Mecklenburg-Vorpommern beschliesst Katzenkastrations-Verordnung

Mit der nächsten Veröffentlichung des Gesetz- und Verordnungsblattes am 31.12.2015 wird die Katzenschutzgebiet-Ermächtigungslandesverordnung in Kraft treten. MV hat dabei als eines der wenigen Bundesländer neben Baden-Württemberg und Hessen vom § 13b Satz 5 des Deutschen Tierschutzgesetzes Gebrauch gemacht. Damit wird die Landesregierung die Landkreise und kreisfreien Städte ermächtigen, bestimmte Gebiete festzulegen, in denen durch eine Unterbindung der Vermehrung der Katzen, die Tiere vor erheblichen Schmerzen und Leiden langfristig geschützt werden.

„Die Landesverordnung wurde notwendig, weil in einigen Gebieten die freilebende Katzenpopulation zu große Ausmaße erreicht hat. Freilebende Hauskatzen sind aufgrund ihrer Domestizierung in der Regel auf die Hilfe des Menschen angewiesen. Wenn diese nicht gewährleistet ist, führt dies oftmals zu erheblichen Schmerzen, Leiden oder Schäden unter den Tieren. Es ist außerdem bekannt, dass Katzen Träger bestimmter Krankheitserreger sein können, die auch bei Menschen gefährliche Erkrankungen auslösen können, so zum Beispiel Toxoplasmose. Zur Unterstützung der vielfachen Kastrationsaktionen stellt das Land den Kommunen 10.000 Euro in den nächsten Haushaltsjahren zur Verfügung. Damit erfüllen wir einen weiteren Punkt unseres Tierschutzkonzeptes“, erklärte Dr. Backhaus. PM LUMV

Das Tierschutzkonzept ist auf der Internetseite des Ministeriums unter der Rubrik Service/Publikationen als Download verfügbar.

Beitragsbild: Fetter Kater auf Sofa. Copyright: SE

2 Gedanken zu „Mecklenburg-Vorpommern beschliesst Katzenkastrations-Verordnung

  1. FRank

    Typischer Politsprech, der stets ausblendet, was nicht sein darf…
    Natürlich muss man verwilderte Katzen ausschließlich im Sinne des Katzentierschutzes fangen und kastrieren. Wo kämen wir denn hin, wenn wir uns über die wildlebenden Tierarten und deren durch “artgerechte Katzenhaltung” verursachtes Leid Gedanken machen würden.
    Unter den aktuellen politischen Schriften wird selbst nicht mehr ganz so Junges aus der deutschsprachigen Literaturgeschichte bedeutsam – Nestroys “Freiheit in Krähwinkel” zum Beispiel…;-)

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  2. Hans Peter

    Diese Meldung an die Grünen und die SPD in NRW senden, die ja bekanntlich Gesetze macht und für die denn anstehenden Probleme keine Lösungen hat. Hauptsache man hat ja zunächst was verboten!

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