Niedersachsen: Hochsitze zerstört – Öffentlichkeitsfahndung nach einem Täter aus dem Kreis militanter Tierschützer

Die Polizeiinspektion Emsland / Grafschaft Bentheim fahndet nun mit einem Bild öffentlich nach einem Täter, der für eine Serie von Sachbeschädigungen an Hochsitzen im nördlichen Emsland aus dem Februar 2019 verantwortlich ist.

Bereits am Samstag, 02.02.2019, kam es vermutlich in den späten Nachmittagsstunden in Werlte, Lorup, Lehe, Heede und Papenburg im Emsland zu insgesamt 15 Sachbeschädigungen an Hochsitzen (JAWINA berichtete). Es entstand ein geschätzter Sachschaden von ca. 20.000 Euro. Für die Taten wurde auf einer einschlägigen Internetseite von Jagdgegnern ein Bekennerschreiben veröffentlicht. Der Täter dürfte aus dem Kreis militanter Tierschützer mit Bekenntnis zur Animal Liberation Front (A.L.F.) stammen. An diversen Hochsitzen wurden Parolen wie “Fuck Hunters” sowie Symbole der “A.L.F.” aufgebracht. Bei der Animal Liberation Front handelt es sich eine dezentral organisierte Gruppe der militanten Tierbefreiungsbewegung. Ihr Ziel ist es, Tierversuche und Tötung von Tieren durch Anschläge und Sachbeschädigungen zu erschweren oder zu verhindern.

Im Jagdrevier eines beschädigten Hochsitzes in Werlte wurde der Wildwechsel zur Tatzeit mit einer Wildkamera überwacht. Bei einer Auswertung der Bilder wurde zur Tatzeit die abgebildete Person videografiert. Es handelt sich um eine männliche Person, die eine Säge mit einem rotem Griff mitführt. Aufgrund dieser unmittelbaren Nähe zu Tatzeit und Tatort und des geeigneten Tatwerkzeugs ist davon auszugehen, dass es sich um den bislang unbekannten Täter handelt. Er trägt schwarze Stiefel und ist mit einer olivfarbenen Camouflagehose bekleidet. Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu dieser Person geben können werden gebeten, sich mit der Polizei in Lingen in Verbindung zu setzen. Hinweise werden unter der Telefonnummer 0591-87344 entgegengenommen. Außerhalb der Tageszeit ist die Polizei Lingen unter der Telefonnummer 0591-87215 erreichbar. /hue PM

Beitragsbild: Das Bild zeigt den mutmaßlichen Täter. Quelle: Polizei

6 Gedanken zu „Niedersachsen: Hochsitze zerstört – Öffentlichkeitsfahndung nach einem Täter aus dem Kreis militanter Tierschützer

  1. Zündelnerlaubt

    In Zukunft werden die Kameraden vorab als Spaziergänger o.ä. getarnt auf Kamerasuche gehen, und vollverschleiert zur Aktion schreiten.
    (es wird jetzt mal plausibel warum die Grünen wollen, dass Standorte von Kameras öffentlich gemacht werden)

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  2. Carpe Diem.. jetzt erst recht

    Na, das könnte auch ein Bumerang werden, wenn der Fotografierte eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das neue Datenschutzgesetz macht, denn er hat “nur ein Vogelhäuschen gezimmert”. Dann springt gleich der NABU bei.

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    1. Zündelnerlaubt

      Auch möglich.
      Evtl. gibt es eine Verfahrenseinstellung weil der Täter (sieht nach männlicher Person aus) das öffentliche Wohl im Blick hatte
      Es hilft nur das Erwischen auf frischer Tat, am Besten mit 10 Zeugen die man nicht kennt, damit der Täter nicht behaupten kann man hätte ihn mit der Waffe bedroht.

      Will sagen, es steht im Raum, dass diesem Personenkreis vor Gericht ein gewisser Bonus zukommt. Als ich noch ein Jugendlicher war, war das eher anders herum

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    2. Titus von Unhold

      Wo soll der Boomerang herkommen? Wenn die Polizei das Foto veröffentlicht, liegt immer die Anordnung durch einen Richter vor. Ob Beweismittel verwendet werden, liegt übrigens im freien Ermessen des Gericht. Und zwar unabhängig davon ob sie legal erlangt wurden oder nicht.

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  3. Ronbi

    In Frankreich hat ein Gesetzentwurf den Senat durchlaufen, das Jagdstörungen nicht mehr als Vergehen, sondern als Verbrechen einstuft. Höchststrafen bis zu 1 Jahr Gefängnis und Geldstrafen bis 30 000 Euro. Es benötigt noch die Zustimmung durch die Nationalversammlung. Allerdings, werden die Pflichten der Jäger auch angehoben.

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    1. Zündelnerlaubt

      Das wäre hier undenkbar und auch zuviel schlechte Medizin. Das geltende Recht muss durchgesetzt werden und Richter haben neutral und ideologiefrei zu urteilen.

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