Niederlande: 1062 Grosse Pflanzenfresser verrecken elend in Oostvaardersplassen

So funktioniert Regulierung von Schalenwildbeständen ohne Jagd

Allein im Februar 2018 sind 1062 Große Pflanzenfresser in dem umstrittenen Naturschutzgebiet Oostvaardersplassen in der holländischen Provinz Flevoland gestorben. Nur 69 Tier starben eines natürlichen Todes (wozu auch Hungertod und durch durch Entkräftung zählen dürften), die anderen Tiere mussten wegen ihres schlechten Ernährungs- und Allgemeinzustands erschossen werden. In dem 5600 Hektar großen Gebiet leben eine Vielzahl von Tieren, eine natürliche Ab- oder Zuwanderung ist weitgehend ausgeschlossen. Da Jagd und Fütterung der Tiere in der Vergangenheit verboten waren, verendeten und verhungerten in strengen Wintern stets hunderte von Pflanzenfressern. Nach Protesten ist in Notzeiten jetzt eine Fütterung erlaubt, notleidende Tiere werden von Rangern erschossen. Obwohl im Winter zugefüttert wurde, waren im Februar viele Tiere bereits so entkräftet, dass die Fütterung für sie zu spät kam. Unter den 1062 im Februar gestorbenen Tieren waren 858 Stück Rotwild, 184 Konikpferde und 20 Heckrinder. Die meisten der Tiere wurden erschossen.

Ursache des Massensterbens war nach Angaben der holländischen Naturschutzbehörde die Kälte in Verbindung mit Nahrungsmangel. Wegen des Frosts und eines strengen Nordwestwinds habe sich der Zustand vieler Tiere verschlechtert, so dass sie nicht mehr überlebensfähig waren.

Bei der Polizei sind hunderte von Anzeigen wegen notleidender Tiere eingegangen, berichtet der holländische Nachrichtensender RTLnieuws. Die “deutlich sichtbare Sterblichkeit” unter den Großen Pflanzenfressern führt seit Jahren zu heftigen Kontroversen. Erst nach massiven Protesten und nachdem Ranger und Förster bedroht worden waren, hob die Provinzregierung das Fütterungsverbot auf. Bereits zuvor hatten Aktivisten die Tiere illegal gefüttert. SE

Beitragsbild: Internetseite der Naturschutzbehörde Staatsbosbeher mit einem Dossier zu Oostvaardersplassen. (Screenshot).

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

8 Gedanken zu „Niederlande: 1062 Grosse Pflanzenfresser verrecken elend in Oostvaardersplassen

  1. Hans-Dieter Pfannenstiel

    Schade, dass es kein europäisches Tierschutzgesetz gibt. Dann könnte man die für dieses “Naturentwicklungsgebiet” Verantwortlichen endlich mit erstem Wohnsitz dauerhaft in einer Justizvollzugsanstalt mit erstem Wohnsitz melden. Wo bleibt der Aufschrei unserer Naturschutzverbände?

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  2. Gizmo

    Wo bleibt denn der Naturschutz, an dem Wolf können sie sich bereichern. Der Nutztierhalter wird alleine gelassen und das Rotwild, die Rinder sowie die Pferde lassen sie verrecken. Jagdhunde werden vom Wolf getötet, Haushunde werden vom Hof geholt. Diese ganzen Schlaumeier gehören hinter Gitter. Ich habe seit 30 Jahren ein Hochwildrevier und leidenschaftlicher Führer von Schwarzwildbracken. Ich habe den Glauben an die Jägerschaft verloren. Lassen wir uns doch nicht veralbern.
    Brackenheil

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  3. Karel Zwart

    Dieses gebiet ist die hölle auf Erde für die dort lebende tiere.Hintern Zaun sterben tausende tiere jeden winter den hungertod.
    Das gebied ist ein totales mislungen.
    Tiere haben im winter nichts zu fressen und sind gefangen hinter draht.
    Die Niederländische Regierung tut nichts, hat angst das verantwortliche fürs gericht geraten offenbar.Suche auf Google und You tube mit suchterm Oostvaardersplassen bitte.
    Nicht für junge kunder geëignet!

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    1. Karel Zwart

      Dieses gebiet ist die hölle auf Erde für die dort lebende tiere.Hintern Zaun sterben tausende tiere jeden winter den hungertod.
      Das gebied ist ein totales mislungen.
      Tiere haben im winter nichts zu fressen und sind gefangen hinter draht.
      Die Niederländische Regierung tut nichts, hat angst das verantwortliche fürs gericht geraten offenbar.Suche auf Google und You tube mit suchterm Oostvaardersplassen bitte.
      Nicht für junge kunder geëignet!

      https://youtu.be/6mILAYpRd88

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  4. Henri Alain Unsenos

    Tolles Experiment. Leider fehlen den grossen Pflanzenfressern die grossen Fleischfresser.
    Also- Zaun drum und Wölfe freilassen. Dann wird ein Schuh draus.

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  5. Donaubauer Paul

    Man könnte Hirsche ganz normal bejagen, Pferde nach Wildpferdemerkmalen selektiv weiterzüchten oder verkaufen und Heckrinder nach Auerochsenmerkmalen selektieren und weiterzüchten, oder entnehmen zum Verkauf an andere Projekte oder eben an Metzger. Alles besser als der vom Menschen verursachte grausame Hungertod!

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  6. Karin Mayer

    Das ist eine Schande und die Niederländische Regierung tut nichts. Kein tolles Experiment, sondern schlimmste Tierquälerei. Kann man da nicht beim Europäischer Gerichtshof (EuGH) klagen oder an einer anderen EU Stelle?

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