Mecklenburg-Vorpommern: Landkreis genehmigt die Bejagung von Rotwild in der Schonzeit

Der Landkreis Vorpommern-Rügen hat auf Antrag des Forstamtes (FA) Schuenhagen für dieses den Abschuss von Rotwild in der Schonzeit im Landeswald genehmigt. Damit soll auf angeblich hohe Wildtierkonzentrationen und Verbiss reagiert werden.

Rotwild hat in Mecklenburg-Vorpommern derzeit Schonzeit. Diese beginnt am 01.02. und endet zuerst für einjährige Stücke am 31.05. und für Muttertiere (Alttiere) mit ihren Kälbern am 31.07. Wildbiologisch absolut sinnvoll, in dieser Zeit sollen die Alttiere in ihrem heimlichen Verhalten und an den von ihnen ausgewählten Orten zum Setzen der Kälber nicht gestört werden. Eine Bejagung in der Schonzeit hat schwerwiegende Folgen für den Verband der Rotwildfamilie, kritisiert die Hegegemeinschaft Hochwild Schuenhagen – Franzburg (HG). Diese Feststellung wird durch die wildbiologische Forschung unterstützt.

Durch den Gesetzgeber, das Bundes- und Landesjagdgesetz, sind innerhalb der Zuständigkeit der Obersten Jagdbehörde (OJB) Mecklenburg-Vorpommern Ausnahmen zum Schonzeit-Abschuss möglich. Diese Ausnahmen sind bei Witterungs- oder Katastrophen-bedingten massiven, langanhaltenden örtlichen Konzentrationen von Wild und damit entstehenden hohem Wildschaden mit dem Risiko des Verlustes der wirtschaftlichen Kulturen oder anderwärtig zu schützender Pflanzen- und Tierbestände möglich. Voraussetzung für eine Ausnahme ist der Nachweis, welche Maßnahmen zur Vertreibung und Vergrämung bereits ergriffen wurden und warum diese nicht zum Erfolg führten. Die Ausnahme kann nur die betroffenen Flächen selbst umfassen und nicht zur großräumigen Bejagung der Wildtiere führen.

Eine derartige Gefahrensituation besteht aus Sicht der zuständigen Hegegemeinschaft (HG) Hochwild Schuenhagen-Franzburg nicht. Der Großteil der Jagdbezirke des FA Schuenhagen, auch der hier betroffene, liegen im Zuständigkeitsbereich der HG. Seit Jahren nicht erfüllte Abschusspläne und sinkende Abschusszahlen in den Jagbezirken des FA widersprechen überhöhten Wildbeständen. Im gesamten Bereich der HG sind die Rotwildbestände durch die intensive Jagd rückläufig und liegen unterhalb des zulässigen Zielbestands (Frühjahrsbestand vor dem Setzen der Kälber).

Die HG ist in die Entscheidungsfindung der UJB nicht einbezogen noch von dieser informiert
worden. Einzelheiten zur Dauer und zum Geltungsbereich der Ausnahmegenehmigung sind der HG nicht bekannt. Allen Bitten um weitere Informationen zu Schadensort und Schadensart und einem Ortstermin wurden durch den Landkreis bisher nicht stattgegeben. Lediglich bekannt ist, dass es sich um Verbiss handeln soll. Verbiss wird Rehwild zugerechnet, das frische Triebe der jungen Bäume äst (frisst). Rotwild kann Forstkulturen eher durch Schälen der Rinde jüngerer Bäume schädigen. Ein solches Verhalten tritt insbesondere bei fehlenden anderen Möglichkeiten zur Nahrungsaufnahme, im Winter und bei Menschen-gemachter falscher Wildtierleitung (Bejagung) auf. Aktuell stehen die umliegenden Raps- und Getreidefelder sowie die angrenzenden Wiesen im Saft und bieten dem Rauhfutterfresser (Massenfutterfresser / Grasfresser) Rotwild seit Wochen seine typische Nahrung. Daher ist nicht nachzuvollziehen, warum das Rotwild mühevoll an einzelnen Knospen knabbern sollte. Durch das allerorts verfügbare Nahrungsangebot ist das Rotwild nicht auf einen Standort (Einstand) angewiesen und kann bei Bedarf durch maßvolle Beunruhigung, wie Spazierengehen oder Durchstöbern, leicht zum Ausweichen und Standortwechsel veranlasst werden.

Aus Tierschutz- und Muttertierschutz-Gründen im Einklang mit jagdethischen Grundsätzen, ist die Bejagung in der Schonzeit abzulehnen und zu unterlassen. Eine solche Handlungsweise widerstrebt den allermeisten Jägerinnen und Jägern. Einseitig ökonomische oder ökologische Gesichtspunkte können eine Ausnahme nicht allein rechtfertigen. Wald, Feld und Wild gehören zusammen und es ist ein Kompromiss zwischen den wirtschaftlichen Interessen und den Lebensraumbedürfnissen freilebender Tiere zu finden. Auch die Bevölkerung hat den Wunsch, bei Gelegenheit Wildtiere beobachten zu können. Hans-Jürgen Patzer, Vorsitzender der Hegegemeinschaft Hochwild Schuenhagen-Franzburg

Beitragsbild: Erlegtes Rotkalb – oft ist es der von sogenannten Ökojägern produzierte hohe Jagddruck, der angeblich hohe Wildtierkonzentrationen und daraus resultierende Schälschäden bewirkt. Diese Angstrudel dann in der Schonzeit zusammenschießen zu wollen, ist der endgültige Abgesang auf die Jagdethik.

