Nabu fordert ganzjährige Waschbär-Bejagung

Die Naturschutzorganisation Nabu Niedersachsen hat nach übereinstimmenden Berichten der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) und des Hamburger Abendblatts (HAB) eine ganzjährige Bejagung des Waschbären gefordert. In der NOZ hieß es dazu, dass Waschbären immer mehr Kleintiere fräßen und teilweise gar an Nabu-Krötenschutzzäunen auf Beutezüge gingen und massenweise Kröten töteten. Für adulte Waschbären gilt in Niedersachsen eine Schonzeit vom 1. April bis 15. Juli. Jungwaschbären dürfen bereits ganzjährig bejagt werden. Die Nabu-Forderung erstaunt indes, denn die Schonzeit für adulte Waschbären fällt in die Brut- und Setz-Zeit und dient dem Schutz der Elterntiere, die in dieser Zeit für ihren Nachwuchs sorgen. Diese Schonzeit dürfte daher allein schon aus tierschutzrechtlichen Gründen kaum zur Disposition stehen. NOZ und HAB berichten übereinstimmend, dass im vergangenen Jagdjahr “die Rekordzahl von mehr als 10.000 Waschbären” erlegt worden sei. Vor zehn Jahren seien es nur etwa 2400 gewesen. Der Nabu war für eine Stellungnahme bislang nicht zu erreichen. SE

Beitragsbild: Waschbär-Porträt. Autor: Quartl, Quelle: Wikipedia. Veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported Lizenz.

3 Gedanken zu „Nabu fordert ganzjährige Waschbär-Bejagung

  1. Paul

    die Reaktion von NABU sind wieder mal ( kommt ja bei DENEN ganz “selten ” vor-?- ) nicht nachvollziehbar. Das es sich bei diesen “Naturschützern ” wirklich um solche handelt, ist für mich schon lange zweifelhaft ..
    Der Waschbär m u ß stark bejagt werden, aber deshalb d a r f man nicht in Kauf nehmen , dem Nachwuchs seine “Eltern ” / Versorger zu nehmen. Der nächste Schritt wäre dann wohl …., wegen des hohen Schwarzwildaufkommens, auch führende Bachen zu erlegen …geht’s noch ….. ?! Nachwuchs ist TABU , bei a l l e n LEBEWESEN !!!

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    1. ahe

      Der Vergleich mit unserem heimischen ursprünglichen Wild hinkt und ich halte ihn für falsch bzw. schlicht gefährlich! Was passiert wenn die ASP erst hier ist, werden wir dann auch auf den Mutterschutz bei den Sauen beharren? Der Waschbär gehört nicht in unsere Umwelt, genauso wenig wie der Mink. Der dank dieser Umweltidioten gerade dabei ist ganze Seen hier im Osten Vogelfrei zu machen. Wenn wir diese Kreaturen auch noch unter Paragraph 22 stellen und diese auch so behandeln werden wir sie nie wieder los. Fahrscheinlich ist der Zug eh schon abgefahren. Hier helfen keine “sentimentalen” Einstellungen sondern nur knallharte Ausrottungsmaßnahmen, siehe Australien ( Wasserbüffeln, Kamel, Kaninchen, Katze, Rotfuchs). Die kriegen es allerdings auch nicht mehr auf null. Wer es mit der einheimischen Diversität ernst meint der kann eigentlich hier nix anderes fordern. Die Hege nach 22 sollte sich sich auf heimisches Wild und nicht auf eingeschlepptes beziehen. Es sei denn wir wollen die Verantwortung für eine Veränderung der heimischen Flora/Fauna als Jäger bewusst übernehmen/mittragen.
      Leider verliert unsere Gesellschaft gerade an mehreren Stellen den “Überblick” was ist noch heimisch, normal, typisch etc. Am Ende heisst es wieder, das war doch schon immer so und dann haben wir eine fixe Veränderung mit all ihren Problemen bzw. Verlusten. Unsere Kinder werden es uns danken!

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  2. Anko

    Die Geschlechtsreife erreichen Waschbären nach 2 Jahren. Es spricht also nichts dagegen, in der Setzzeit erkennbar junvenilen/ einjährige Stücke zu erlegen. Vergleiche analog etwa die Schmalrehbejagung ab Mai und die entsprechenden Jagdzeitenregelungen etwa in Brandenburg (Waschbär ganzjährig mit Ausnahme führender Stücke). Hier kann ich die Forderung des Nabu nur unterstützen,

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