Müritz-Nationalpark: Anleitung zum Rufmord

 Falsche Anschuldigungen, offene Fragen

Nach derzeitigem Kenntnisstand haben sich die am schwersten wiegenden Vorwürfe gegen Jagszent wegen angeblicher Tierschutzverstöße, unterlassener Nachsuchen etc. in Luft aufgelöst. Als stichhaltig erwiesen hat sich der Verdacht auf (möglicherweise vorsätzliches) Überschießen des Abschussplans bei Dam- und Rehwild. Vorwürfe, die man, ohne sie zu bagatellisieren, als Formalien bezeichnen kann. Denn dass die nachträglich beantragten Abschüsse genehmigt worden wären, kann bei dem Wildvorkommen und dem Ziel, die Bestände zu reduzieren, wohl kaum bezweifelt werden.

 Die von AHe und anderen Jagdteilnehmern geschilderten Zustände werfen Fragen auf. Angesichts des gewaltigen Damwildvorkommens müssen sich die ortsansässigen Jäger durchaus die Frage gefallen lassen, ob es ihnen mit der Schaffung angepasster Wildbestände ernst ist, oder ob dies nicht nur ein wohlfeiles Lippenbekenntnis ist. Die ebenfalls mehrfach bestätigten “Kälberrudel” sind ein äußerst bedenkliches Phänomen (für das Jagszent weiter unten eine mögliche Erklärung liefert). Da muss man schon fragen, ob nicht ein paar Schießer zuviel unter den Jagdgästen anzutreffen sind. Aber ob dafür nur oder überwiegend die “maximal acht Prozent” ÖJV-Mitglieder (so das Ergebnis der vom Ministerium zur Klärung der Vorwürfe einberufenen Prüfkommission) verantwortlich sind, die nach offiziellen Erhebungen unter den Jagdgästen waren?Und ist dem Jagdleiter Jagszent wirklich das persönliche Fehlverhalten jedes einzelnen Jagdgastes (und vielleicht noch dessen dumme Sprüche) anzulasten? Heißt es nicht immer, jeder ist für seinen Schuss (und den Stuss, den er erzählt) selbst verantwortlich?

Jagszent_offiziell

Falk Jagszent mit Zora vom Wolfsrudel (11).
Foto: privat Copyright: Falk Jagszent

 Jagszent ist seines Postens enthoben worden, er muss sich den gegen ihn erhobenen Vorwürfen in den anstehenden Disziplinar- und OWi-Verfahren stellen. Ob er seinen Jagdschein behalten wird, hängt vom Ausgang dieser Verfahren ab. Auch eine Strafanzeige soll gestellt worden sein.

 An dem Mann ist die mediale Hetzjagd der vergangenen Monate nicht spurlos vorbei gegangen. “Ich habe keine Worte für dieses Niveau”, sagt Jagszent im Gespräch mit Jawina. Insbesondere die Tierschutzvorwürfe hätten ihn bedrückt. “Jeder, der mal mit mir gejagt hat, weiß, dass mir Nachsuchen und vernünftiges Schießen sehr wichtig sind”, beteuert er. “Ich habe nie gesagt, nicht ansprechen und von vorne schießen. Ich habe gesagt: Ferngläser haben auf einem Drückjagdstand nichts zu suchen, sprechen Sie durchs Zielfernrohr an.” (Das ist übrigens ein guter Praxis-Tipp für alle, die auf Drückjagden Strecke machen wollen, Anm. d. Verf.).

 “Mir wird vorgeworfen, dass ich meine Ideologie ausgelebt habe. Aber wenn wissenschaftliche Untersuchungen zweifelsfrei ergeben, dass es sinnlos ist, beim Damspießer nach der Spießlänge zu selektieren – ist es dann Ideologie, nicht danach zu selektieren, oder wenn der Abschuss landauf, landab nach diesem Kriterium stattfindet?”

 Zu den Kälberrudeln meint Jagszent: “Wir haben auf den Flächen jeweils vorher drei Wochen oder länger nicht gejagt. Es ist beim Damwild nicht ungewöhnlich, dass sich gerade während und kurz nach der Brunft die Kälber zusammenrudeln. Wenn die dann von dem plötzlichen Jagdeinsatz so überrascht werden, sind eben diese Rudel unterwegs. Das ist mindestens auch eine relevante Erklärung.”

