Mecklenburg-Vorpommern: Getötete Wolfsfähe war nicht trächtig

Die auf der Grundlage der Ausnahmegenehmigung der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Rostock in der Nacht vom 10. auf den 11.04.2020 bei Schwaan getötete Wolfsfähe war nicht trächtig. Die Sektion des Leibniz-Institutes für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin sowie weitere nunmehr vorliegende Untersuchungen haben keine Hinweise auf eine Trächtigkeit oder embryonale DNA ergeben.

Zum Zeitpunkt der Entscheidung zum Abschuss der Wölfin lagen Anhaltspunkte vor, welche die erhebliche Gefahr einer Hybridisierung besorgen ließen.

Die Wolfsfähe hatte sich nachweislich mehrfach mit einem Hund gepaart in einem Zeitraum, in dem von einem erfolgreichen Deckakt auszugehen war. Dies belegen dem Ministerium vorliegende Bilder von Wildtierkameras. Die Tötung war erforderlich, um die Gefahr einer Hybridisierung abzuwenden, da diese eine erhebliche Gefährdung der Art Wolf darstellt.

Ein Einwirken auf den betreffenden Hund war zum Zeitpunkt der Entscheidung über den Abschuss der Wolfsfähe wegen der bereits mehrfach erfolgten Paarung keine geeignete Alternative.

Wie bereits berichtet, waren außerdem vorherige Versuche fehlgeschlagen, die Wölfin zu fangen und mit einem Sender zu versehen. Bei Wölfen wird von Territorien in Größe von etwa 250 km² ausgegangen. Die Möglichkeit, die Wurfhöhle der Wölfin zu finden und der Hybriden auf diese Weise habhaft zu werden, wurde daher als kaum umsetzbar bewertet. Somit war die Entnahme die einzig mögliche, praktikable und zielgerichtete Maßnahme zur Abwendung der Gefahr einer Hybridisierung bei der Art Wolf. PM

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.