Mecklenburg-Vorpommern: Kormoranbestand steigt weiter an

Schon 15.473 Brutpaare in MV

Im Jahr 2016 wurden in Mecklenburg-Vorpommern 15.473 Brutpaare des Kormorans in insgesamt 19 Kolonien gezählt. Der Brutbestand ist somit gegenüber dem Vorjahr um etwa 8,5 % angewachsen und lag damit etwas über dem bisherigen Maximum des Jahres 2008. „Die Veränderungen betrafen Küste und Binnenland gleichermaßen. Die Zunahme ist im Zusammenhang mit den vorangegangenen milden Wintern, der einer der mildesten seit Beginn der meteorologischen Aufzeichnungen war, zu sehen“, erklärt Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt. „Wir befinden uns hier in einem schwierigen Spannungsfeld. Schließlich ist der Kormoran besonders geschützt. Gleichwohl beklagen die Fischer in Mecklenburg-Vorpommern alljährlich Verluste durch den Kormoran“, sagte er weiter.

Eine Bejagung nach dem Jagdrecht ist nicht zulässig. Jedoch können Ausnahmen zur Abwehr von nachweislichen fischereiwirtschaftlichen Schäden zugelassen werden. Nach der Kormoranverordnung ist der Abschuss von Kormoranen vom 1. August bis 31. März über bzw. im Umkreis von fischwirtschaftlich genutzten Binnengewässern gestattet. Ausgenommen sind Naturschutzgebiete und Nationalparks sowie Schlafplätze.

Von der Möglichkeit zur Vergrämung bzw. zum Abschuss wurde an den innerhalb von Schutzgebieten gelegenen großen Fischteichanlagen des Landes (Lewitz und Boek) Gebrauch gemacht. Entsprechende Anträge wurden von den zuständigen Naturschutzbehörden genehmigt. 2016 wurden insgesamt 967 Kormorane geschossen.

Der Kormoranbericht 2016 steht auf der Homepage des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung.

Beitragsbild: Titelblatt des Kormoranberichts Mecklenburg-Vorpommern 2016. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

4 Gedanken zu „Mecklenburg-Vorpommern: Kormoranbestand steigt weiter an

  1. M.H.

    Ein Berufsfischer in Mecklenburg-Vorpommern berichtete mir, die um Hilfe gebetenen Jäger wollen die Munitionskosten für die Bekämpfung des Kormorans von der Landsregierung erstattet bekommen, denn sie haben das Kormoranproblem nicht verursacht. Das Interesse in Jägerkreisen an dem Thema sei deshalb gering. Wen wundert das? Natürlich bekommen die Jäger keinerlei Aufwandsentschädigung, und so wird sich trotz gesetzlich möglicher Schädlingsbekämpfung die Lage weiter verschärfen, zur Freude der grünen Weltverbesserer.

    M.H.

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  2. Harzjäger

    Ich werde auch öffters in einer Fischzuchtanlage zur jagd auf Kormoran eingeladen. Ich würde nie auf den Gedanken kommen mir die Kosten für Munition erstatten zu lassen. Es gibt nichts schönere als mit einen firmen Hund auf Flugwild zu jagen. Wer hat schon die Möglichkeit seinem Hund die Jagd zu bieten um seiner Passion nachzugehen.

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  3. Joachim

    Paul… muß man nicht, kann man aber. Denn man glaubt es nicht, Jagd ist nicht nur Handwerk, sie macht sogar Freude.

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