Ministerium: A20-Rehe sollen vertrieben werden.

Noch vor dem langen Pfingstwochenende sollen die Rehe an der Bundesautobahn A20 im wörtlichen Sinne aus dem Verkehr gezogen werden, verkündet das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern. Das Ministerium hat dafür in den vergangenen Tagen in enger Zusammenarbeit mit Wildbiologen, Jägern sowie mit Vertretern des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg-Vorpommern und der zuständigen Autobahnmeisterei alle notwendigen Vorbereitungen getroffen, heißt es. Mit einer Wärmebildkamera sollen der aktuelle Standort der Tiere aufgespürt, die Wildschutzzäune geöffnet und die Rehe auf das freie Feld hinaus dirigiert werden. Dafür wird der Autobahnabschnitt zwischen Dummerstorf und Sanitz am morgigen Mittwoch ab 9 Uhr für mehrere Stunden gesperrt.

„Bereits in der vergangenen Nacht sind Wildbiologen den betreffenden Abschnitt abgefahren und haben die Böschung mit Hilfe von Wärmebildkameras gescannt. Diese Herangehensweise ist neu und erwies sich als sehr erfolgreich. Bis hin zu Füchsen konnten die Einsatzkräfte alle größeren Tiere ausfindig machen, die sich im Schutze der Dunkelheit an der Autobahn aufhielten. Allein auf einem Abschnitt von drei km konnten insgesamt vier Rehe lokalisiert werden. In der Nacht von Dienstag zu Mittwoch soll dieser Vorgang wiederholt werden. Anders als bei den regelmäßigen Streckenkontrollen der Autobahnmeisterei kann der Standort von Tieren mit Hilfe von Wärmebildkameras schneller und zielgenauer bestimmt werden“, betonte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz.

Sobald der Standort der Rehe am morgigen Mittwoch erneut ausgemacht wurde, werden die Zäune im betreffenden Autobahnabschnitt links und rechts auf eine Länge von etwa 40 Metern geöffnet und Fluchtmöglichkeiten in Richtung der Fahrbahn abgesperrt. „Auf diese Weise werden die Tiere kanalisiert und behutsam entlang des Zaunes aus der Gefahrenzone bis hin zur Öffnung dirigiert, wo sie dann auf das offene Feld entweichen können“, erklärte der Minister weiter. „Ich gehe davon aus, dass wir in dieser Sache schnell und gut vorankommen, damit die Verkehrssicherheit in diesem Bereich rasch wieder hergestellt ist.“ PM

Beitragsbild: Messebesucher mit Wärmebildkamera. Foto: SE

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