Niedersachsen: Landwirtschaftsministerin stellt Gemeinnützigkeit von “Peta und Co” in Frage

Die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast hat sich gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) dafür ausgesprochen, die Gemeinnützigkeit von radikalen Tierschutzorganisationen wie Peta “im Zweifel” zu überprüfen. Otte-Kinast reagierte damit auf die jüngsten Einbrüche in Ställe, um dort angebliche oder tatsächliche Verstöße gegen Tierschutzbestimmungen zu dokumentieren. “Einbruch ist Einbruch” erklärte Otte-Kinast gegenüber der NOZ, und setzte sich für eine konsequente Strafverfolgung ein. Es verunsichere Landwirte, wenn auf dem Hof herumgeschlichen und heimlich gefilmt werde, so Otte-Kinast laut NOZ. Die Ministerin kritisierte auch den Umgang mit den Aufnahmen durch die Tierschutzorganisationen: Die Tierrechtler würden mitunter Monate verstreichen lassen, bis sie die Aufnahmen veröffentlichten, Aufsichtsbehörden würden nicht informiert. Was sei das für ein Tierschutz, wenn man die Schweine, Rinder oder Hähnchen weiter leiden lasse, fragte Otte-Kinast. Dies sei “Stimmungsmache” und “Eintreiben von Spendengeldern”. Es sei zu fragen, ob “Peta und Co” zu Recht als gemeinnützig eingestuft seien. Im Zweifelsfall müsse die Gemeinnützigkeit aberkannt werden.

Die NOZ erinnerte in ihrem Bericht auch an das Verhalten von sog. Tierschützern, als der Kampfhund-Mischling Chico eingeschläfert wurde, nachdem er zwei Menschen totgebissen hatte: Es hatte “Morddrohungen gegen Tierärzte und Behördenmitarbeiter gegeben, eine Tierrechtsorganisation hatte in sozialen Netzwerken die “Todesstrafe für die Mörder von Chico” gefordert.

Peta wies die Kritik von Ministerin Otte-Kinast derweil zurück und erklärte, dass es sich “beim agrarindustriellen Komplex in Deutschland” um “Organisierte Kriminalität” handele und dort “alltäglich millionenfach Rechtsbrüche” stattfänden. Peta forderte Otte-Kinast auf. den “Experten” der Organisation “24 Stunden täglich Einlass in ihre Ställe zu gewähren”. SE

Beitragsbild: Ministerin Barbara Otte-Kinast. Quelle: Niedersächsische Staatskanzlei Fotograf Philipp von Ditfurth

Die Red. dankt den JAWINA-Lesern JS und EF für die Hinweise!

Ein Gedanke zu „Niedersachsen: Landwirtschaftsministerin stellt Gemeinnützigkeit von “Peta und Co” in Frage

  1. Ralf

    siehe auch:
    ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Otte-Kinast-Peta-nicht-gemeinnuetzig,peta166.html

    hier gibt es auch Kommentarfunktion

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.