 Er habe sich nicht um den Posten im Nationalpark gerissen, erklärt Jagszent. Er sei für einen schwer erkrankten und dann verstorbenen Kollegen erst vertretungsweise eingesprungen und habe dann dessen Stelle eingenommen. Es sei nicht sein “persönliches Anliegen” gewesen, die Einzeljagd zurückzunehmen und den Abschuss an möglichst wenigen Jagdtagen zu erfüllen. Dies sei durch die Nationalpark-Jagdverordnung und Anweisungen seines Dienstherrn klar vorgegeben. “Ich habe mir das dann angeguckt und gesehen, dass es bei der handwerklichen Ausgestaltung der Drückjagden Verbesserungspotenzial gibt, insbesondere was Standauswahl und Hundeeinsatz angeht.”

 “Die Drückjagd am 13.12, auf die uJ sich bezieht, fand in Revieren im Serrahn-Teil des Nationalparks (östlich von Neustrelitz) statt, und lief – nach Bekunden langjähriger Teilnehmer – so ab wie seit Jahren schon”, berichtet Jagszent. “Die einzige bemerkbare Veränderung war der deutlich verstärkte und verbesserte Hundeeinsatz. Das werden Ihnen die Revierleiter auf Nachfrage gern bestätigen.”

 Ins Zentrum der Kritik gerieten – vor allem wegen der Zahl der Schützen und der gestreckten Stücke (Stichwort “Gemetzel”) – in der Folge jedoch nicht diese Jagden, sondern die im Müritz-Teil (zwischen Neustrelitz und Waren) vom 22. bis 24.11. An den drei Tagen wurden jeweils ca. 1.500 Hektar mit je etwa 150 Schützen bejagt. Jagszent dazu: “Der Müritz-Teil hat immerhin 15.000 Hektar zusammenhängende Waldfläche. Dass dabei 200 oder mehr Jäger gemeinsam Drückjagd machen – etwa auf gemeinsamen Jagden mit den angrenzenden Bundesforsten oder Landesforstämtern – ist seit Jahren üblich. Nur diese Zahl unter dem Dach „Nationalparkamt“ – das war neu.”

 Den Großteil der Jahresstrecke auf wenigen großen Jagden zu erzielen und so den Jagddruck auf wenige Tage im Jahr zu reduzieren, gilt als effiziente, störungsarme und daher besonders tierschutzkonforme Jagdmethode. Die gerade auch von nicht jagenden Menschen und Medien daran geäußerte Kritk ist daher schlicht unsachlich und laienhaft und bestätigt die von Minister Backhaus festgestellten Mängel in der Öffentlichkeitsarbeit.

 Jeder wisse, sagt Jagszent, dass der Erfolg einer Drückjagd neben Standauswahl und Treibereinsatz vor allem von den Schützen und Hunden abhängt. “Alle Kollegen waren aufgefordert, gute Leute und Hundeführer heranzuholen, das war kein Exklusivrecht von mir.” Den Vorwurf, vor allem seine ÖJV-Freunde mit Jagdeinladungen bedacht zu haben, weist Jagszent zurück: “Ich habe meine Kontakte zur Stöberhundszene zum Wohl der Verwaltungsjagd eingesetzt.”

 Das nach dem bisher Vorgefallenen verständliche Bedürfnis, sich zu verteidigen, seine Sicht der Dinge darzulegen, bringt Jagszent im Fortgang des Gespächs dazu, auch noch auf die absurdesten Vorwürfe einzugehen – etwa in Bezug auf die als vorbildlich einzustufende Wildbretverwertung: “Wir haben immer mit mindestens einem Stück von jeder Wildart und den Stücken aus dem Einzelverkauf Strecke gelegt, verblasen, Brüche überreicht. Wenn wir alle Stücke auf die Strecke legen würden, wären unsere Leute doch um Mitternacht noch nicht fertig.”