18 Gedanken zu „Mecklenburg-Vorpommern: Landkreis genehmigt die Bejagung von Rotwild in der Schonzeit

  1. Hans-Dieter Pfannenstiel

    Anscheinend hat auch die Forstpartie in Mecklenburg-Vorpommern nun dem wiederkäuenden Schalenwild den Krieg erklärt. Da kann man nur zu zwei Sofortmaßnahmen raten. 1. Alle nichtfiskalischen Jäger beteiligen sich nicht an dieser Tierquälerei und geben am besten ihre Begehungsscheine zurück und nehmen an keinen Jagden im Landesforst teil und
    2. Die Hegegemeinschaft klagt gegen die Jagdbehörde wegen formaler Fehler (Nichtbeteiligung der Hegegemeinschaft) und wegen Verstoßes gegen den Tierschutz.
    Längst sollte es doch auch der Begriffsstutzigste nun endlich kapiert haben, dass man mit Bejagung von Reh- und Rotwild in dieser Zeit den Wildschaden provoziert, den man angeblich mit Jagd im Frühjahr verhindern will.

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  2. Uwe Trepte

    Was soll das Herr Pfannenstiel? Ihre flache Polemik ist seit einiger Zeit sehr auffällig! Kennen Sie die Wälder im Forstamt Schuenhagen? Ich hatte die Möglichkeit dort an einer Exkursion teilzunehmen. Aus meine Sicht gibt es dort, wie überall in Deutschland niemanden, der irgend jemanden oder einer Tierart den Krieg erklären will. Ich möchte Sie an Ihren Artikel (https://www.jawina.de/fallenjagd-dem-waschbaer-den-krieg-erklaert/) erinnern, als Sie Herr Pfannenstiel dieses sinnlose Vokabuler benutzten. Es hilft doch niemandem zwischen die Interessengruppen Keile zu treiben. Wenn Sie urtelen wollen, fahren Sie nach Schuenhagen!

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    1. admin Beitragsautor

      Herr Trepte, Ihre aggressiven Ausfälle qualifizieren Sie nicht unbedingt dafür, anderen Kommentatoren “flache Polemik” vorzuwerfen. Und waren Sie nicht jener Brandenburger Forstbeamte, der als Jagdleiter bei einer Drückjagd in sein ÖJV-Jäckchen gewandet vor die Jagdgesellschaft tritt und in seiner Ansprache den alten Ökojäger-Spruch “Schießt du Keule, hast du Rücken, schießt du Rücken, hast du Keule” unterbringt? Was man wohl durchaus als Aufforderung zu leichtfertigen oder gar tierschutzwidrigen Schüssen auffassen kann? Ich wollte ja schon lange mal bei ihren obersten Vorgesetzten anfragen, die in ihrem berüchtigten Maulkorberlass bekanntlich strenge Vorgaben für Meinungsäußerungen von Brandenburger Forstbeamten zu etablieren versuchten, ob solche Sprüche und die ÖJV-Klamotten mit dem Neutralitätsgebot und den allgemeinen Ansprüchen an die offiziellen Verlautbarungen von Förstern in Einklang stehen. Vielen Dank, dass Sie mich mit Ihrem Kommentar daran erinnern.

      Und haben Sie sich nicht damit gebrüstet, dass Sie in sieben Jahren 500 Rehe (oder waren 700 Rehe in fünf Jahren, ich weiß es nicht mehr) abschießen ließen? Sind Sie nicht derjenige, der junge Jäger vor der Drückjagd mit der Ansage: “Reh: Bumm! Ricke mit Kitz: Bumm, bumm!” auf rücksichtslose Schussabgabe einnordet? War es nicht in Ihrem Revier, dass Jagdgäste mit Ihrer Bumm-Bumm-Billigung spitz von vorn Trägerschüsse auf ziehendes / flüchtiges Rehwild antragen (welches dann freilich getroffen wird, aber nie zur Strecke kommt und vermutlich elendig irgendwo verreckt ist)?

      Wissen Sie, wenn ich es mir recht überlege, kommt das, was da bei Ihnen und einigen Ihrer Kollegen abgeht, meiner Vorstellung von Krieg gegen Schalenwild schon ziemlich nahe. Und Sie sind einer der verbohrtesten Kriegstreiber und Scharfmacher, weshalb Ihre Bestrebungen, Ihresgleichen von derartigen Vorwürfen reinzuwaschen äußerst unglaubwürdig sind.

