpräsident für Begrenzung der Wolfspopulation

  1. Ralf K.

    Es geht auf Wahlen zu. Herr Weil möchte vorgaukeln, dass er sich kümmert. Wohl wissend, dass er fein raus ist und auch die Bundesregierung derzeit nichts so richtig machen kann. So muss er auch Herrn Wenzel nicht auf die Füße treten.
    Allerdings liegt es an der Bundesregierung, endlich an die EU heranzutreten, um den Wolf als definitiv nicht gefährdete Art in der FFH-Richtlinie herunterstufen zu lassen. Erst dann kann man über weitere, praktikabele Schritte, wie etwa Bejagung zur Vergrämung, nachdenken.
    Den Wolf ins Jagdrecht überführen zu können heißt nicht, dass er wieder ausgerottet werden wird. Durch z.B. Bundesweite Festlegung der Jagdzeiten und weitere bestimmte Abschussvorgaben (z.B. ganzjährge Schonung und regionale Ausnahmen in Gebiten mit einer Häufung von Schadfällen, festgelegt durch die Jagdbehörden) könnten dann Regelungen getroffen werden, die praktikabel sind und den Problematiken (Stichwort: u.a. Wildunfall mit Wolf, Wolfabschuss an Schafweide) gerecht werden können.

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  2. K.H.

    Da kann man nur sagen: Es geht auf die Landtagswahlen zu und da möchte wohl der Ministerpräsident wohl offensichtlich nicht den Dackel der Grünen spielen, denn es könnte der SPD in Niedersachsen erhebliche Stimmen kosten. Oder alles nur Teuschung vor der Wahl? Ich traue jedenfalls der SPD nicht!

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