 Es lässt sich nicht leugnen, dass einige der gegen Jagszent vorgebrachten Anschuldigungen ein wenig vorteilhaftes Licht auf seine Ankläger werfen. Wir reden alle immer davon, mit dem Wildbret ein hochwertiges Lebensmittel zu produzieren. Sich dann darüber aufzuregen, dass nicht mir allen 150 Stücken Strecke gelegt wird, erscheint – vorsichtig ausgedrückt – deplaziert. Und wenn Leute, die kostenfrei im Nationalpark (mit seinen Seeadlervorkommen) jagen dürfen, sich darüber aufregen, dass sie bleifrei jagen oder den Aufbruch mitnehmen müssen, dann drängt sich schon die Frage auf, ob die wohl den Schuss nicht gehört haben. Stephan Elison

Foto: Wildverwertung im Müritz-Nationalpaark (Copyright: AHe)

9 Gedanken zu „Müritz-Nationalpark: Anleitung zum Rufmord

  1. Ralf Stephan

    Beleg für hohe Standards
    Es ist gut und verdeutlicht die hohen journalistischen Standards der Jawina-Redaktion, dass in der uJ-Müritz-Sache nun auch die andere Seite beleuchtet wird. In meiner kurzen Zeit als uJ-Chefredakteur hatte ich versucht, mehr brisante Themen ins Heft zu holen und dabei gegenüber unakzeptablen Zuständen oder Haltungen auch klare Kante zu zeigen. Mit ihren Beiträgen zum Wolf in der Lausitz oder zum ersten Anlauf für ein Bleifrei-Gebot im brandenburgischen Landesforst gehörte die uJ zu den Vorrreitern, was ihren Ruf als fundiert recherchierte Fachzeitschrift festigte und woran heute für Jawina schreibende Jäger gewichtig mitwirkten. Die Betrachtung beider Seiten einer Medaille war bei unseren eigenen Beiträgen immer selbstverständlich. Ich erinnere mich auch an manche heftige interne Diskussion darüber, wie weit die Redaktion in der Schärfe ihrer “Attacken” gehen sollte und wann die Grenze des Vertretbaren überschritten wäre.
    An Versuchen, uns in private Kleinkriege zu verwickeln, mangelte es auch damals nicht. Meist waren sie verbunden mit Drohungen, das Abo zu kündigen oder “zur Konkurrenz” zu gehen, wenn sich die Redaktion nicht als gefügig erweist. Als ich die Ausgabe mit der unsäglichen Hass-Schlagzeile auf dem Titel in die Hand bekam, hatte ich schon vor dem Lesen des Beitrages das Gefühl, dass dies keine Sternstunde in der Geschichte dieser landauf, landab hochgeschätzten Zeitschrift sein würde. Die Recherchen von Jawina haben das nun endgültig bestätigt.
    Nicht nur aus alter Verbundenheit ist meine Bitte, der uJ und ihrem neuen, jungen Team auf seinem sehr hoffnungsvoll stimmenden Weg eine Chance zu geben. Vor journalistischen Fehlleistungen sind selbst große, sehr viel besser ausgestattete Redaktionen nicht gefeit. Da muss man nicht gleich an die Hitler-Tagebücher des “stern” denken, es reicht ein Blick auf die in regelmäßiger Folge auftretende Rudelbildung bei Tagesmedien, die einseitige Verlautbarungen von Parteien oder Gruppen unkritisch übernehmen oder dumpf deren politisch motivierten Fehldeutungen von Statistiken aufsitzen.
    Danke also an Stephan alias Jawina und ihm wie allen Leserinnen/Lesern
    Weidmannsheil
    Ralf Stephan, Berlin

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  2. Albrecht von Kessel

    Als Teilnehmer der großen November Jagden im Müritz-Nationalpark 2012 kann ich sie zu dem Artikel nur beglückwünschen. Die Jagden waren hervorragend organisiert und besonders erfolgreich in den Revieren, die bisher ausschließlich Einzeljagden durchgeführt haben. Die von ihnen beschriebenen (Groß-) Drückjagden habe ich genauso 1:1 erlebt.
    Der Vorwurf des Regelverstoßes gegen Falk Jagszent wegen der überschossenen Damtiere bleibt allerdings stehen. Der Rest ist nichts weiter als eine unerträgliche persönliche Hetzkampagne, die besonders der weiteren Entwicklung des Müritz-Nationalparks geschadet hat.

    Albrecht v. Kessel, Vorsitzender
    Förderverein Müritz-Nationalpark e.V.