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    2. Carpe Diem.. jetzt erst recht

      Der Stachel wird in den Forst(fach)hochschulen gesetzt. Danach kommt der Kampf um den Forst-Arbeitsplatz. Wer sich nicht den Zwitter-Ideologien von ökonomischen und ökologischen Waldbau hingibt, ist chancenlos. Die falschen Propheten sitzen heute im ÖJV. Der Wert eines Waldes wird verständlicher Weise unterschiedlich bewertet. Aber- ein Bach, in dem kein Fisch schwimmt, ist tot;, ein Wald in dem kein Tier springt, ist tot; und damit als Erholungsraum wertlos. Begreifen muß der ÖJV, dass der Wald den Menschen, also der Allgemeinheit gehört. Den Wandel der Geisteshaltung bei Forstbeamten konnte ich in über 30 Jahren Begehungsscheinen im Staatsforst miterleben: “Wald vor Wild” ist nun die Devise, aber die Waldbesucher beschweren sich, das der Wald durch die Holzernte allenthalben aussieht wie ein Truppenübungsplatz. Verschwunden sind die ausgedehnten Einstände, wo Ruhe herrschte. Rückegassen, Fahrradwege, Grillplätze, downhill-Strecken, Premium-Wanderwege und Sonstiges mehr machen den Wald zum Rummelplatz. Heute schreit das Volk wieder nach Insekten, weil zu viel Gift versprüht wurde, wann kommt bei den Waldbauern (synonym Förster) die Erkenntnis, dass Ökologie eine Wechselbeziehung auch zwischen Schalenwild und Wald ist? Wahrscheinlich gar nicht mehr, wenn die Landesforsten jetzt zu Holzfirmen umgepolt werden.

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  3. Carpe Diem.. jetzt erst recht

    Absurder geht´s nimmer – denkste – die Förster bekommen´s hin. Klärt mal die Steuerzahler darüber auf, dass Forstbeamte kostenlos und während der Arbeitszeit zum Jagen gehen, auch bei Drückjagden. Auch sind Förster KEINE Naturschützer von Amts wegen, wie landläufig unterstellt wird, im Gegensatz zum Jäger, der gesetzlich zum Naturschutz verpflichtet ist (Hegeauftrag). An statt für mehr Ruhe in und um die Einstände zu sorgen, ein funktionierendes Besucherleitsystem zu organisieren und zu überwachen ist den Sesselfurzern offensichtlich schon zu viel gedacht.

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  4. Ralf

    Im Bundesjagdgesetz steht, dass mit der Jagd die Pflicht zur Hege verbunden ist. Weidgerechtigkeit / Waidgerechtigkeit und Hege sind schon an den Tierschutz gekoppelt. Die bisherigen Jagdzeiten des Bundesjagdgesetz haben schon was mit Waidgerechtigkeit und Tierschutz zu tun, finde ich. Die Schonzeiten gibt es nicht ohne Grund!
    Wenn die Forstämter nun beigehen, und diese Zeiten aufweichen, dann komme ich ins Nachdenken. Es gab einen Forstamtsleiter im Staatsforst Klötze (Bernd Reißig, 2010 verstorben), der erklärte, dass es durchaus auch vom Waldbau abhängt. Wird der Wald vernünftig aufgebaut, dann gibt’s auch keine wirklichen Probleme mit Verbiss.
    Bekommt Reh-und Rotwild jetzt schon in der Aufzuchtzeit “Feuer”, dann muss man sich nicht wundern, wenn die Schäden in den Einständen größer werden. Mir braucht keiner einen Bestand zeigen, in dem die Sommerschäle arg zugenommen hat, wenn er gleichzeitig quasi das ganze Jahr Jagdruck aufbaut/ aufbauen lässt.
    Und wenn ich auf Drückjagden im Staatsforst die Ansage des Jagdleiters höre, dass “Reh vor Schwein” zu schießen ist, dann kann ich mich nur an den Kopf fassen.
    Da kann man schon von “Krieg” gegen Reh- und Rotwild sprechen. Ich hoffe, dass der Hegegedanke und der gesunde Menschenverstand in die Forstämter zurückkommt!

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  5. MH

    Wie sind eigentlich die Bäume, die heute 100 Jahre alt sind, ohne das rigorose “Wildtiermanagement” so hübsch gerade gewachsen?

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  6. HG Hochwild Schuenhagen-Franzburg

    Die HG Howild Schuenhagen-Franzburg erhilet folgenden Kommentar von Christian Albrecht / Vorstand Fortswirtschaftliche Vereinigung Mecklenburg Vorpommern
    siehe unten

    Antwort der HG :

    Sehr geehrter Herr Albrecht,
    vielen Dank für Ihre Nachricht und Meinung. Tatsächlichstimmen wir offenbar mit Ihren Ansichten zu den Wildbeständen, zur Bejagung und zum Waldbau überein.Die Situation in Schuenhagen ist so einzuschätzen, dass das vorkommende Wild durch andereVergrämungsmaßnahmen abgehalten werden kann, anstatt die sich zum Setzen der Kälbereinstellenden Alttiere (Muttertierschutz) durch Abschießen ihrer vorjährigen Kälber zu vertreiben. Leider sind hierkeine sachlichen sondern mehr ideologische Aspekte ausschlaggebend.

