Niedersachsen: Erfolglose Wolfsjagd kostet bislang knapp 84.000 Euro

Die seit Januar andauernden Bemühungen, den Leitwolf des Rodewalder Rudels GW717m zu entnehmen, kosten den Steuerzahler bislang 83.939,38 Euro. Das geht aus der Antwort der niedersächsischen Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervor. Der mit der Wolfsentnahme betraute Dienstleister stellte demnach für seine Dienste bislang (Stichtag 25.07.) 48.201,64 Euro in Rechnung, für “anteilige Personalkosten” der Landesverwaltung kommen noch einmal 31.628,76 Euro hinzu. Kleinere Posten in der Gesamtrechnung sind der Einsatz von Ordnungskräften (2.978,48 Euro) und Kosten für GPS-Satellitenhalsbänder in Höhe von 1.130,50 Euro. red.

Beitragsbild: Antwort der niedersächsischen Landesregierung auf die Kleine Anfrage der Grünen zu den Kosten für die versuchte Wolfsentnahme. (Screenshot, Ausschnitt)

6 Gedanken zu „Niedersachsen: Erfolglose Wolfsjagd kostet bislang knapp 84.000 Euro

  1. Hans-Dieter Pfannenstiel

    Würden Wölfe regulär bejagt, kämen auf den Steuerzahler keinerlei Kosten zu! Ist denn der fragliche Wolf überhaupt noch am Leben?

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    1. admin Beitragsautor

      Das Umweltministerium scheint davon auszugehen, dass GW717m noch lebt, sonst müssten sie die Entnahmegenehmigung nicht ständig erneuern. SE

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  2. Carpe Diem.. jetzt erst recht

    Diese Nds.Posse erinnert an den Bär Bruno (JJ1) 2006 und nachzulesen bei Wiki; diese Problembärsuche war noch deutlich teurer bei den vielen “Experten”; die örtliche Jägerschaft hatte sich rausgehalten und bekam dennoch Morddrohungen.

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  3. Kr.-Itisch

    Quo vadis Deutschland?
    Pflegenotstand, Schulen verrotten, Kinder können nicht mehr schwimmen, weil überall im Land die Bäder schließen, die sonstige Infrastruktur gleicht mehr und mehr einem Dritteweltland, Natoverträge nicht mehr erfüllbar und wir verballern wahrscheinlich mittlerweile Millionen von Euro nur weil eine Minderheit den Wolf herbeiheult. Dieser und anderer Öko-Terror hat keine demokratische Grundlage, geschweige denn eine Mehrheit. Alle Themen in diesem Bereich, müssen wir endlich einmal nach wissenschaftlichen Erkenntnissen analysieren und auf eine Wissensbasis stellen, bevor der Schaden irreversibel wird. Stimmenerhaschend und populistisch, ohne Fachkunde ist diesen Gruppen jedes Mittel recht. Selbst wenn dazu ein am Geiste erkranktes, minderjähriges Mädchen vor dem Öko-Karren missbraucht wird.

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  4. Joachim

    Und das sind wohl gemerkt die Kosten die 1 (in Worten ein) Wolf verursacht.
    Kann man sich eigentlich irgendwo um den Job als vergeblicher Wolfentnehmer bewerben?

    Ich vermute, entnehmen heißt erlegen? Oder kommt der Wolf nach seiner Entnahme in den Streichelzoo?

    Bei der Gelegenheit darf ich auf folgenden Zusammenhang hinweisen:

    Wenn das Denken die Sprache korrumpiert, korrumpiert die Sprache das Denken.

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  5. Ralf

    Ich persönlich gehe davon aus, dass sich die Menschen selbst beholfen haben. Und das müssen keine Jäger gewesen sein. Ansonsten erschließt sich mir nicht, warum ein Wolf seine Verhaltensweise auf sein Beutespektrum geändert haben und er sich unauffällig verhalten sollte.
    Was ich hoffe, ist, dass führende Politiker nicht etwa die Erkenntnis ” es ist doch alles gut, weil nichts passiert” daraus ziehen. Vielmehr sollte die Erkenntnis gewonnen werden, dass der aktuelle Zustand in Verbindung mit der aktuellen Rechtslage nicht dem gesunden Menschenverstand entspricht.
    Wir sind in der Reaktionsmöglichkeit, auf Wolfisse bezogen, eher in der Lage zu wirken, wenn der Wolf im Jagdrecht mit Jagdzeit und Abschusszahl festgelegt ist. Aber wir drehen uns immer wieder im Kreis.
    Wolfexperten, nach dem, was ich mitbekommen habe, fordern flächendeckende Vergrämung der Wölfe. Das geht aus meiner Sicht nur über Abschuss. Es ist widernatürlich, dass Wölfe in Brandenburg und Sachsen das Schussgeräusch mit Beute für sie und nicht mit einer Gefahr für sich in Verbindung bringen. Das läuft derzeit erheblich in die falsche Richtung!
    Die pro-Wolf-Fraktion dominierte bislang. Ich hoffe, dass so langsam ein Umdenken stattfindet!

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