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  3. Frank Feldmann

    Sehr geehrtes Jawina-Team,

    die zahlreichen Fakten in dem von ihnen verlinkten Wild und Hund Artikel widerlegen, dass hier nur ein angeblich neidischer Nachbar und der benannte Imbissbudenbesitzer agiert haben. Offensichtlich waren Förster, Wildhändler und Teilnehmer der Jagd im Müritz-Teil sehr auskunftsfreudig. Ebenso die Kreisjagdverbandsvorsitzenden. Und: Dass Herr Jagszent im Februar (!) Durchgeher und Hunde auf Sauen loslassen wollte, ist hoffentlich nichts, was sie gutheißen?! Und was ist mit der Missachtung der Arbeitsschutzvorschriften etc? Und auch der interne Bericht von Herrn Jagszent über den Verlauf der Jagden: Wie kommt der in die Öffentlichkeit ? Solche Interna sprechen doch eher dafür, dass auch das Umfeld von Herrn Jagszent Redebedarf hatte. Was eine Zeitung dann aus den Informationen macht, steht auf einem anderen Blatt und ist nicht den Quellen anzulasten. Können sie irgend eine Information aus dem Wild und Hund Dossier als unwahr belegen? Oder stört sie nur der Stil der UJ?

    FF

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    1. admin Beitragsautor

      Sehr geehrter Herr Feldmann,
      es geht, wie gesagt, nicht darum, eine Apologie zu verfassen. Sondern um Ausgewogenheit. Dazu gehört, dass man verschiedene Stimmen, vor allem aber auch den Betroffenen selbst zu Wort kommen lässt. Ich habe bewusst auf die anderen Beiträge zu Thema verlinkt, damit sich der geneigte Leser seine eigene Meinung bilden kann.
      Beste Grüße
      SE

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  4. H. Lindhorst

    Hallo,

    die Damwildstrecken in der Verwaltungsjagd NPA Müritz waren – wie Sie den NP-Berichten entnehmen können – vor 9-10 Jahren doppelt so hoch wie heute. Der angeblich neidische Nachbar hätte damals also um einiges mehr Grund als heute gehabt, in dem von Ihnen berichteten Sinne zu agieren. Davon ist in der Region nichts bekannt. Auch kann ich mich dem Vorredner anschließen: Selbst der Ausgangsartikel in der UJ erwähnt ein internes Dokument aus dem behördlichen Schriftverkehr zwischen dem ehemaligen Dezernenten Flächenmanagement und dem ehemaligen Referat VI-211b des Ministeriums. Dass ein neidischer Nachbar solche Dokumente besitzt, erscheint eher unwahrscheinlich…..Bradley Manning auf Mecklenburgisch?? Und auch dass der KJV-Vorsitzende Koch sich vor seinem Interview mit der UJ an das Ministerium gewandt hatte und auf den laxen Umgang mit den jagdrechtlichen Vorgaben hingewiesen hatte, lassen Sie unerwähnt. Hier Denunziantentum zu mutmaßen, wird dem Skandal nicht gerecht. Vielmehr sollten Sie davon ausgehen, dass hier viele kleine Whistleblower Fakten zusammengetragen haben, was Sie als Journalist eigentlich hoch schätzen müssen. Nur zuletzt: Die Erkenntnis, dass die Effizienz der Jagd vor die Jagdethik gestellt, hat in dieser Deutlichkeit allen voran Minister Dr. Backhaus ggü. den Mitarbeitern des NPA Müritz in einer internen Zusammenkunft geäußert (am Ende der internen Ermittlungen!). Das hat er nach den heutigen Erkenntnissen zum Sündenregister des/der Verantwortlichen nicht leichtfertig getan.
    Mit Weidmannsheil

    H. Lindhorst

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    1. admin Beitragsautor

      Hallo Herr Lindhorst,
      die Aktionen von Manning und Snowden richteten sich gegen staatliche Akteure – hier geht es darum, eine Einzelperson zu beschädigen. Das macht einen Unterschied. Manning und Snowden sollten einen nicht dazu verführen, jetzt jede miese kleine Denunziation, jeden Geheimnisverrat zur Heldentat hochzustilisieren.
      Dass ein “neidischer Nachbar” interne, vertrauliche Dokumente besitzt, ist nach meiner Erfahrung nicht so ungewöhnlich, da die oft geradezu herumgereicht werden. Wer sich in jagdlichen Gremien engagiert oder die richtigen Leute kennt, ist in der Regel gut informiert.
      Beste Grüße
      SE

