Mecklenburg-Vorpommern: Schäden durch Wölfe werden ersetzt

Von freilebenden Wölfen verursachte Schäden werden in Mecklenburg-Vorpommern jetzt zu 100 Prozent ersetzt. Voraussetzung dafür ist, dass sie innerhalb von 24 Stunden gemeldet werden. Das teilt das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz in einer aktuellen Pressemeldung mit. Auch Aufwendungen für die Prävention von Wolfsangriffen können bis zu 75 Prozent erstattet werden. In der Pressemitteilung des Ministeriums heißt es dazu:

Für die Gewährung von Zuwendungen zur Vermeidung oder Minderung von wirtschaftlichen Belastungen durch wildlebende Wölfe ist in der Ausgabe des Amtsblattes für Mecklenburg-Vorpommern vom 2. April 2013 eine Förderrichtlinie (Förderrichtlinie Wolf – FöRiWolf M-V)veröffentlicht worden. Sie tritt am 3. April in Kraft. Kernelemente sind Zuwendungen zur Minderung wirtschaftlicher Belastungen bei Schäden an Haus- und Nutztieren, Zuwendungen für Präventionsmaßnahmen sowie akzeptanzfördernde Maßnahmen.

Im Falle von Schäden an Haus- und Nutztieren können Zuwendungen von bis zu 100 % der zuwendungsfähigen Ausgaben gewährt werden. Voraussetzung ist, dass das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie LUNG oder der vom Land benannte Rissgutachter unverzüglich nach Feststellung des Schadens, in der Regel innerhalb von 24 Stunden, benachrichtigt und durch einen Rissgutachter in einem Rissprotokoll festgestellt wird, dass der Wolf als Schadensverursacher nicht auszuschließen ist. Darüber hinaus sind Nutztierhalter innerhalb des so genannten Wolfsgebietes angehalten, mindestens den im Managementplan für den Wolf definierten Grundschutz zu realisieren. Eine Karte des Wolfsgebietes wird auf der Homepage des LUNG noch innerhalb der laufenden Woche veröffentlicht werden. Nach Ablauf von einem Jahr ab der Veröffentlichung können Schäden an Nutztieren nur noch im Falle eines realisierten Grundschutzes berücksichtigt werden.

Im Falle von Präventionsmaßnahmen können Zuwendungen von bis zu 75 % der Ausgaben für über die Anforderungen des Grundschutzes hinausgehende Maßnahmen innerhalb des Wolfsgebietes gewährt werden. PM

 

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