Nabu zeigt Jakobskreuzkraut-Sammler an

Der Vorsitzende der Eutiner Nabu-Fraktion, Oscar Klose, hat eine Gruppe freiwilliger Jakobskreuzkraut-Sammler angezeigt, die bei Scharbeutz (Schleswig-Holstein) in Abstimmung mit der Gemeinde die Giftpflanze ausgerissen und entsorgt hatten. Das berichtet das Online-Portal topagrar. Das giftige Jakobskreuzkraut breitet sich vor allem auf Grünland immer mehr aus und gefährdet Rinder und Pferde, insbesondere wenn die Giftpflanze bei der Mahd geerntet und im Heu getrocknet wird. Dann nehmen die Tiere die im frischen Zustand bittere und meist gemiedene Pflanze nämlich auf.

Nach Ansicht von Oscar Klose ist die Sammelaktion “völlig absurd” und rechtswidrig: Die Dünen, in denen die Giftpflanzen gesammelt wurden, seien gesetzlich geschützte Biotope nach Paragraf 21 Landesnaturschutzgesetz in Verbindung mit Paragraf 30 Bundesnaturschutzgesetz. “Erhebliche Beeinträchtigungen, und dazu zähle zweifellos „das stundenlange Herumgetrampel in der Vegetation mit Sack und Pack“, seien damit unzulässig”, zitiert topagrar. Wo kämen wir denn hin, wenn jeder halbwissende Laie meine, regulierend eingreifen zu müssen und zu dürfen und die Gemeindeverwaltung auch noch den Steigbügelhalter spiele, empörte sich der Nabu-Mann. Das, was sich in Sachen Kreuzkraut draußen abspiele, erinnere an das dunkle Mittelalter.

Der Bauernverband Schleswig-Holstein kritisiert den Nabu für die Anzeige freiwilliger Giftpflanzensammler auf seiner Facebook-Seite mit ungewöhnlich scharfen Worten und spricht von einem “JKK-Kreuzzug gegen die Bürger von Scharbeutz.”

“Ob der Nabu 

– mit seiner massiven Attacke gegen Freiwilligkeit,

– mit einer Anzeige gegen bürgerliches Engagement

– mit einer Dauerbeschimpfung der Bauern und inzwischen auch der Bürger

der geborene Partner des Naturschutzes ist, wird sich noch zeigen müssen.”, so der Bauernverband.

Beitragsbild: Jakobskreuzkraut. Quelle: Wikipedia, Autor: Christian Fischer

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