Nach Hunderissen: Schweden entnimmt Wolfsrudel

Die Bezirksregierung der schwedischen Provinz Värmland hat am Mittwoch einer erweiterten Schutzjagd auf Wölfe des Rackland-Rudels zugestimmt. Ziel der Schutzjagd ist die Eliminierung der Leittiere und damit die Auflösung des gesamten Rudels. Ursache für die Entscheidung sind die fortgesetzten Angriffe auf Hunde durch das Wolfsrudel: Allein seit dem 15. Oktober habe es fünf Angriffe auf Hunde durch das Rudel gegeben, berichtet SvenskJakt, insgesamt seien vier Hunde getötet und drei verletzt worden. Die Bezirksverwaltung hatte festgestellt, dass die Gefahr fortdauernder Angriffe auf Hunde groß ist, da die Wölfe gelernt hätten, Hunde als Nahrung anzusehen. Trotz vorhergehender Schutzjagden, bei denen vier Welpen des Rudels erschossen worden waren, hätten sich die Angriffe fortgesetzt. Die Bezirksregierung hielt fest, dass die Wölfe des Rackstadter Rudels eher Hunde angriffen als andere Rudel. Dies liege an den Leittieren und werde so bleiben, solange diese nicht entnommen würden.

Die Situation wirke sich nachteilig auf eine effektive Elchjagd in Värmland aus und erschwere es, die Ziele des Elchmanagements zu erreichen. Nach Ansicht der Bezirksregierung gebe es keine geeignete Alternative zu der Schutzjagd, so SvenskJakt.

Der Jagdleiter der Schutzjagd, Bertil Forsberg, sagte zu SvenskJakt, man werde probieren, sich bei der Jagd auf die Elterntiere des Rudels zu konzentrieren. Würde man dabei jedoch einen Welpen erlegen, so würde die Jagd fortgesetzt. Forsberg äußerte sich sehr erfreut über die Entscheidung der Bezirksregierung: “Ich bin sehr zufrieden, dafür haben wir gekämpft.” SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Artikels in SvenskJakt. (Screenshot)

4 Gedanken zu „Nach Hunderissen: Schweden entnimmt Wolfsrudel

  1. Andreas Bodonge

    Warum gehen die Menschen dann nicht behutsamer und sorgsamer in solchen Gegenden mit ihren Hunden laufen? Warum müssen dann die Leittiere gekillt werden? Wenn ich weiß, dass irgendwo der Wolf im Rudel unterwegs ist, dann versuche ich mich doch entsprechend zu verhalten und benehme mich nicht wie in meinem privaten Wohnzimmer. Schade, dass die Menschheit mittlerweile so wenig Respekt vor der Natur hat.

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    1. Grimbart

      Herr Bodogne,
      ich vermute mal, dass Sie kein Naturnutzer sind. Gelegentliche Spaziergänge gehören wahrscheinlich zu Ihrem Erfahrungsschatz was die “Natur” anbelangt. Wie weit soll sich der Mensch denn einschränken wegen des Wolfes? Was darf man denn noch Ihrer Meinung nach tun? Bisher wurden nur Hunde attackiert, was wenn das mal Reitern passiert? Für manche Menschen ist die Nutzung der Natur nun mal vollkommen normal und diese Menschen haben oftmals einen viel größeren Respekt vor der Natur, da sie vertraut sind mit ihr. Wie viele Stadtmenschen halten dank Walt Disney das Reh für die Kinder vom Hirsch, oder meinen Kühe seien lila?

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