NRW: Nabu-Landesvorsitzender wechselt ins Bundesumweltministerium

Josef Tumbrinck verlässt nach 23 Jahren Vorsitz den NABU NRW

Es wächst zusammen, was zusammen gehört: Der Nabu-NRW-Landesvorsitzende Josef Tumbrinck wechselt ins Bundesumweltministerium (BMU) nach Bonn. In einer Pressemitteilung des Nabu NRW heißt es dazu: “Im Namen des NABU-Landesverbands dankt ihm der stellvertretende Landesvorsitzende Heinz Kowalski: „Für sein außergewöhnliches Engagement für den NABU sind wir Josef Tumbrinck von ganzem Herzen sehr dankbar. Er hat 23 Jahre lang als Landesvorsitzender maßgeblich das Gesicht des Verbandes geprägt und war unermüdlich und erfolgreich als Anwalt der Natur im Einsatz. Bei seiner neuen Aufgabe wünschen wir ihm alles erdenklich Gute.“

Tumbrinck hat am Sonntagabend alle Ämter im NABU niedergelegt und übernimmt ab sofort die Aufgabe als Unterabteilungsleiter Naturschutz im BMU. Die Geschäfte des NABU NRW liegen nun kommissarisch in den Händen des erfahrenen geschäftsführenden Vorstandes, der sich zuversichtlich zeigt, dass die Nachfolge zügig geregelt wird.

Seit seiner Wahl zum Landesvorsitzenden im Jahr 1996 hat sich der Mitgliederbestand des NABU verdreifacht und geht inzwischen auf die 100.000 zu. Josef Tumbrinck hat den NABU NRW zu dem starken Naturschutzverband in NRW entwickelt, der als Ansprechpartner zum Natur- und Umweltschutz geschätzt wird. Während Tumbrincks Amtszeit hat sich der NABU in NRW unter anderem erfolgreich für die Einrichtung des Nationalparks Eifel und den Fortbestand der Biologischen Stationen im Land eingesetzt. In den vergangenen Jahren lagen die Schwerpunkte im Einsatz für eine naturverträglichere Landwirtschaft und den damit eng verknüpften Schutz der Insekten.” PM

Beitragsbild: Filz (Symbolbild). Foto: SE

10 Gedanken zu „NRW: Nabu-Landesvorsitzender wechselt ins Bundesumweltministerium

  1. Zündelnerlaubt

    Belohnung für jahrelange, erfolgreiche Lobbyarbeit. Man kennt sich ja gut. Also will die SPD doch mit den Grünen die Jagd abschaffen? Ist ja egal wer sie abschafft die CDU spielt ja mit, wenn sie die Grünen als Mehrheitsbeschaffer nutzt.
    Da gab es doch mal die Waidgenossen in der SPD, hat man denen das Maul gestopft?
    Lobbyfilz, Fraktionszwang …. Demokrtaie, die klappt wohl nie.

    (Nein, die AfD und FDP können es auch nicht besser)

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  2. js

    Geht ein Rüstungsmanager als Staatssekrtär ins Bundesverteidigungsministerium oder das Vorstandsmitglied eines Automobilunternehmens ins Verkehrsministerium, dann schlagen die Wellen hoch! Wechselt ein Vorstandsmitglied der Naturschutzindustrie in das zuständige Ministerium, kräht in der Öffentloichkeit kaum ein Hahn danach. Wetten, dass man in der Mainstream-Presse kaum etwas davon lesen wird?

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  3. Ralf

    Gibt’s da einen Linksruck in der Politik? Die Grünen sind die neuen Linken und die von der SPD die neuen Grünen?

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  4. Ronbi

    Eine Bundesumweltministerin, die im Fasching, im Wolfskostüm auftritt.
    Bundes Umweltministerium und Bundesamt für Naturschutz, solange solche Filzereien dort herrschen, braucht man sich, um ein wirksames Wolfsmanagement keine Sorgen zu machen. Es gibt keines.