    Da Ihnen die Details bei der Betrachtung aus der Fernenatürlich nicht bekannt sein können, wirkt Ihre Argumentation etwas inszeniert.

    Trotzdem besten Dank.

    MfG
    Hans-Jürgen Patzer

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    Sehr geehrter Herr Patzer,

    ich beziehe mich auf IhrSchreiben vom 18.04.2019 an die Mitglieder der HGSchuenhagen-Franzburg.
    Mein Name ist ChristianAlbrecht. Ich bin Mecklenburger, aufgewachsen inder Region Nossentiner/Schwinzer Heide undbegeisterter Jäger seit 1994. Seit vielen Jahrenleite ich einen 1200 ha großen privatenForstbetrieb und beförstere weitere Waldbesitzer(Su. 1100 ha) in den Landkreisen MecklenburgischeSeenplatte und Ludwigslust/Parchim. In derHegegemeinschaft Schwinzer Heide fungiere alsGutachter für Rot- und Damwild und bin ersterAnsprechpartner der Gruppe Woosten.

    Über ein Mitglied Ihrer HG binich auf Ihre Pressemitteilung aufmerksam gemachtworden. Gern möchte Ihnen aus meinerSicht als Jäger und Forstmann meine Eindrücke zudem von Ihnen geschilderten Sachverhalt mitteilen.
    Im vorliegenden Fall kann essich nicht um eine Abschussgenehmigung handeln.Dies sind ausschließlich behördliche Anordnungenin der Regel mit mindestens 2 seitigenBegründungen. Anordnungen in dieser Jahreszeitbeinhalten immer nur die Freigabe für einjährigesWild. Ihr Argument, dass gegen Tier- undMutterschutz verstoßen wird, ist somit nichttragbar. Meine Recherchen haben ergeben, dass dieAnordnung der Obersten Jagdbehörde einen Abschussvon 3 Stücken Rotwild beinhaltet. Eine derartgeringe Freigabe dient nicht dazu, entscheidend inden Bestand einzugreifen, sondern stellt eine Artder Vergrämung da.

    Katastrophale Bedingungen(nicht tragbare Wildschäden durch überhöhteBestände vor allem bei Rot- und Damwild) liegenseit Jahrzehnten in vielen Regionen vonMecklenburg-Vorpommern vor. Wir haben uns nurdaran gewöhnt, und weil wir es uns leisten können,dass die Verjüngung von Wald künstlich erfolgt unddies in der Regel noch mit Zaun. Schuld daran istnicht das Wild. Schuld sind die jeweils örtlichenAkteure, welche mit (oft gesetzeswidriger)unzureichender Bejagung vielerorts vorsätzlichoder fahrlässig die Wildbestände stetig ansteigenlassen. Wildbewirtschaftung bedeutet zwangsläufigharte Arbeit, welche leider in vielen Teilen vonMV nicht erfolgt. Die Jagdausübung dient oft derBefriedigung persönlicher Bedürfnisse.Insbesondere unser Wild leidet unter diesenMissständen. Hoher Populationsdruck (Stress) undNahrungsmangel in den Wintermonaten schwächen dieTiere.

    Angepasste Wildbestände liegennur dann vor, wenn mindestens 75 % unserWaldflächen sich natürlich verjüngen. Am meistenprofitiert unser Wild davon. GeringerPopulationsdruck, ausreichend Äsung auf kleinerFläche und flächendeckende Einstände. Als Folgedavon steigen die Wildbretgewichte, die Tierevitalisieren sich und –(leider interessiert nurdies viele Jäger am meisten) die Trophäengewichtesteigen sogar. Kurz gesagt, jedes Individuumbenötigt seinen Lebensraum, dieser steht leideroft nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung.

    Aufgrund der bekanntermaßen imForstamt Schuenhagen sehr guten standörtlichenVoraussetzungen und meiner Erfahrungen aus ähnlichstrukturierten Wäldern gehe ich davon aus, dassdas Verjüngungspotential natürlicherweise über500.000 Pflanzen je Hektar beträgt (erkennbar insogenannten Weisergattern). Diese extrem hohe Zahlan Naturverjüngung benötigt kein Forstbetrieb.Ca. 10 – 20 % dieses Verjüngungspotentials sindzur Etablierung einer neuen Waldgeneration völligausreichend. Dies bedeutet aber, dass ein solcherAnteil unverbissen und in guter Qualität auchwirklich hochwachsen muss und nicht schon imKeimlingsstadium durch Verbiss verschwindet.

