Mecklenburg-Vorpommern: Verfassungsschützer bei verdeckter Jagdwaffenkontrolle ertappt

In Ribnitz-Damgarten (Landkreis Vorpommern-Rügen) sind zwei Beamte des Kölner Amtes für Verfassungsschutz beim Versuch erwischt worden, unangemeldet in die Wohnung eines Jagdwaffenbesitzers einzudringen. Das berichtet der Nordkurier. Aus dem Artikel im Nordkurier geht nicht eindeutig hervor, wie der Einsatz ablief, also ob die Verfassungsschützer versuchten, die Wohnungstür zu öffnen und dabei vom überraschten Bewohner gestellt wurden oder ob sie klingelten und angaben, die Jagdwaffen des Mannes kontrollieren zu wollen – wozu der Verfassungsschutz keine Befugnis hat (noch nicht…). Jedenfalls rief der Jäger die Polizei, die “zur Gefahrenabwehr” erschien und die Personalien der “zwei männlichen Personen überprüfte.”

Die Schlapphüte zückten ihre Dienstausweise – von denen einer abgelaufen war. “Ein Kontrollauftrag oder ein anderes Dokument für eine Kontrolle konnte durch die Personen nicht vorgelegt werden”, zitiert der Nordkurier aus einem internen Polizeiprotokoll. Das Landesinnenministerium wurde über den Vorfall informiert, woraufhin die Verfassungsschützer ihren Einsatz nicht fortgesetzt hätten.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz bestätigte dem Nordkurier zufolge, dass die Beamten “im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags” tätig gewesen seien. Alle anderen Angaben seien unzutreffend. Vielleicht hatte der Jagdwaffenbesitzer ja auch die GEZ nicht bezahlt. SE

Die Jawina-Redaktion dankt AHe für den Hinweis.

2 Gedanken zu „Mecklenburg-Vorpommern: Verfassungsschützer bei verdeckter Jagdwaffenkontrolle ertappt

  1. Paul

    betr. Jagdwaffenkontrolle
    das der Verfassungsschutz dringend starker “INTELLIGENZ-Verstärker” bedarf, wissen wir s p ä t e s t e n s seit Beginn des
    “Schäpe”(?)Prozesses ….

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  2. FRank

    Ooch, Tschäpe? Da fällt mir noch mehr ein…:-)
    Was war denn bspw. mit dem Ermittlungsverfahren gegen die beiden Onlinejournalisten von netzpolitik.org wegen “Landesverrats”?
    Ach ja, ein gewisser Herr Maaßen, Chef des Bundesamts für Verfassungsschutz, hatte den Bundesanwalt Range aufgemüdet, die Grenzen
    zwischen journalistischen Kernpflichten und Landesverrat strafrechtlich zu verwischen… War erst diesen Sommer.

    Und nur wenig weiter zurück in die Vergangenheit, finden sich noch mehr Ruhmestaten der Behörde. Unsere Verfassung ist ein hohes Gut!
    Um das man sich angesichts der Qualität solcher Beschützer tatsächlich ernsthaft sorgen muss…

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