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  5. Kr.-Itisch

    Auch so angeblich gute und moralische saubere Organisationen haben das Problem mit dem Filz. Der NABU, der das BMU ja eh schon infiltriert hat, stärkt hier seine Position in dem sie möglichst viele Stellen durch ihre Vasallen besetzen.
    Das was hier passiert, ist keinen Deut besser als sonst überall auf der Welt abläuft. Wäre das nicht ein Fall für die Ermittler von Transparency International?
    Von denen soll mir keiner mehr etwas über die angeblich so böse Lobbyarbeit der Pharma- oder Automobilindustrie erzählen.

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  6. MH

    Als die geplante Personalie bekannt wurde, hieß es zunächst abwiegelnd, es sei noch nichts entschieden. Jetzt ist die mediale Aufmerksamkeit drüber hinweg und schwupps …

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  7. Jochen

    Vorsicht vor diesem Herrn.
    Herr Tumbrink ist erklärter Gegener des Reviersystems.
    Wörtliche Aussage auf einer JHV der Kreisjägerschaft Borken vor einigen Jahren.
    Wenn es nach mir ginge würde das Reviersystem sofort abgeschafft.

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    1. Ralf

      Wenn es so ist, dann gilt es, prüfen zu lassen, ob Herr Tumbrinck richtig auf seinem Posten ist. Ein Amtswalter hat eine gewisse Neutralität an den Tag zu legen. Wenn er diese Neutralität in seinem Handeln vermissen lässt, dann gilt es, ein paar kritische Fragen zu stellen.
      Denn die geäußerte Ablehnung des Revierjagdsystems steht unserem demokratischen System irgendwie entgegen. Das Revierjagdsystem wurde in der Revolution erstritten. Und der NABU-Mann will uns das jetzt im Umweltministerium streitig machen?
      Wehret den Anfängen!
      Irgendwer müsste da mal tätig werden!

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  8. Frank

    Kein Wunder, dass Jo Tumbrinck – von seinen “Fans” in den bisherigen Fachabteilungen des Landes auch gern “Dummbrink” genannt, nu’ Unterabteilungsleiter bei Svenja Schulze wird. Die mochte ich schon während meiner Studienzeit richtig gut leiden. Gleich nach ihrem Antritt als ASTA-Vorsitzende in Bochum blieb es für mich bei einem Besuch dort, weil ich das eher zum Abgewöhnen fand.
    Erinnern wir uns mal der Genese: Frau Schulze war zu der Zeit, als Remmel Umweltminister in NRW war, Forschungsministerin des Landes. In diese Zeit fällt auch die Subordination der Forschungsstelle für Jagd unter das Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz in NRW (LANUV). Mit Sozenduldung haben die Grünen seinerzeit vorsorglich die ganze Ministerialbürokratie nebst Mittelbehörden im Wege der Personalnachrückung mit “wesensfesten” Geistern infiltriert. Tumbrinck, der seinerzeit bei den grünen Umweltministerien ein- und ausgegangen ist, wie in seiner persönlichen Teeküche, ist da also ein Nachzügler, mit dem immerhin bewiesen ist, wie weit die alten rotgrünen Seilschaften aus NRW selbst unter der GROKO (steht das für GROßes KOtzen?) noch wirksam sind.
    WIr Nordrhein-Wandalen mögen uns freuen, dass wir den Jupp nu erstmal los sind – was eine trügerische Freude sein könnte.
    Mit der Farbenlehre Parteipolitik hat das m. E. aber nicht soviel zu tun – schaut man jedenfalls auf das, was so von verschiedenen Verbänden abgefragt worden ist (bei Befragungen zur Fuchsbejagung durch PETA fiel die Linke durch, sie propagiert Wald und Wild, Bartsch zufolge will man nicht noch weiter am Waffenrecht rumschrauben und den Wolf ins Jagdrecht holen) kann man nur fragen, was die SPD noch mit Grün, geschweige denn Links zu schaffen hat. Die sind inzwischen einfach nur dumm – und haben aus dem Schaden, den sie in NRW auch deswegen davontrugen, weil sie sich dort von den Grünen am Nasenring durch die Arena führen ließen, nix gelernt.
    Insofern kann der neue Job für unsern Jupp bei der lieben Svenja kaum verwundern…
    Und für die so genannten “Mainstream-Medien” ist dieser illistre Vogel einfach viel zu unbedeutend, um auch nur in einer Randnotiz auf die Personalie einzugehen. Da sollten wir uns vor Verschwörungstheorien m. E. hüten.

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