Ministerium bestätigt: Schafe bei Picher von Wolf gerissen

Am Wochenende vom 28. zum 30.11.2015 wurden in Mecklenburg-Vorpommern bei Picher (Landkreis Ludwigslust-Parchim) sieben Schafe gerissen und zwei weitere verletzt. Das Wolf bzw. die Wölfe gelangten über einen durch Sturmschaden herabgedrückten Wildschutzzaun auf die Koppel. Nach der Einschätzung des hinzugezogenen Rissgutachters “kann ein Wolf als Verursacher des Schadens nicht ausgeschlossen werden”, wie es im Behördendeutsch so trefflich heißt.

Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz bestätigt den Vorfall und weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Tierhalter im Wolfsgebiet ihre Vorkehrungen zum Herdenschutz überprüfen sollten. Empfohlen werden dabei entweder mind. 90 cm hohe stromführende Zäune mit einem Bodenabstand <20 cm bzw. Maschendrahtzäune mit mind. 120 cm Höhe. Die Zäune müssen allseitig geschlossen sein. „Das Land unterstützt Tierhalter beim Kauf von höheren Elektrozäunen, von Herdenschutzhunden bzw. dem Einbau von Untergrabschutz mit einer Förderung bis zu 75 Prozent“, sagte Minister Dr. Backhaus.

Getötete Schafe mit Verdacht auf Wolfsriss, aber auch Beobachtungen von Wölfen sollten umgehend gemeldet werden. Die Kontaktdaten der Rissgutachter sowie weitere Informationen zu der Thematik sind unter www.lung.mv-regierung.de > Rubrik Natur und Landschaft > Artenschutz > Wölfe in Mecklenburg-Vorpommern bzw. auf der Seite www.wolf-mv.de verfügbar. PM MLUV

Beitragsbild: Wappen der Gemeinde Picher, Quelle: Wikipedia.

 

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