Niedersachsen: CDU-Politiker fordern Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht

“Neue Wolfsverordnung muss zügig kommen”

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Martin Bäumer und der Abgeordnete Jörn Schepelmann haben heute in der Nähe von Faßberg, in der südlichen Heide, den Schäfer Hans Stolz besucht, der dort ca. 550 Heidschnucken und Ziegen hütet. „Der Heideschäfer erlebt beinah jeden Tag, dass der Wolf um seine Herde streift, versucht Beute zu schlagen und die Herde nervös macht. Das dürfen wir auf Dauer nicht hinnehmen. Wir brauchen den Wolf dringend im Jagdrecht, damit er reguliert werden kann. Wir dürfen nicht riskieren, dass eine wertvolle Kulturlandschaft in Zukunft nicht mehr gepflegt werden kann, weil es keine Schäfer mit ihren Schafen mehr gibt“, so Bäumer.

„Die neue Wolfsverordnung muss noch dieses Jahr zügig kommen und der Wolf ins Jagdrecht überführt werden. Es muss Rechtssicherheit für die Jäger hergestellt und eine klare Regulierungsvorgabe erarbeitet werden. Überall da, wo der Wolf schweren Schaden anrichten kann, wie an unseren Schafherden, die die Deiche schützen oder in Kulturlandschaften wie der Heide, wo die Tiere unsere Kulturlandschaft pflegen, muss es möglich sein, einzelne Wölfe unkompliziert zu schießen“, ergänzt der Abgeordnete Schepelmann. PM

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

3 Gedanken zu „Niedersachsen: CDU-Politiker fordern Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht

  1. Grimbart

    Darauf werden wir wahrscheinlich noch länger warten müssen. Es werden alle Gerichte bemüht werden und dann gibt es da noch Brüssel. Bevor da nichts geschieht sehe ich eine nationale Regelung noch lange nicht in Sicht.

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  2. Dr. Wolfgang Lipps

    Natürlich muss und wird der Wolf irgendwann mal ins Jagdrecht .
    Er ist ein kluges lernfähiges Großraubtier und ein hervorragender Jäger und, obwohl der Mensch nicht zu seinem Beuteschema gehört, natürlich potentiell gefährlich. Schädlich für die Viehwirtschaft ist er ohnehin, er vermehrt sich relativ schnell, und er ist gekommen, um zu bleiben.
    So ein Tier muss gerade in der Kulturlandschaft natürlich bewirtschaftet werden, und wer wäre dazu letztlich nach Ausbildung, Fähigkeiten und Motivation besser geeignet als der Jäger?
    Aber richtig ist auch: mit der schlichten Aufnahme in die Liste der jagbaren Tiere ist es natürlich nicht getan. Es muss mehr geregelt werden zu einem vernünftigen Management dieses Tieres und zum Schutz der Jäger vor shitstorms, Haftung u.a.m., und dann muss natürlich in Brüssel noch einiges passieren. Aus dem Klöckner-Ministerium wird, angesichts des jagdrechtlichen Murks, der da gemacht wird, sicherlich nichts kommen, und es wird wahrscheinlich in absehbarer Zeit mehr Wolfsfreunde, auch viele unbedarfte, geben als Wölfe.
    So wird das also noch lange nix!

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