Niedersachen: Jäger angeblich von Wolf angegriffen

In Boitze (Landkreis Lüneburg) soll ein Wolf einen Jäger angegriffen haben. Der Weidmann hatte demnach am 5.4. gegen 0 Uhr seine Ansitzeinrichtung verlassen und beugte sich über seinen Rucksack, als er “ein seltsames Geräusch in seinem Rücken” hörte. Als er sich umdrehte, soll der Wolf nur noch zehn Meter von ihm entfernt gewesen und mit leicht geöffnetem Fang auf ihn zugerannt sein. Nur durch einen in den Boden abgegebenen Warnschuss sei der Wolf von seinen kulinarischen Plänen abzubringen gewesen. Der Redaktion Jawina sind Dokumente zugespielt worden, die der relativ unwahrscheinlich klingenden Geschichte zu einer gewissen Faktizität verhelfen (sollen). Denn es gibt zwar Wolfsangriffe auf Menschen (man beachte die Unterschiede der deutschen und englischen Version des Wikipedia-Artikels zu diesem Thema…), sie sind aber relativ selten, und es erstaunt doch, dass es so kurz nach der Wiederbesiedlung Deutschlands durch die Raubtiere zu einem solchen Angriff gekommen sein soll. Wir erliegen an dieser Stelle dem online-typischen Hang zur Voreiligkeit und stellen die Dokumente online mit dem deutlichen Warnhinweis, dass sich deren Authentizität bislang nicht verifizieren ließ. SE

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Angebliche Mail von Konstantin Knorr, der im Niedersächsischen Umweltministerium für das Wolfsmanagement zuständig ist. Immerhin merkwürdig: Adressat und Verfasser der Mail sind identisch…

Die Redaktion dankt GN ganz herzlich für den Hinweis, WMH!

3 Gedanken zu „Niedersachen: Jäger angeblich von Wolf angegriffen

  1. Klaus

    Immerhin merkwürdig: Adressat und Verfasser der Mail sind identisch…

    Gar nicht merkwürdig: Das ist mit die gängigste Datenschutzmaßnahme, per lokalem Mail-Client eine Nachricht an mehrere Empfänger zu verteilen, ohne deren Identität untereinander preiszugeben — sich selbst ins To: eintragen, die anderen ins Bcc:.

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  2. indi1234

    Das ein Wolf quazi grundlos einen menschen, bzw. einen Hobbyjäger angegriffen haben soll, ist ein reines Phantasiegebilde dieses Hobbyjägers.

    Sicherlich wollte er sich damit nur wichtig machen.

    Hobbyjäger sind ja kannt dafür, das sie gerne derartige oder ähnliche Geschichten zum Besten geben, nur um ihre Aktivitäten vor der unbedarften Bevölkerung zu rechtfertigen.

    Ein weiterer Grund um diese Geschichte anzuweifeln ist, das dieser Jäger behauptete, das er neben seinem Hochsitz Geräusche wahrgenommen habe und das der Wolf nach dem heruntersteigen auf ihn zugestürmt sei.

    Wie kann ein Wolf auf jemanden zustürmen, wenn er quazi
    neben dem Jäger steht?

    Auf jemanden zustürmen kann man lediglich aus einer bestimmten Entfernung.

    Also, diese Geschichte stimmt hinten und vorne nicht.

    Leider gibt es auch noch Leute in den oberen Regierungskreisen, die solche Geschichten ungeprüft glauben.

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  3. Noneder Alexander

    Wenn der Jäger den Wolf geschoßen hätte, wär der Beweis da, aber ihr würdet ihn dann ja als Wolfsmörder verunglimpfen. Er wär besser beraten gewesen das Problem nicht mit einem Warnschuß zu beseitigen sondern mit einem geziehlten Schuß ( Jagdschutz ) .

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