Nach Jagdverbot: Explodierende Wildschäden in Norditalien

Auf Betreiben von Umwelt- und Naturschutzverbänden wurde die Schwarzwildjagd im Piemont in der Jagdsaison 2012/2013 ausgesetzt. Jetzt zahlen vor allem die Landwirte in der norditalienischen Region die Zeche: Die Verluste in der Landwirtschaft werden für 2012 auf 500.000 Euro geschätzt, Entschädigungen flössen nur zögerlich, wie der italienische Bauernverband Cia beklagt.

Die Cia übergab dem zuständigen Landwirtschaftsminister eine gemeinsam mit Jagd-, Berg- und Tourismusverbänden verfasste Petition, in der die ausufernden Schäden an landwirtschaftlichen Flächen und “die Gefahren für die ganze Gesellschaft durch die unkontrollierte Vermehrung der Tiere” moniert werden. Denn auch die Schäden durch Wildunfälle, an Parks, Sportanlagen und Privatgrundstücken nehmen stark zu. Dennoch erscheint eine Wiederaufnahme der Schwarzwildjagd im laufenden Jagdjahr aufgrund verwaltungsrechtlicher Streitereien fraglich. SE

Foto: SE

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