    Somit kann ich IhreArgumentationen nicht nachvollziehen. Im ForstamtSchuenhagen (und nicht nur dort) sind hoheWildschäden an der Tagesordnung. Wir gefährdendamit die Stabilität unserer Wälder und somit denletzten Zufluchtsort unseres Wildes und andererTier- und Pflanzenarten, sowie den wichtigstenErholungsort unser Mitmenschen.

    Unsere Wälder sind vielenBelastungen ausgesetzt. Den meisten davon sind wirausgeliefert, wir können sie nicht beeinflussen(Wetter, Klima). Einer der wenigen Stressoren, diewir beeinflussen können, ist die Höhe unsererWildbestände. Diese entscheidet maßgebend darüber,in welchem Zustand wir den künftigen Generationenunseren Wald übergeben.

    Künstliche Verjüngungen sindzur Etablierung leistungsfähiger stabiler Wälderviel weniger geeignet. Ein gepflanzter Baum istimmer ein gehandicaptes Individuum. Der wichtigsteTeil seiner Wurzel muss zwangsläufig bei derEntnahme in der Baumschule durch Unterschneiden imSaatbeet verbleiben. Für jedermann ist es leichtnachvollziehbar, dass solch ein Baum langfristig(aktuell sogar kurzfristig) einem Gehölz ausNaturverjüngung, welches nie versetzt wurde, mitseinem tiefgründigen und natürlich gewachsenenWurzelsystem deutlich unterlegen ist. Jederhalbwegs anständige Waldbesitzer oder Forstmannkann bei der Etablierung einer neuen gesundenWaldgeneration ruhigen Gewissens höchstensanteilig auf Kunstverjüngung setzen.

    Ihre Stellungnahme machtdeutlich, dass Sie das Forstamt Schuenhagen undsomit auch die Landesforst MV aufgrund Ihresoffensichtlich mangelnden Fachwissens in denBereichen Wildbewirtschaftung und Waldökosystemeunbegründet diffamieren. Es wäre aus meiner Sichtmehr als angebracht, sich in den o.g. Bereichenausreichend zu informieren und Ihren Adressateneine entsprechende (wieder öffentliche)entschuldigende Klarstellung zukommen zu lassen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Christian Albrecht

    (Assessor des Forstdienstes)
    CC: – Martin Rackwitz(LM, OJB)
    – AndreasBaumgart (FoA Schuenhagen)

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  7. ALF

    Es wird sich lohnen, diesen Fall weiter zu verfolgen. Insbesondere die Reaktionen der Kreisverwaltung, der Obersten Jagdbehörde, der Landesfortanstalt M-V und des Landesjagdverbandes M-V. All diese Institutionen haben sich bisher nicht geäußert. Die passie Haltung des Landesjagdverbandes M-V ist schändlich.

    Aber auch die Haltung der Jägerschaft ist fragwürdig. Aufgrund fehlenden Interesses (?) oder nacheillender Informationen sind deren Reaktionen träge (zumindest in M-V). Statt einem (medialem wie auch immer) Wutgebrüll aus den Hegreingen und Hegegemeinschaften pasiert nichts. Auf dieser Passivhaltung baut das derzeitige Machtkonstrukt auf. Der ÖJV ist aktiv und mit modernen Aktionen präsent. Die Landeforst hängt sich ihr ökologisches Mäntelchen um und steht damit voll gut bei der naturverbundenen, interessierten Stadbevölkerung da. Die Jägerschaft hat nachzuweisen, dass sie die Guten sind. Das kann nicht abends am Stamtisch erfolgen. Selbstargumentation ist wertlos, warten auf die da oben ebenfalls nicht. Bei einem Mitgliederverhältnis von > 1:100 ÖJV:LJV ist die Aussenwahrnehmung der Jägerschaft unverständlich.

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    1. Frank Medwitz

      Das war in der Angelegenheit “Müritz-Nationalpark” nicht anders. Erst als die Presse das Thema aufgenommen hatte, ist der LJV träge auf das Thema aufgesprungen. Dabei hatte er über die Hegegemeinschaft ÖMG ausreichend Kenntnis. Der LJV-Präsident arbeitet zudem gerade an seinem Fortkommen als NAchfolger Fischer…..da hat man erst recht keine Lust mehr auf solche Querelen.

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  8. ALF

    In Sachen Öffentlichkeit, HR und LJV, irgendwie ging hier nichts weiter (?) Das ist immer das Propblem von uns Jägern. Wir bekommen es nicht vom Stammtisch weg in die Öffentlichkeit. Wir haben es nicht drauf, dass die 0,02% der Bevölkerung vor dem Busch es den übrigen 99,8% mal erklären, dass wir nicht einfach zum Spass jagen, und wenn wir jagen, dann übernehmen wir das (sinvolle und notwendige) Töten der (durch unsere menschliche Wirtschaft hervorgebrachten) Tiere . Und darauf haben sich auch unsere Dachverbände einzutellen.

