“Mir leuchten die üblichen Vorbehalte gegen Jäger nicht ein.”

“Wer kein Veganer oder Vegetarier ist, hat kein Recht, Jagd zu verurteilen. Das Nutztier ist unter oft elenden Bedingungen eingesperrt, das Wildtier lebt frei und stirbt schnell und fast schmerzlos. Warum sollen Schweine oder Kälbchen, die massenhaft getötet werden, weniger wert sein als Rehe?”

In der taz ist ein sehr lesenswertes Interview mit der Regisseurin Alice Agneskirchner erschienen, deren Dokumentarfilm über die Jagd „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?“ gerade in den Kinos angelaufen ist. Leseempfehlung! SE

Beitragsbild: Headline des Interviews mit Alice Agneskirchner in der taz (Screenshot).

5 Gedanken zu „“Mir leuchten die üblichen Vorbehalte gegen Jäger nicht ein.”

  1. jochen

    Perlen vor die Säue, wie man gut an den Kommentaren sehen kann. Das verblödete urbane Bionade Proletariat, hat von nix eine Ahnung, aber zu allem eine Meinung und mit dem Internet jetzt auch die Möglichkeit, seine Ahnungslosigkeit in die Welt zu posaunen. Die einzige Grünfläche, wo die kennen ist der Görli, aber halten sich für kompetente Umweltexperten. Die Erfahrung mit ihren beiden Freundinnen, kann man wohl als gesetzt, für das ganze taz Klientel ansehen. Die Indianerinnen auf Elchjagd: cool, toll, supi. Der deutsche Jäger ein männerbündlicher Reaktionär, quasi ein Kryptofaschist. Mein Interesse mich mit solchen Weltbildern auseinander zu setzen, ist inzwischen extrem begrenzt. Glücklicherweise verlässt der größte Teil von diesen Schwätzern ja so gut wie nie sein Kiez Lebensraum und ereifert sich bloß im Internet über die “Lustmörder und Bambikiller”.

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    1. Edelmann

      @Jochen
      Warum so aufgebracht und was sind hier die “Perlen” und wer die “Säue”?
      Den Film muss ich mir noch ansehen. Auf das Interview bezogen kann ich nur sagen, dass ausschließlich von der TAZ die kritischen/zuspitzenden/provozierenden Fragen kamen. Die Antworten waren durchweg neutral bis sogar jagdfreundlich.
      Es ist aber ein Irrtum zu glauben, nur naive Städter würden (weil unwissend) die Jagd kritisch sehen.
      Es ist auch nicht angebracht, in einem “wir reden unsere Jagd schön” alle anderen als dumm hinzustellen.
      Ich kenne die verrotteten Hochsitze, Kirrungen in Quellgebieten, Rehkadaver am Waldrand und auf Weiden, dreibeinige Rehe.
      Populationsgenetik? Werden zur Fleischgewinnung nicht die “schönen” Tiere auf Bestellung geschossen?
      Abschussquoten? Geben sich die Jäger diese nicht selbst vor, um dann zu sagen “sie müssen”.
      Da kann der Jagdpächter zwar auf Hege machen, aber wie sieht es mit den Gastjägern aus, hegen diese auch?
      Der Wochenendjagdurlaub beim Grafen sowieso, die Staatsjagd, die kapitale Keilerjagd in Südosteuropa (ASP lässt grüßen).
      Bei uns hat das Wild nie Ruhe, ob gute oder schlechte Sicht, um 23 Uhr, 1 Uhr, 5 Uhr hört man Schüsse.
      Ich bin für ein staatliches Ranger-System, mit polizeilichen Kompetenzen. Bestenfalls in einer Übergangszeit könnten an Privatpersonen Begehungsscheine mit konkreten Handlungsaufträgen vergeben werden. Fest angestellte Berufsjäger und keine Hobbyjäger mit der Einstellung “uns kontrolliert kaum einer”; das beginnt mit der zugelassenen Waffentechnik und endet bei s-s-s.
      Ja, es wird verantwortungsbewusste Jäger geben, es gibt aber auch andere. Erstere dürfen sich gerne als Rancher anstellen lassen. Dann hört auch die reine Trophäenjagd auf. Bezüglich der Kosten ist zu sagen, dass wir in einer Demokratie leben und wenn eine Mehrheit (mit oder ohne Jagdwissen) eine andere Einstellung zur Natur und zu den Wildtieren hat, dann muss es uns das Geld wert sein.

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      1. Edelmann

        @Admin
        Ich meine natürlich Ranger und nicht Rancher und Übergangszeit statt Übergangsscheine.
        Wäre es möglich, dies zu verbessern? Danke.

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      2. Frank

        Naja, Jäger kaum kontrolliert? Das deckt sich aber keineswegs mit meinen Erfahrungen – nicht einmal in Revieren im ländlichen Raum relativ weit ab größerer Städte.

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