“Ministerin Ahnungslos” haut 10 Millionen für Wildnisfonds raus

“Deutschland wird wilder”, jubelt das Bundesumweltministerium in einer Pressemeldung. Anlass ist der Start für ein “neues Förderinstrument Wildnisfonds”: 10 Millionen Euro jährlich stehen ab diesem Jahr für neue Wildnisgebiete in Deutschland zur Verfügung

Das Bundesumweltministerium hat heute ein neues Förderprogramm zur Sicherung von Wildnisgebieten in Deutschland gestartet. Auf mindestens zwei Prozent der Landesfläche Deutschlands soll sich die Natur nach ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten und möglichst großflächig entwickeln. Damit dient der Wildnisfonds der Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) und dem darin formulierten 2-Prozent-Wildnisziel. Der neue Fonds soll die Möglichkeit eröffnen, potenzielle Wildnisgebiete zu sichern bzw. bestehende Wildnisgebiete zu ergänzen und/oder zusammenzulegen.

Dazu Bundesumweltministerin Svenja Schulze, die sich auf einer Erkundungsfahrt durch Brandenburg jüngst den Ehrentitel “Ministerin Ahnungslos” verdiente: „In Deutschland soll wieder mehr Wildnis entstehen. Mit dem Wildnisfonds unterstützen wir die Bundesländer dabei, Wildnisgebiete zu sichern und zu schaffen. Damit setzen wir ein weiteres wichtiges Vorhaben im Naturschutz in dieser Legislaturperiode um.“

Flächen, die für die Wildnisentwicklung gesichert werden, sind beim Ankauf, Eintausch oder als Austausch für einen dauerhaften Nutzungsverzicht förderfähig. Die Förderung ist auf den Verkehrswert der Fläche begrenzt, der Finanzierungsanteil des Bundes beträgt bis zu 100 Prozent. Beginnend mit diesem Jahr werden in den kommenden Jahren jeweils 10 Millionen in einem eigenen Titel Wildnisfonds im Haushalt des BMU zur Verfügung stehen.

Projektträgerin ist die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG), eine bundeseigene Dienstleistungs-GmbH zur Förderung von Umwelt-, Natur- und Klimaschutz. Informationen zur Förderrichtlinie Wildnisfonds, zur Einreichung von Projektskizzen und zur Antragstellung bei der ZUG finden Sie unter www.z-u-g.org/aufgaben/wildnisfonds.

Weitere Informationen zu Wildnis in Deutschland finden Sie unter www.bmu.de/themen/natur-biologische-vielfalt-arten/naturschutz-biologische-vielfalt/wildnis/ und unter www.bfn.de/themen/biotop-und-landschaftsschutz/wildnisgebiete.html.

„Klimaschutz durch Radverkehr“: Bundesumweltministerium fördert Modellprojekte

Der Radverkehr in vielen Städten und Gemeinden nimmt stetig zu. Das ist gut für den Klimaschutz. Um die Fahrradinfrastruktur entsprechend anzupassen und weiter auszubauen, startet das Bundesumweltministerium zum vierten Mal den Förderaufruf „Klimaschutz durch Radverkehr“ der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI). Ab dem 1. August können Bewerbungen für die Förderung eingereicht werden.

92 Millionen für “Klimaschutz durch Radverkehr”

Rund 92 Millionen hat das Bundesumweltministerium seit 2016 bundesweit für 44 Einzel- und 19 Verbundvorhaben im Rahmen des Förderprogramms “Klimaschutz durch Radverkehr” ausgegeben. Aktuell wurden sieben neue Projekte bewilligt, die beispielsweise „schlaue Radwege“ für Schulkinder vorsehen, ganze Stadtquartiere per Radweg miteinander verbinden oder eine rund 61 km lange Radwegeverbindung zwischen sechs Kommunen vorsehen, wie das BMU mitteilt. PM/SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der B.Z. (Screenshot)

8 Gedanken zu „“Ministerin Ahnungslos” haut 10 Millionen für Wildnisfonds raus

  1. Zündelnerlaubt

    Da schau einer mal auf die Prozente der SPD …. mehr wird das nicht mehr
    Es gibt keine Partei für normal Werktätige mehr in Deutschland. SPD, Linke und Grüne wollen bei den Arbeitnehmern abkassiern und die soziale Sicherung wird von den anderen Parteien rasiert.
    Jahrelang haben die Parteien gefehlt und jetzt pulvern die jede Menge Steurkohle in Leuchtturmprojekte.
    Dieses Dauer-Possenspiel ist nicht mehr witzig.

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  2. Carpe Diem.. jetzt erst recht

    Mit dem Wildnisfonds (Steuergeld) von Frau Schulze werden ihre Freunde von NABU oder BUND selbst Projekte an den Stellen realisieren, wo sie überregionale Wirtschaftsprojekte des Bundes oder der Industrie blockieren können. Denn der Radwegeausbau ist Sache des Verkehrsministeriums und der Länder.

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    1. Ralf

      @ Carpe Diem…: So ist es.

      Als ich den Satz:
      “Damit setzen wir ein weiteres wichtiges Vorhaben im Naturschutz in dieser Legislaturperiode um“
      gelesen habe, kam mir irgendwie folgender Gedanke in den Sinn:
      “Damit setzen wir ein wichtiges Vorhaben des Naturschutzbundes (NaBu) um.”

      Wer davon wohl profitiert?
      Ist Frau Schulze nicht auch NaBu-Mitglied?
      Mein Vater sagte immer: “Genossen machen Genossen genossen”. Das Ganze bekommt schon Geschmäckle…

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        1. Schubert Günther, Dresden

          Ja, da gibt es etliche Beispiele, wo man unterstellen mag, dass hier persönliche oder Vereinsinteressen in das politische Handeln überführt werden. Kurz nachgedacht:

          Peter Harry Carstensen, ehem. MP von Schleswig-Holstein, ehem. Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und Präsidentschaftskandidat für den DJV.
          Helmut Dammann-Tamke, MdL Niedersachsen und Vorsitzender des LJV Niedersachsen.
          Jochen Borchert, ehem. Bundeslandwirtschaftsminister, ehem. Vorsitzender des LJV und ehem. Vorsitzender, jetzt Ehrenvorsitzender der Jägerstiftung.

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          1. Ralf

            @Günther Schubert:
            Und was genau haben die von Ihnen Genannten den zugeordneten Vereinen finanziell direkt oder indirekt durch z.B. Projektfinanzierung zukommen lassen?

            Jetzt bin ich aber gespannt!

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