Niedersachsen: Jagdschein an der Schule

15 Schülerinnen und Schüler zweier niedersächsischer Schulen – des Gymnasiums Leoninum Handrup und der Integrierten Gesamtschule Fürstenau – konnten im Rahmen des Schulprojekts “vor dem Abitur das grüne Abitur” die Jägerprüfung ablegen. Auf der Internetseite des Leoninum Handrup wird ein Bericht der Lingener Tagespost zitiert, in dem die Projektverantwortlichen an den Schulen zu Wort kommen: Weil sich die Natur im ländlichen Bereich in den letzten 20 Jahren radikal verändert habe und intensive landwirtschaftliche Bewirtschaftung die Jahrhunderte alten globalen Zusammenhänge in Fauna und Flora in den Hintergrund gedrängt habe, sei die Entscheidung gefallen, den Schülerinnen und Schülern ein besonderes Projektangebot zu unterbreiten. Es sei ihnen darum gegangen, den jungen Menschen die natürlichen Zusammenhänge zu vermitteln, dies aber eben nicht nur theoretisch, sondern ideologiefrei und praktisch umsetzbar. Das “Leben in einer intakten Natur” stelle für die Schüler ein sehr hohes Gut dar, eine zeitgemäße Jagdausübung beinhalte “eben diesen praktischen Naturschutz” Die Jägerprüfung wurde auf freiwilliger Basis abgelegt. Für die Initiatoren des Projektes habe “die Implementierung der Jagd als einem selbstverständlichen Teil unserer Kultur, die Bedeutung der Jagd für den Natur- und Artenschutz sowie die Pflege des traditionellen und jagdlichen Brauchtums im Vordergrund” gestanden. Leseempfehlung: Die ausführlichen Berichte auf den Seiten der Lingener Tagespost und der Integrierten Gesamtschule Fürstenau sind lesenswert. SE

Beitragsbild: Jägerhut statt Basecap – Jagdschein als Schulprojekt. Foto: SE

4 Gedanken zu „Niedersachsen: Jagdschein an der Schule

  1. Hans-Dieter Pfannenstiel

    Sollte es doch noch vernünftige Menschen mit vernünftiger Einstellung geben? Manch anderer – vielleicht Frau Kraft, Herr Remmel und der Bürgermeister von Limburg? – sollte sich die sturmfesten und erdverwachsenen Niedersachsen zum Vorbild nehmen!

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  2. Paul

    SORRY – ich lach mich kringelig – seid mir -bitte – nicht bös.. aber es – m u s s – einfach raus : Geld stinkt nicht.. sollte ich i r r en , verzeiht mir .. es k ö n n t e ja wirklich was ECHTES dahinterstecken (?!?) und nicht nur eine “neue Idee” , KOHLE zu machen …

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    1. Jochen

      Ein bissel mehr Ausführung, wäre vielleicht nicht schlecht gewesen, was man genau meint. Prinzipiell sind weder neue Ideen, noch “kohle machen” etwas negatives. Die meisten von uns wollen ( und müssen auch) Kohle machen. Doch nur die wenigsten haben (gute) neue Ideen. Hier hat sich eine Gelegenheit ergeben, junge Menschen den Jagdbetrieb näher zu bringen. In Zeiten von Peta und Nabu Tugendterror, würde ich fast so weit gehen und das revolutionär nennen. Wobei ich hoffe, daß es nicht solche Problemschulen sind, wie man sie aus dem großen BRD Flusensieb Berlin her kennt. Deren Goldstücke, würde ich nur sehr ungern, im Besitz einer WBK sehen.
      Hier ist also aktiv ( hoffentlich gute) Jagd und Natur Werbung gemacht worden. Nachwuchs ist in diesem Bereich immer gut, man muß ja nur mal auf die Hegering Veranstaltungen gehen und sehen, wie dort alles vergreist. Ihr Problem scheint jetzt zu sein, das dort auch Geld von der einen Partei zu einer anderen geflossen sein könnte? Die, die sich regelmäßig über Kommerzialisierung ereifern, sind immer regelmäßig die, für die die Kommerzialisierung offensichtlich erfunden wurde, denn ohne das gäbe es längst nicht genug Steuern und Abgaben, um deren ausufernden Wünsche im XXL-Format zu befriedigen. Oder andersherum, sind Sie so ein altruistischer Mensch, der immer alles komplett ohne Lohn macht? Nach meiner Ansicht kann jemand, der eine gute, neue Idee hat, damit auch ruhig Geld verdienen. Da bin ich komplett neidfrei. Ob sich das in diesem Fall so darstellt, weiß ich natürlich nicht, dazu bräuchte man selbstverständlich noch viel mehr Infos.

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  3. Auch ein Waldfreund

    Das gab es schon in der ehemaligen DDR. Meist wurden solche Arbeitsgemeinschaften “AG Junge Jagdhelfer” oder ähnlich genannt und an den Schulen von selbst jagenden (Biologie) Lehrern oder anderen Mitgliedern der Jagdgesellschaften geleitet. Damals in der Regel nicht mit dem Abschluss “Jägerprüfung” aber mit guten Voraussetzungen dafür. Auf diese Art und Weise kam einiges an gut geschultem Nachwuchs in die Jagdgruppen.

    Solche Initiativen wie die an den beiden Schulen in Niedersachsen kann man nur unterstützen.

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