Mecklenburg-Vorpommern: Landkreis hebt Drückjagdverbot auf

Treib- und Drückjagden sind im Landkreis Vorpommern-Greifswald jetzt bis 2019 durchgehend erlaubt – Die Jagdverbote zwischen 11. Januar und 31. Juli wurden wegen Schweinepestgefahr ausgesetzt.

In einer Pressemitteilung des Landkreises heißt es dazu: Der Landkreis Vorpommern-Greifswald weist als Untere Jagdbehörde auf die Ausnahme vom Verbot der Treib- oder Drückjagd bis zum 31.03.2019 im eigenen Zuständigkeitsbereich hin. Aufgrund der anhaltend hohen Gefährdung des Schwarzwildbestandes in Mecklenburg-Vorpommern durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) wurde durch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz eine Allgemeinverfügung für das Gebiet des Landkreises Vorpommern-Greifswald erlassen.

»Grundsätzlich gilt normalerweise in der Zeit vom 11. Januar bis 31. Juli eines jeden Jahres ein Verbot der Jagdausübung in Form der Treib- oder Drückjagd. Mit der nunmehr geschaffenen Ausnahmeregelung werden die Jagdbezirke im Gebiet des Landkreises Vorpommern-Greifswald für den Zeitraum vom 1. Februar 2016 bis zum 31. März 2019 komplett vom vorgenannten Treib- oder Drückjagdverbot freigestellt«, sagte Kreissprecher Achim Froitzheim.

Im Grenzraum zur benachbarten Republik Polen, auf deren Territorium die ASP bereits festgestellt worden sei, so der Sprecher, solle der Schwarzwildbestand reduziert werden, um im Falle eines Ausbruchs der ASP möglicherweise bestehende Infektionsketten im Schwarzwildbestand zu unterbrechen. Vor allem auch ein Übergreifen auf Hausschweinehaltungen sei nach Kräften zu verhindern.

Eine effektive Bejagung lässt sich vor allem durch möglichst gemeinschaftliche und revierübergreifende Drückjagden erzielen, wozu die Jagdausübungsberechtigten nunmehr die Möglichkeit erhalten. Auf die strikte Einhaltung anderweitig geltender Rechtsvorschriften, wie etwa der Jagd- und Schonzeiten oder des Elterntierschutzes, wird nachdrücklich hingewiesen. PM

Beitragsbild: Drückjagdstrecke. Foto: SE

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