Mehrere Wolfssichtungen bei Hannover

Sachsen: Wolfsriss in Dorfnähe – Bundeslandwirtschaftsminister will reden: über begrenzte Abschussfreigabe

In der Region zwischen Hannover und Deister sind am Osterwochenende mehrere Wolfssichtungen gemeldet worden, wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtet. Mehrere Augenzeugen sahen demnach einen Wolf, als er am Sonntag die B217 bei Steinkrug überquerte, am Ostermontag wurde ein Wolf in der Gegend östlich von Laatzen beobachtet.

In Großdöbschütz (Sachsen, Landkreis Bautzen) hat vermutlich ein Wolf in der Nacht auf Ostermontag zwei Schwarznasenschafe gerissen. Das Mutterschaf war angefressen, das Lamm wies den typischen Kehlbiss auf, meldet die Sächsische Zeitung. Das Dorf ist dem Bericht zufolge nur 50 Meter von der Weide entfernt. Diese war offenbar ungenügend gesichert: Der Zaun soll niedrig gewesen sein, damit “Spaziergänger die Tiere streicheln konnten.”

Mittelbayerische Zeitung: Wölfe in Deutschland: Landwirtschaftsminister Schmidt will über “begrenzte Abschussfreigabe” reden

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat sich für mehr Schutz von Nutztieren gegenüber Wölfen ausgesprochen. Man müsse dazu auch über eine “begrenzte Abschussfreigabe reden”, sagte er der Mittelbayerischen Zeitung am Dienstag. Forderungen, den Wolf unter Jagdrecht zu stellen, lehnte Schmidt allerdings ab. “Der Wolf ist und bleibt kein jagdbares Wild. Einzelne gefährliche Tiere können bereits heute nach strengen Regeln abgeschossen werden. Wir kommen aber an den Punkt, wo wir im Rahmen der Bestandskontrolle über eine begrenzte Abschussfreigabe reden müssen”, erklärte der CSU-Politiker. Auf die Frage, ob der Wolf zu Deutschland gehöre, sagte der Minister: “Diese Frage hat der Wolf beantwortet. Er ist hier. Die Tiere auszurotten, wie das unsere Vorfahren getan haben, ist kein gangbarer Weg. Dennoch dürfen wir nicht vor den Konflikten die Augen verschließen. Wir müssen Wolfsmanagement betreiben. Vor allem müssen die Herden von Schafen, Ziegen, Rindern und Pferden vor dem Wolf geschützt werden. Deshalb werden die Anschaffung von Schutzzäunen und wehrhaften Hunden für die Herden auch staatlich gefördert und Tierverluste, die Wölfe verursacht haben, entschädigt.”

Beitragsbild: Gerissene Ziege (Symbolbild). Foto: SE

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