Niedersachsen: Aus Angst vor Wolf – Eltern zäunen Kindergarten ein

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Im niedersächsischen Landkreis Nienburg wurden bis zu 300 Kilogramm schwere Rinder vom Wölfen gerissen, in unmittelbarer Nähe zu einem Waldkindergarten in der Gemeinde Steimbke fiel ein Alpaka dem Wolf zum Opfer. Aus Sorge um die Sicherheit ihrer Kinder haben die Eltern der in dem Waldkindergarten untergebrachten Kinder jetzt Konsequenzen gezogen – und den Kindergarten eingezäunt. Als der Zaunbau noch erwogen, aber nicht umgesetzt worden war, hatte der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Dirk Toepffer, bereits kritisiert: “Kinder hinter Zäune, damit der Wolf frei leben kann – dies ist den Menschen in Niedersachsen nicht mehr vermittelbar.” (JAWINA berichtete). Außerdem werden die Kinder mit Trillerpfeifen ausgestattet, damit sie auf sich aufmerksam machen können, wenn sie etwas Verdächtiges sehen, berichtet der NDR. Die Maßnahmen dienten dazu, das “subjektive Sicherheitsgefühl” von Eltern und Kindern zu erhöhen, erklärte der Bürgermeister der Gemeinde gegenüber dem Sender.

Beitragsbild: Erhöht das subjektive Sicherheitsempfinden – Trillerpfeife. Foto: SE

2 Gedanken zu „Niedersachsen: Aus Angst vor Wolf – Eltern zäunen Kindergarten ein

  1. Joachim

    Frage an die Freunde des Wolfes. Handelt es sich hierbei
    a) um eine überflüssige Maßnahme aufgrund der den Wissenden bekannten natürlichen Scheu des Wolfes?
    b) Um eine sinnvolle Maßnahme, weil der Waldkindergarten ein Eindringling im Revier des Wolfes ist?
    c) Um eine tierrechtlich bedenkliche Maßnahme, weil dem Wolf ein Teil seines potentiellen Beutespektrums entzogen wird?

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    1. Edelmann

      es fehlt noch
      d) sollte es überhaupt einen Kindergarten im Wald geben?

      Als in dieser Region vor ca. 15 Jahren die ersten Waldkindergärten entstanden, fand ich das Konzept prima.
      Die Kinder waren robust in Kleidung und im Verhalten, lernten früh die Natur kennen und konnten sich frei bewegen.
      Da ich mich aktiv an Unterrichtseinheiten beteiligte, wusste ich, dass ein beleidigtes Kind auch mal für 10 -20 Minuten “da hinten” zum schmollen war. Ich habe auch selbst schon Kinder in Teichnähe gesucht und zurück gebracht.
      Heute sehe ich das Konzept kritischer.
      Wald ist Lebensraum und sollte nicht für alles und von jedem genutzt werden.
      Wir müssen die Städte stärker renaturieren* und nicht unsere Komfortzone immer weiter ausdehnen.
      *damit meine ich nicht Wildschweine und Wölfe in die Straßen locken

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