Nabu fordert totales Blei-Verbot

Im Vorfeld der Agrarministerkonferenz hat der NABU gemeinsam mit BUND, DNR, ÖJV und Slow Food die zuständigen Minister von Bund und Ländern erneut aufgefordert, sich für ein umfassendes, bundesweites Verbot bleihaltiger Jagdmunition einzusetzen. „Es wäre absurd, wenn Bund und Länder die umfangreichen Studien zur Tötungswirkung, Lebensmittelhygiene und dem Abprallverhalten von bleifreier und bleihaltiger Munition nicht nutzen würden, um endlich ein Verbot dieses toxischen Metalls bei der Jagd umzusetzen.”, heißt es in einer Pressemitteilung des Nabu. Jedes Gramm Blei sei eines zu viel, alternative Materialien stünden zur Verfügung, sagte Nabu-Präsident Olaf Tschimpke.

Als Begründung führt der Nabu gelegentliche Bleivergiftungen von Seeadlern an, deren Bestandsentwicklung in Deutschland aber wenig Anlass zur Sorge gibt: 2007 belief sich der Gesamtbestand auf 570 Individuen – um 1900 waren es gerade einmal 15.

„Es existieren bereits heute bleifreie Geschosse, die im Vergleich mit bleihaltiger Munition eine ebenso sichere Tötungswirkung im Sinne des Tierschutzes erzielen”, behauptet “NABU-Jagdexperte” Stefan Adler. Dies wird jedoch von vielen Jägern bestritten. Zweifel an der tierschutzgerechten Tötungswirkung einiger bleifreier Geschosse haben den ehemaligen schleswig-holsteinischen Ministerpräsident Peter-Harry Carstensen jüngst bewogen, eine Petition für die Zertifizierung von Jagdmunition im Internet zu starten. PM Nabu/SE

Bild: Screenshot der Nabu-Homepage, Copyright: Nabu

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.