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  9. HG Hochwild Schuenhagen-Franzburg

    Neu Lassentin, den 28.04.2019

    Auch die Oberste Jagdbehörde genehmigt die Bejagung von Rotwild in der Schonzeit

    Auch die Oberste Jagdbehörde (OJB) Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin, Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt M-V, hat dem Antrag des Forstamtes (FA) Schuenhagen auf Abschuss von Rotwild in der Schonzeit im Landeswald entsprochen (s.a. die Mitteilung der HG Hochwild Schuenhagen-Franzburg vom 18.04.2019). Die Erlaubnis liegt der Hegegemeinschaft (HG) vor. Dies ist ein Zusammenschluss von Jägern im Rotwildeinstandsgebiet von Stralsund bis Tribsees.

    Mit der von ihr erteilten Erlaubnis vom 23.04.2019 hat die OJB bestätigt, dass nicht die Untere Jagdbehörde (UJB) des Landkreises Vorpommern/Rügen zuständig ist. Der von der UJB ergangene Bescheid vom 12.04.2019 ist damit nichtig. Vom 12.04. bis zum 23.04. sind jedoch bereits zwei Stücke Rotwild der Altersklasse 1 erlegt worden. Deren Erlegung erfolgte in der Schonzeit auf Basis einer ungültigen Genehmigung der Kreisbehörde.

    Rotwild hat in Mecklenburg-Vorpommern derzeit Schonzeit. Der Abschuss ist unverhältnismäßig. Die Erlaubnis basiert auf einer Begründung, die wörtlich aus dem Antrag des Forstamtes Schuenhagen übernommen wurde. Als Grundlage dient ein Verbissinventurverfahren, dass für die Ermittlung der Einwirkung von Rehwild vorgesehen ist. Die Vertreibung der sich zum Setzen der Kälber einstellenden Alttiere durch Schießen der vorjährigen Kälber ist in Hinblick auf den Tier- und Muttertierschutz jagdethisch und wildbiologisch abzulehnen.

    Die Aufhebung von Schonzeiten ist ein schwerwiegender Eingriff in das Jagdrecht und die Lebensgewohnheiten des Wildes. Deshalb ist hier ein hoher Maßstab anzulegen, z.B. akute Seuchengefahr oder eine dramatische Wildschadenssituation. Dass letzteres vorliegt, wird seitens der Hegegemeinschaft Hochwild angezweifelt. Gleichwohl ist sie gerne bereit, sich hiervon überzeugen zu lassen, hat jedoch erfolglos um einen Ortstermin zur Einschätzung der tatsächlichen Schadensituation gebeten.

    In anderen landeseigenen Forstämtern MVs gibt es durchaus gute bis teilweise überhöhte Wildbestände. Dies gilt jedoch nicht für das Forstamt Schuenhagen. Seit Jahren nicht erfüllte Abschusspläne und sinkende Abschusszahlen in den Jagdbezirken dieses Forstamtes widersprechen überhöhten Wildbeständen in diesem Bereich. In der gesamten HG sind die Rotwildbestände durch zu hohe Freigaben rückläufig und liegen deutlich unterhalb des Zielbestandes von 360 Stück.

    Aus Tierschutz- und Muttertierschutz-Gründen im Einklang mit jagdethischen Grundsätzen ist die Bejagung in der Schonzeit abzulehnen und zu unterlassen. Eine solche Handlungsweise widerstrebt den allermeisten Jägerinnen und Jägern. Einseitig ökonomische oder ökologische Gesichtspunkte können eine Aufweichung von Schonzeitregelungen nicht allein rechtfertigen. Wald, Feld und Wild gehören zusammen und es ist ein Kompromiss zwischen wirtschaftlichen Interessen und Lebensraumbedürfnissen freilebender Tiere zu finden. Auch die Bevölkerung hat den Wunsch, bei Gelegenheit Wildtiere beobachten zu können. Dies ist nach Aussagen von Spaziergängern im Landeswald des Forstamtes Schuenhagen inzwischen schwierig geworden.

    Hans-Jürgen Patzer
    Vorsitzender der Hegegemeinschaft Hochwild Schuenhagen-Franzburg

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  10. HG Hochwild Schuenhagen-Franzburg

    Sehr geehrter Herr Albrecht,

    Herr Patzer hat mich hier gebeten, ihnen bitte zu antworten, Dr. Ralph Pohl, im Vorstand der
    HG für Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich und seit mehr als 30 Jahren jagdlich im und um
    das FA Schuenhagen tätig. Vielen Dank für ihre offenen und engagierten Worte.

