Mongolei: Mit Jagdverboten nomadische Ureinwohner drangsalieren

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Die Dukha sind ein kleiner, zum Volk der Tuwiner zählender Stamm, einer der letzten, der die ursprüngliche nomadische Lebensweise noch nicht aufgegeben hat. Sie leben im Norden der Mongolei und sind die Ureinwohner dieses Gebiets. Von ursprünglich 200 Familien sind nur noch etwa 40 übrig. Jüngere Dukha zieht es in die Städte, ihr Jagd- und Streifgebiet ist zunehmend durch Rohstoffabbau, insbesondere Goldschürfer, bedroht. Die Rentierzucht und die Jagd prägen die Kultur und Lebensweise der Dukha. Doch 2012 hat die Regierung der Mongolei weite Teile des angestammten Lebensraums der Dukha zum Nationalpark erklärt – womit ein striktes Jagdverbot einhergeht. Und wie immer, wenn große Ungerechtigkeiten und Verbrechen begangen werden, mangelt es nicht an hehren ideologischen Begründungen: Das Jagdverbot diene dem Schutz des empfindlichen Ökosystems, das zunehmend Schaden genommen habe, heißt es zur Begründung auf einer beeindruckenden Fotostrecke über die Dukha auf ntv – wobei jedem klar sein dürfte, dass das Ökosystem nicht durch die paar verbliebenen Dukha Schaden nimmt, die seit jeher nachhaltig und im Einklang mit der Natur in dem Gebiet leben.

Natürlich kann es keine Ausnahme für die Dukha geben, es gilt der Gleichbehandlungsgrundsatz, gleiches Recht für alle: Es gehe nicht um Dukha oder Mongolen, es gehe darum, dass Menschen illegal jagen, erklärt der Chef-Ranger des Nationalparks auf ntv.

Weitere grandiose Aufnahmen von den Dukha gibt es auf der Internetseite des Fotografen und Dokumentarfilmers Hamid Sardar-Afkhami zu sehen, ein Hintergrundbericht (auf deutsch) findet sich hier. Mehr dazu auch hier.

Beitragsbild: Rentiere in Finnland (Archivbild). Foto: SE

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