Niedersachsen: CDU fordert Regulierung der Wolfspopulation

Sieben-Punkte-Plan für nachhaltigen Umgang mit dem Wolf aufgestellt

Der CDU-Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann fordert die rot-grüne Landesregierung auf, die Wolfspopulation in Niedersachsen auf Grundlage eines Sieben-Punkte-Plans zu regulieren. „Die Wolfspopulation in Niedersachsen umfasst derzeit gut 80 Wölfe. Experten zufolge wird sie mit einer Steigerungsrate von über 30 Prozent pro Jahr erheblich wachsen“, so Angermann. „Gleichzeitig werden vermehrt Weidetiere vor allem in Grünland- und Deichregionen gerissen und Wölfe häufiger auch in bewohnten Gebieten beobachtet – eine Regulierung der Wolfspopulation ist daher zwingend erforderlich.“

Angermann kritisiert: „Von der rot-grünen Landesregierung gibt es keinerlei nachhaltige Handlungsempfehlungen für den Umgang mit dem Wolf bei ansteigender Populationsentwicklung. Der niedersächsische Wolfsmanagementplan muss umgehend überarbeitet werden – wir benötigen vor allem einen konsequenten Umgang mit verhaltensauffälligen Wölfen, die wiederholt Menschen zu nahe kommen oder Weidetiere reißen.“ Aus diesem Grund werde die CDU-Fraktion einen Sieben-Punkte-Plan für einen nachhaltigen Umgang mit dem Wolf in den Landtag einbringen. Unter anderem sehe der Sieben-Punkte-Plan vor, den niedersächsischen Beitrag zum stabilen Erhalt der Wolfspopulation zahlenmäßig festzulegen. Außerdem soll der Wolf ins niedersächsische Jagdrecht aufgenommen und mindestens ein Tier aus jedem Rudel in Niedersachsen mit einem Sender versehen werden. „Mithilfe der Senderdaten könnte belastbar bewiesen werden, ob sich ein Rudel verstärkt Siedlungen nähert oder wiederholt Nutztiere reißt. Bestätigt sich der Fall, könnten die Rudel dann durch die gezielte Entnahme eines Jungtieres aus dem Rudelverband vergrämt werden“, so Angermann. PM

Beitragsbild: Titelzeile des Sieben-Punkte-Plans, der hier zum Download bereitsteht.

4 Gedanken zu „Niedersachsen: CDU fordert Regulierung der Wolfspopulation

  1. Werner M.

    Der Wolf gehört nicht in das Jagdrecht, da ansonsten den Jäger einmal der schwarze Peter zugeschoben werden kann. Sollen die sich darum kümmern ( einschl. aller Probleme), die ihn auch riefen. Das Land kann ja denn aus Schweden entsprechende bezahlte Wolfsjäger kommen lassen – evtl. tun es ja auch die vom Land bezahlten Landesförster.

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  2. Hans-Dieter Pfannenstiel

    Hat Herr Werner M. schon mal daran gedacht, dass “die” oder die bezahlten schwedischen Wolfsjäger dann in unseren Revieren rumballern?

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    1. Werner M.

      Sehr geehrter Herr Pfannenstiel,

      sind Sie der Meinung der Wolf gehört in das Jagdrecht und würden Sie dann die Aufgabe der Abschüsse übernehmen? Unbeliebter könnten wir Jäger uns in diesem Fall meiner Meinung nach nicht machen, denn die Wolfsbeführworter haben NOCH viele unwissenden Menschen hinter sich. Man kennt die Probleme nicht -bzw. man will sich auch nicht kennen. Was gehen mich die Sorgen und Nöte der Landbevölkerung an, so denken doch leider in der heutigen Zeit viele Leute. Nur alles was unter den Begriffen ÖKO und BIO verkauft wird, klingt für viele Menschen leider nur glaubwürdig.

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  3. Grimbart

    War das bei MT6 ein Problem? So oft käme das auch nicht vor und rumballern ist sicher nicht das richtige Wort für den Abschuss eines Wolfes. Das ist doch Niveau der Jagdgegner. Wenn ich da so an den armen Kerl in Schweden denke, der den verletzten Wolf erlöst hat, weiß ich nicht, ob ich wirklich die Aufgabe einen Wolf zu erschießen übernehmen möchte. Das dürften in meinem Fall gerne die Förster übernehmen.

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