    Einige Fakten der HG:
    – ca. 50943ha davon 7968 ha Wald und 1791 ha sonstiger Einstand (Schilf)
    – die HG ist 2014/15 von Professor Ch. Stubbe als erste begutachtet worden. Die HG hat
    das begrüßt und mit ihrem Zahlenmaterial unterstütz. Von Professor Stubbe wurde ihr
    eine sehr gute Streckenstatistik, Planerfüllung und Jagdorganisation bestätigt.
    – Im Ergebnis wurde der Zielbestand Rotwild auf 360 Stück festgelegt, von allen Beteiligten –
    auch dem Leiter des FA, und behördlich bestätigt. Damwild kommt kaum vor und wird in einer
    nicht nennenswerten Zahl mit bejagt (<17). Damit liegt die allein für den Zielbestand pauschal
    gerechnete Wilddichte bei 0,7 Stück / 100ha. Das ist der kleinste uns bekannte Wert für HG in
    M-V.
    – In den Jahren 2010/11 bis heute ist der Bestand reduziert worden, bis 2014/15 mir Reduktions-
    abschuss gemäß WBR. Heute liegt der FjB deutlich unterhalb des Zielbestandes von 360 Stück
    und kann mit ca. 260 Stück Rotwild angegeben werden.
    – Seit 2014 wird ein reiner Altersklassenabschuss geplant und durchgeführt. Auf Wunsch der
    meisten Mitglieder gibt es Leitlinien zur Ansprache nach Merkmalen für m/w Wild. Disziplinarische
    Maßnahmen ergeben sich hieraus nicht. Für das FA waren diese bereits über einen längeren
    Zeitraum hinaus ausgesetzt worden.
    – Seit 2014/15 sinken die Strecken. Die Pläne waren weiterhin anspruchsvoll und werden nicht
    mehr oder knapp erfüllt. Reduktionsabschuss ist derzeit deshalb nicht geboten.
    – Insbesondere die Jagdbezirke des FA sind in ihrem Anteil an der Erfüllung von 25% auf zuletzt
    knapp 12% gefallen. Zuletzt wären im Gruppenabschuss 41 Stücken für das FA möglich zu
    erlegen gewesen, 13 Stück wurden aktiv erlegt (5 HA / VKU).
    – Die Planerfüllung wird in den Randbereichen der HG gebracht. Dort wird auf zur Äsung von den
    Nachbaren einwechselndes Rotwild bejagt. Im westlichen Bereich gibt es massive
    Rotwildvorkommen, die fälschlicherweise unserer HG und insbesondere dem FA Schuenhagen
    unterstellt werden.
    – Die Bestandsermittlung erfolgt bei den Drückjagden des FA durch Absetzen der Außenbereiche
    (kleinflächige Reviere – kein kompakter Waldkomplex), durch Zählungen und monatliche Abfrage
    und seit 2015 durch Weiterrechnung nach dem Stubbe-Gutachten. Letzteres wurde ebenfalls
    einstimmig, auch vom Amtsleiter, als statistische Grundlage für die Planung beschlossen.
    – Es gibt keine bei der WAK angezeigten Wildschäden durch Rotwild im Feld. Die Landeigentümer
    sind mit der Wildbewirtschaftung einhellig zufrieden. Angekreidet wird jedoch das Fehlen von
    einstigen Rotwildvorkommen.

    Damit hoffe ich ihnen einen entsprechenden Überblick gegeben zu haben. Unser Augenmerk liegt auf einer wildbiologisch und jagdethisch korrekten Bejagung des Rotwildes zur Erhaltung eines angepassten vitalen Wildbestandes, erlebbar für die Bevölkerung und unter Berücksichtigung der berechtigten Ansprüche der Landeigentümer. In diesem Sinne haben uns die letzten Jahre zu einer recht ‚modernen‘ Hegegemeinschaft gemacht.

    Sehr geehrter Herr Patzer,

    in unseren Nachbarbundesländern Brandenburg und Schleswig-Holstein beginnt die Jagdzeit auf einjähriges Rot- und Damwild (SH auch Sikawild) am 01.05. Wir nennen dies Jagdzeitensynchronisation. Der Landesforstbeirat MV hat sich im Mai 2016 ebenfalls zur Jagdzeitensynchronisation bekannt – einstimmig! Mitglied des Landesforstbeirates ist u.a. der LJV MV. Dieser war anwesend – wie gesagt einstimmig. Sehr sinnvoll. Die tatsächliche Bejagung wird damit gestrafft und verteilt sich nicht unnötigerweise in die sehr deckungsreichen Frühsommerzeit.

