Mecklenburg-Vorpommern: Hybrid-Wölfin geschossen

In der Nacht vom 10. Auf den 11.04.2020 haben behördliche Bedienstete eine Wolfsfähe bei Schwaan (Landkreis Rostock) mit einem Gewehr getötet.

Die Wolfsfähe hatte sich offenbar mehrfach mit einem Hund gepaart. Daher bestand die erhebliche Gefahr einer Hybridisierung. Die Tötung war erforderlich um eine Hybridisierung abzuwenden. Hybridisierung stellt eine erhebliche Gefährdung der Art Wolf dar. Vorherige Versuche die Wölfin zu fangen und mit einem Sender zu versehen, schlugen fehl. Das Tier hielt sich außerhalb der Reichweite eines Betäubungsgewehrs auf. Versuche, das Tier mit einer Falle zu fangen, waren nicht erfolgreich. Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus zeigte sich erleichtert, dass es nach erheblichen Anstrengungen nun gelungen ist die Gefahr einer Hybridisierung abzuwenden.

„Ich betone, dass die Tötung der Wölfin aus Gründen des Artenschutzes notwendig war, auch wenn es mir leidtut, dass diese Wolfsfähe sterben musste. Ich danke den Mitarbeitern des Landkreises für die gute Zusammenarbeit. Der Staat hat sich als handlungsfähig erwiesen, um eine Gefahr für den natürlichen Bestand der streng geschützten Art Wolf zu gewährleisten“ führte der Minister aus.

Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt hatte beim Landrat des Landkreises Rostock, einen Antrag auf eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung zur Tötung der Wolfsfähe und die entsprechenden waffenrechtlichen Zulassungen gestellt. Die Ausnahmegenehmigung wurden vom Landrat erteilt.

Die Wölfin wird nun im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin untersucht werden, zudem werden Genproben analysiert. PM

Beitragsbild: Munition (Symbolbild). Foto: SE

6 Gedanken zu „Mecklenburg-Vorpommern: Hybrid-Wölfin geschossen

  1. Hans-Dieter Pfannenstiel

    Vergleichen mit dem Riesentheater, das in Thüringen (Ohrdruf) mit der Erlegung von Hund-Wolf-Mischlingen und deren Mutter gemacht wird, ist das Vorgehen in Mecklenburg ja geradezu sensationell pragmatisch!!!

    Antworten
    1. Zündelnerlaubt

      Immer wieder sind Sie es der mit einem Vokabular auffällt.
      Ihre respektlose Art Ausdrucksweise macht aber immer wieder deutlich, dass es auch Leute gibt die es mit der Waidgerechtigkeit nicht so ernst nehmen, oder sind Sie gar ein Jagdgegner der sich hier austobt?
      Man weiß es nicht, auf jeden Fall sind Sie der Natur ebenso unkundig wie der germanischen Mythologie.

      Antworten
  2. HF

    Waidmannsheil dem Erleger!
    Wenn wir weiter Hybridwölfe schießen, sind bald alle wieder ausgerottet.
    Warum?
    Weil alle in D lebenden Wölfe Hybride sind – und keiner weiss das besser, als das renomierte Senckenberg – Institut.
    Deswegen gibt es ja auch so umfangreich und gerne Informationen raus (den Grünen sei Dank)…….

    Antworten
  3. Ralf

    Besser so, als den Welpen hinterherlaufen zu müssen.
    Losgelöst von M-V:
    Wenn man betrachtet, dass der NaBu mit der Mitgliedschaft der Bundesumweltministerin einst geworben hatte, dann erklärt sich Gesamtkonstrukt von “Umweltpolitik”.
    Der NaBu z.B. hat natürlich ein Interesse daran, dass das Haupteinnahmetier Wolf weiter gefördert wird. Mit Hybriden, die ja irgendwie nicht im Sinne des Artenschutzes sein können, kann man schlecht werben in Bezug auf “die Natur regelt sich alleine”. Das macht irgendwie das Bild von “heile Welt ohne Blut und Jagd” kaputt und wirbelt alles durcheinander.
    Senckenberg wird weiter mit Untersuchungen beauftragt. Die hier genannte Fähe soll im Leibniz-Institut in Berlin untersucht werden. Hier soll auch eine Gen-Analyse vorgenommen werden. Wie tief und was genau wird denn hier analysiert? Das würde mich schon interessieren!
    Ich hatte mal gelesen, dass z.B. das vielgelesene Senckenberg-Institut im Gegensatz zu ForGen aus Hamburg nicht so “fit” ist im Bezug auf “Hybridenerkennung”. Mich würde mal interessieren, ob der Forschungsauftrag diesbezüglich von den NaBu-Mitgliedern des Bundesumweltministeriums sowie mancher Länder in Bezug auf das gewünschte Ergebnis der jeweiligen Untersuchung (z.B. wir wollen nicht wissen, wieviel % Hund im wolfähnlichen toten Tier vorhanden ist) vorgegeben ist. Wundern würde es mich nicht! Oder wird es aus oben genanntem Grund verheimlicht?
    Ich wünschte mir hier mehr Transparenz! Darauf haben wir Bürger ein Recht!

    Drei wesentliche Fragen erlaube ich mir aber noch zu stellen:
    1. Was hätte man denn mit der Fähe gemacht, wenn man sie hätte fangen können. Welpen in den Tierpark? Oder Abtreibung und wieder freilassen?
    2. Die Wölfin hat- wie auch immer- rausgefunden, dass sie sich mit Haushunden prima paaren kann. Würde sie sowas in Zukunft lassen?
    und 3. Ist dies vielleicht ein Indiz, dass wir zu viele Wölfe haben, wenn sie sich schon außerhalb des Wolfbestandes Paarungspartner suchen?
    Fragen über Fragen…

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.