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  5. H. Lindhorst

    Guten Abend SE,

    Sie betonen, keine Verteidigungsrede auf Herrn Jagszent zu halten. Dass Sie ihm Gehör gewähren ist fair. Aber es beschleicht einen doch das Gefühl, dass es in Ihrem Artikel nicht so neutral zugeht, wie Sie das hervorheben. Eher, dass man Sie versucht zu instrumentalisieren. Zum einen relativieren Sie die umfangreichen Untersuchungsergebnisse, laut denen hier ein ganzer “Sack voll” Rechtsbrüche begangen wurde. Glauben Sie, ein Minister – zur beamtenrechtlichen Fürsorge verpflichtet – würde sich so öffentlich äußern, wenn es sich nicht um endgültig gesicherte Fakten handelt? Der Mann wäre doch mit dem sprichwörtlichen Klammerbeutel gepudert. Und Ihre Neutralität leidet auch deswegen, weil Sie gleichzeitig anklagen. Der angeblich neidische Nachbar, der Strohmann-Pommesbudenbesitzer, der schlechte Journalistenkollege. Das ist insofern bemerkenswert, als ÖJV, NABU und Co. zunächst öffentlich die Schuldigen für angebliche Schmutzkampagnen beim LJV, den KJV und der Jagdpresse dingfest gemacht haben. Beim ÖJV mussten nach Darstellung in seinem Blog auch gleich noch die Politiker mit herhalten (“Jagdfunktionäre, Politiker und Journalisten”) Nach dem das beim obersten Jäger des Landes nicht gezogen hat und dieser vielmehr sehr deutlich gemacht hat, was er von “Öko-Jagd-Methoden” hält, muss nun über Sie als Sprachrohr die älteste aller Totsünden herhalten: Der Jagdneid. Glauben Sie mir: Wenn Sie sich die Mühe machen, alle Fakten dieses Jagdskandals zu recherchieren und mit involvierten Bediensteten zu sprechen, werden Sie Ihre Perspektive sicherlich überdenken. Ein Vorschlag: Da ihr “Informant” ihnen seine “Story” ja auch andrehen wollte, stellen Sie doch die übermittelten Dokumente anonymisiert hier ein. Dann kann a) der mit der Sache befasste Zeitgenosse abgleichen, ob es sich um die Belege handelt, die nun bei der Staatsanwaltschaft, dem Disziplinarverantwortlichen und der Jagdbehörde liegen oder ob ihr neidischer Nachbar wie behauptet, lediglich falsch Zeugnis wider seinen Nächsten geredet hat. Und b) kann dann jeder nicht Involvierte sich anhand der ihnen zugespielten Dokumente selbst (im Sinne der von Ihnen angestrebten Neutralität) ein Bild von der Qualität der begangenen Rechtsverstöße machen.

    Das würde Ihrem ansonsten sehr ansprechend aufgemachten Portal gut zu Gesicht stehen.

    Mit Weidmannsheil

    Lindhorst

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  6. Herbert Eingang

    Sehr geehrter Herr Elison,

    ich bin der “instrumentialisierte Würstchenbudenbesitzer” (Gekürzt. Bitte achten Sie auf Ihre Ausdrucksweise. admin.)
    Da sie selbst über schlampige journalistische Arbeit sprechen wenn ein Beteiligter nicht zu Wort kommt wundert es mich doch sehr, dass sie Behauptungen über mich veröffentlichen ohne vorher mit mir gesprochen zu haben. Ganz schlechter Stil.

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    1. admin Beitragsautor

      Sehr geehrter Herr Eingang,

      ich weiß wirklich nicht, worüber Sie sich aufregen: Sie sind doch in dem erwähnten uJ-Beitrag ausführlich genug zu Wort gekommen. Das kann (und soll) bitteschön jeder nachlesen und sich eine eigene Meinung bilden – auch in Bezug darauf, was “ganz schlechter Stil” ist.

      Im übrigen hat keiner gefordert, dass alle Beteiligten (alle 150 Schützen plus Treiber und Helfer?) zu Wort kommen müssten. Auch geht es in dem Beitrag auf jawina.de nicht darum, die ganze Geschichte nochmal von Anfang an aufzudröseln und die letzte und absolute Wahrheit zu verkünden, sondern darum (siehe Einleitung des Artikels) zwei in der bisherigen Berichterstattung schmerzlich vermisste Aspekte nachzuliefern: a) den “Angeklagten” (oder das Opfer?) Falk Jagszent selbst zu Wort kommen zu lassen und b) der Tatsache Rechnung zu tragen, dass es eine ganze Reihe (!) von Jägern gibt, die die Jagden im Müritz-NLP als sehr positiv und professionell erlebt haben – obwohl sie weder im NABU noch im ÖJV sind.

      Mit freundlichen Grüßen

      SE

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