    In unserer Hegegemeinschaft (Schwinzer Heide) mussten wir 2008- 2018 eine Verdoppelung des Rotwildbestandes und eine Verdreifachung des Damwildbestandes verzeichnen. Obwohl die Mitgliederschaft sich seit weit über 10 Jahren jährlich zur Reduktion bekannte. Die Zustände wurden immer dramatischer. In den Wälder war und ist Verjüngung nur noch künstlich und im Zaun (alle Baumarten auch Kiefer, Fichte, Roterle) möglich. Angrenzende Landwirte waren und sind immer noch dazu gezwungen, einen Teil ihrer Felder einzuzäunen.
    Diskussionen mit der Mitgliederschaft und dem Vorstand und Exkursionen in die betroffenen Regionen brachten kein Umdenken.
    Daraufhin stellten im Januar 2019 sechs Revieren den Antrag zur Gründung einer eigenen Hegegemeinschaft. Diese Absicht haben wir dem Vorstand 2 Monate zuvor persönlich (Vorstandssitzung) mitgeteilt.
    In der im April 2019 stattfindenden JHV der HG wurden Jahre zuvor von uns eingebrachte immer abgelehnte Beschlussvorlagen jetzt durch den Vorstand der HG Schwinzer Heide wieder aufgenommen. Die exzellente Vorbereitung hat dazu beigetragen, dass die Mitgliederschaft einstimmig!! (über 80 Mitglieder – 40.000 ha) beschlossen hat, dass diese HG ab dem JJ 19/20 rein nach Altersklassen jagt, Ergänzungen (Trophäenmerkmale) wegfallen, sowie keine weiteren Einschränkungen (Reduktionsabschuss neben AK0, Schmaltieren nun auch bei Alttieren möglich) erfolgen. Was ich Ihnen damit sagen will, ist, dass große Hegemeinschaften in Ihrer Wirkung stark zu hinterfragen sind. In der Regel tauchen viele Mitglieder in solchen großen Institutionen in eine gewisse Anonymität ab. Gepaart mit der Teilnahme am Gruppenabschuss sind die Mitglieder weder erreichbar noch können sie zu Rechenschaft gezogen werden.
    Ich sage Ihnen ganz ehrlich. Ich hätte viel lieber in der neuen, entbürokratisierten und schlagfertigen HG meine Aufgaben wahr genommen. Vorerst werden wir unseren Antrag zurückziehen.

    Anordnungen von UJB`s sind in MV keine Seltenheit mehr. Aktuell sind mir in der Schwinzer Heide zwei, auf Usedom eine und FoA Schuenhagen bekannt.

    Zu Schuenhagen:
    Ich nutze jede Drückjagdsaison, um andere Revier kennen zu lernen. Dies fast ausschließlich als Hundeführer im Treiben. Mir geht es nicht um den eigenen persönlichen Erfolg, sondern die örtlichen Akteure zu unterstützen und fremde Revier (auch aus forstlicher Sicht) kennen zu lernen. Im FoA Schuenhagen war ich vor 4 Jahren. Neben der sehr gut organisierten Drückjagd ist mir die mehr als überdurchschnittlich gute Vorbereitung und Durchführung der Nachsuchen aufgefallen. Nicht nur der Nachsuchen, sondern die Dokumentation jedes abgegeben Schusses und aller ungeklärten Anschüsse. So perfekt hatte ich es noch nirgendwo gesehen. Tierschutz nimmt in diesem FoA einen sehr großen Stellenwert ein.

    Auch wir nutzen die Möglichkeiten persönliche Gespräche mit der Politik zu führen. Das letzte Mal am 13.04.2019 nicht in Linstow, sondern beim zwischenzeitlichen Abstecher von Dr. Backhaus zur JHV des WBV MV in Güstrow.

    Noch ein Nachtrag zu unserer letzten JHV der HG Schwinzer Heide. Aus der Mitgliederschaft kam der Vorschlag, die Abschussplanungen zukünftig anhand von Wildzählungen (was normalerweise die Grundlage sein muss) durchzuführen. Diese Wildzählungen sollen durch gebietsfremde Personen erfolgen! Eine bemerkenswerte Entwicklung. Ich wurde dazu aufgefordert, der Arbeitsgruppe beizutreten, was ich auch sehr gerne wahrnehme. Meine einzige Forderung:
    Wildzählungen nur um Neumond herum mit Wärmebildkameras.
    Machen Sie das mal!

    Mit freundlichen Grüßen

    C. Albrecht

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  11. HG Hochwild Schuenhagen-Franzburg

    Minister kassiert Schonzeitfreigabe von Rotwild ein

    Der Minister für Landwirtschaft und Umwelt in Mecklenburg –Vorpommern, Dr. Till Backhaus, hat die Freigabe von Rotwild in der Schonzeit durch die Jagdbehörden bzw. die Kreisbehörde Vorpommern/Rügen einkassiert. Es ist bekannt, dass er der Forschungsarbeit der Deutschen Wildtierstiftung offen gegenübersteht. Zudem hat er sich bereits öfter zu jagdethischen Fragen mahnend geäußert. Auch die Hegegemeinschaft Hochwild Schuenhagen-Franzburg ist der Meinung, dass im Zuge der Ökologisierung der Jagd den jagdethischen Grundprinzipien und dem respektvollen Umgang mit dem Wild eine besondere und zunehmende Bedeutung beikommt. Gleichwohl gilt es, vernünftige Kompromisse zwischen den wirtschaftlichen Interessen von Grundeigentümern in Feld und Wald sowie den Belangen freilebender Tiere zu finden.
    Delikat ist der Umstand, dass zuvor auf der Basis einer ungültigen Schonzeitfreigabe der Kreisverwaltung Vorpommern /Rügen bereits zwei Stück Rotwild gestreckt worden sind. Dies geschah, bevor die in dieser Frage eigentlich zuständige Obere Jagdbehörde ihrerseits die Freigabe erteilte.

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